Andreas Luthe überragt und sichert dem FC Augsburg den Auswärtssieg in Hannover

Matchwinner Andreas Luthe mit Torschütze Alfred Finnbogason (Foto: Archiv/Klaus-Reiner Krieger)

Nach Problemen zum Saisonstart hat der FC Augsburg mit Andreas Luthe Konstanz auf der Torwartposition gefunden. Beim Gastspiel in Hannover wird der Schlussmann erneut zum Matchwinner und sichert dem FCA mit starken Paraden den dritten Bundesligasieg der Saison.

"Es gibt Momente, die können ein Schlüsselmoment für eine ganze Saison sein", beschrieb der FCA-Torhüter den Auswärtssieg in Hannover nach der Partie. Einen solchen Wendepunkt stellte auch der fünfte Spieltag dieser Saison für den FCA dar. Nach wiederholten Fehlern von Fabian Giefer rückte mit Andreas Luthe ein neuer Torhüter in den Kasten des FCA. Seitdem schwimmt die Mannschaft auf einer Erfolgswelle, holte unter anderem Punkte gegen Spitzenmannschaften wie Bayern München oder RB Leipzig. Dabei immer wieder im Mittelpunkt: Der 31-jährige Luthe. Auch beim Gastspiel in Hannover rückte der Schlussmann nun wieder in den Fokus.

Khedira nutzt Hannoveraner Unachtsamkeit

Dabei standen zu Beginn der Partie andere Akteure im Mittelpunkt. Nachdem der neu ins Team gerückte Ja-Cheol Koo in der 6. Spielminute noch per Kopf vergab, nutzte Rani Khedira nur zwei Minuten später eine Unsortiertheit in der hannoveraner Hintermannschaft zur frühen Führung für die Fuggerstädter.

In der Folge entwickelte sich eine körperbetonte Partie ohne Offensivhighlights der beiden Mannschaften. Wenn es doch mal gefährlich wurde, dann meist nach Standardsituationen. Und so rückte auch Andreas Luthe wieder in den Mittelpunkt des Geschehens. Nach einem Freistoß der 96er kam Ihlas Bebou im Augsburger Strafraum per Kopf zum Abschluss und platzierte den Ball perfekt Richtung langer Pfosten. Lediglich dem glänzend reagierenden Luthe war es zu verdanken, dass der Abschluss nicht im Tor landete. In sensationeller Manier kratzte der 1,95-Meter-Hüne die Kugel von der Linie und bewahrte dem FCA damit die Führung. In der Nachspielzeit der ersten Halbzeit durfte sich der Tormann dann sogar noch im Laufduell erproben, als er einen Steilpass auf Füllkrug in Manuel-Neuer-Manier im Vollsprint außerhalb des Strafraums klärte.

Finnbogason verwertet Videobeweis-Elfmeter

In der zweiten Halbzeit war es erneut der FCA, der zuerst und erneut durch einen Standard Torgefahr entwickelte. Martin Hinteregger konnte seinen Kopfball nach Max-Flanke jedoch nicht genau platzieren.

Mehr Glück hatte der FCA dann in der 63. Spielminute. Nachdem Daniel Baier mit einem Schuss aus kurzer Distanz den Arm von Haraguchi im Strafraum traf, entschied Schiedsrichter Kampka nach Videobeweis auf Elfmeter für die Gäste. Alfred Finnbogason verwandelte den nicht unstrittigen Strafstoß souverän zur 2:0 Führung.

Kaum schien das Spiel aufgrund der beruhigenden Führung etwas an Spannung zu verlieren, kamen die bis dato harmlosen Hausherren doch noch zum Anschluss. Hinteregger konnte eine Flanke per Kopf nur in die Mitte des Feldes klären, wo sowohl Michael Gregoritsch als auch André Hahn zu spät kamen und den Abschluss von Bebou nicht verhindern konnten. Der Ball schlug für Luthe unhaltbar zum Anschlusstreffer ein und läutete eine hart umkämpfte Schlussviertelstunde ein.

Überragender Luthe hält den Sieg fest

Das Highlight dieser Schlussphase, in der Hannover wiederholt zu guten Abschlussaktionen kam, gehörte dann aber nochmals Augsburgs Fels in der Brandung. In der 84. Spielminute stieg der eingewechselte Weydandt höher als alle Augsburger Verteidiger und traf den Ball perfekt mit dem Kopf. Doch abermals war es Luthe, der den Augsburger Sieg fest in seinen Händen hielt. Mit den Fingerspitzen lenkte der Schlussmann den Ball spektakulär um den Pfosten und sicherte den bayerischen Schwaben damit den dritten Sieg der noch jungen Bundesligasaison.

In der kommenden Woche tritt der FC Augsburg unter der Woche im Pokal gegen den 1. FSV Mainz 05 an, ehe es am nächsten Wochenende zum Duell mit Aufsteiger Nürnberg kommt.

Die Aufstellung des FC Augsburg: Luthe – Max, Hinteregger, Gouweleeuw, Schmid – Khedira, Baier, Hahn, Koo (69. Jensen), Richter (46. Gregoritsch) – Finnbogason (75. Danso)

Bank: Leneis (Tor), Framberger, Götze, Moravek
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Dieter-MrACE Strehl aus Großaitingen | 28.10.2018 | 00:10  
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