AEV verliert den Panther-Krisengipfel

Zwei Teams am Boden: Ingolstadt hatte vor dem Spiel im Curt-Frenzel-Stadion neunmal verloren, beim AEV kommen zur Auswärtsschwäche immer mehr Heimniederlagen.
 
Dieser Schuss von Matt White landete nicht im Tor - vorher hatte er jedoch für das 1:0 gesorgt.
Augsburg: Curt-Frenzel-Stadion |

Nach einem von beiden Teams unterirdischen ersten Drittel nahm im Mitteldrittel der AEV das Heft in die Hand und zeigte besseres Hockey als die seit neun (!) Spielen sieglosen Oberbayern. Leider konnte die 1:0-Führung durch Matt White nicht ausgebaut werden, weshalb zum Schluss 96 Sekunden zum Sieg fehlten. Nach dem späten Ausgleich hatte Ingolstadt in der Verlängerung die besseren Chancen, aber der Pfosten und Ben Meisner retteten die Panther ins Penaltyschießen, wo sich Ingolstadt den Zusatzpunkt sichern konnte.

zur Bildergalerie

Thomas Holzmann war immer noch zu krank für einen Einsatz, zusätzlich fanden sich im Lazarett Goalie Jonathan Boutin (ebenfalls krank) und Verteidiger Scott Valentine (Unterkörperverletzung nach einem schmerzhaften Block aus dem Wolfsburg-Spiel) wieder. So stand nach langer Zeit Derek Dinger wieder auf dem Eis und Ben Meisner im Tor. Letzterer war gleich der Spieler des ersten Drittels: Zwar hatte er auch wenig zu tun, aber trotzdem um einiges mehr als sein Gegenüber Timo Pielmeier – zu harmlos agierten beide Teams, denen man die Nervosität durchgehend anmerkte: Selbst kurze Pässe landeten reihenweise beim Gegner, der die geschenkten Pucks ebenso oft gleich wieder zurückgab. Mit einem leistungsgerechten Null zu Null ging es in die erste Pause, denn auch aus einem Powerplay konnte Augsburg keinen Vorteil ziehen.

Kleiner Lichtblick: Matt White hat seine Torflaute überwunden

Nach den letzten Sekunden Überzahl im Mitteldrittel kam der AEV endlich im Spiel an, störte früher und konterte endlich gefährlich. Hinten brannte kaum mehr etwas an, die Schanzer wurden weitgehend vom Tor fern gehalten, was die Abwehrmauer überwand – Schüsse von Buck und Schopper - schnappte sich Ben Meisner. In der 29. Minute eroberte Daniel Schmölz den Puck neben Pielmeiers Tor, Mark Cundari sah den freien Matt White, der allein auf das Ingolstädter Tor zurannte und Pielmeier keine Chance ließ - sein zweites Tor des langen Wochenendes beendete seine Torflaute, er hatte bisher nur im ersten Saisonspiel dreifach getroffen. Fast hätte nach dem 1:0 Greg Mauldin für Ingolstadt ausgeglichen und Aleks Polaczek die Augsburger Führung ausgebaut, aber beide scheiterten – und das Spiel wurde wieder flacher. Besser als im ersten Drittel, spannend war es aber hauptsächlich wegen des knappen Spielstandes. Nach dem Torfestival vom vergangenen Freitag war diesmal Magerkost angesagt.

Action zum Spielende: Raufhandel, Ausgleich, Shootout

Bis 96 Sekunden vor Spielende: Augsburg hatte mehrere Chancen im Schlussabschnitt ausgelassen, zum Teil unfair aber ungeahndet gestört wie bei Hafenrichters Breakaway – der Gefoulte musste selbst sanktionieren und knöpfte sich Laliberte vor – Ergebnis war frühes Duschen für beide und ein Punktsieg für Hafenrichter. Die wichtigen Punkte sicherten sich dann doch noch die Oberbayern: Coach Mitchell hatte Pielmeier noch nicht vom Eis geordert, die Schlussoffensive begann mit fünf Spielern. Die reichten zum Ausgleich, denn Berglund netzte aus kurzer Distanz ein.

In der Verlängerung scheiterte TJ Trevelyan an Pielmeiers Schoner, die Ingolstädter an Meisner und dem Pfosten. Das Penaltyschießen beendete die Partie, als sie so richtig Fahrt aufgenommen hatte: Mike Collins hatte vorgelegt, Evan Trupp ausgeglichen. Nach sechs Schützen traten dieselben wieder an, diesmal traf nur Collins und Ingolstadt entführte auch den Zusatzpunkt. Rehabilitieren können sich die Panther am Wochenende in Bremerhaven und gegen Krefeld (Sonntag, 14:00 Uhr).
1
Einem Autor gefällt das:
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.