Auftakt-Sieg im Viertelfinale: Panther verprügeln DEG

Die Linienrichter hatten große Probleme die zweite Massenkeilerei zu schlichten.
 
Scott Valentine (1 Tor, 1 Assist, 12 Strafminuten), Henry Haase, Simon Sezemsky (2 Tore), Hans Detsch (1 Assist) und TJ Trevelyan (18 Strafminuten).
Augsburg: Curt-Frenzel-Stadion | Das gab es noch nie: Eine Playoff-Serie zwischen AEV und DEG. Obwohl die beiden Traditionsvereine schon lange in der selben Liga spielen konnte sich entweder Düsseldorf oder Augsburg nicht für die Endrunde qualifizieren oder man traf nicht aufeinander. 2019 ist es endlich so weit und der AEV geht als leichter Favorit ins Rennen: Das Heimrecht und die Formkurve sprechen für Augsburg, die Ergebnisse der Hauptrunde für Düsseldorf. Denn nur ein mageres Pünktchen holten die Panther gegen die Rheinländer, umso härter muss diese die Klatsche im ersten Viertelfinale getroffen haben. Erst wurden sie mürbegecheckt, dann fielen die Tore. Matthias Niederberger, bester Goalie der Punkterunde, patzte, es folgten Frustfouls, weitere Tore und zwei Massenschlägereien. Am Ende stand ein auch in der Höhe verdienter 7:1-Sieg auf der Anzeigentafel.

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Mürbegecheckt...

Die DEG hat im gesamten Jahr 2019 nur zwei Spiele nach 60 Minuten gewinnen können, beide gegen den AEV. Dies lag wohl auch an den vielen Verletzten, zum Playoff-Auftakt konnte DEG-Trainer Harold Kreis jedoch wieder vier Reihen und sechs Verteidiger einsetzen. Damit waren die Düsseldorfer eigentlich genauso komplett wie Augsburg, aber die Masse half ihnen wenig angesichts der Klasse des AEV. Denn im Gegensatz zu den Rheinländern waren die Schwaben von Beginn an bereit: Checks wurden konsequent zu Ende gefahren, defensiv stand man sicher und vorne wurde lästig vorgecheckt, gern auch zu zweit – die DEG wurde mürbegespielt und zu Fehlern gezwungen. In der elften Minute fiel endlich das verdiente 1:0. Calle Ridderwall hatte die erste gute Chance für Düsseldorf vergeben, im Gegenzug konterte Augsburg zu zweit: David Stieler zieht einen Verteidiger weg, Matt White lässt den zweiten mit einem Move stehen und trifft. Es hätten schon im perfekten ersten Drittel mehr Tore fallen können, aber es blieb bei dem einen Treffer.

... Vorsprung ausgebaut ...

Im Mitteldrittel versuchte die DEG dagegenzuhalten, was grandios misslang: Die Härte wurde übertrieben, auf dumme folgten Frustfouls und die Rotgelben fanden sich immer wieder auf der Strafbank ein. Die große Chance mit zwei Mann mehr hatte der AEV noch vergeben, mit einem Mann mehr klappte es dann: Patrick McNeill ballerte durch Freund und Feind das 2:0 ins Netz (26. Min.) Der DEG-Frust wuchs nach einem Torwartfehler: Hans Detsch hatte den Puck zu Daniel Schmölz durchgeschoben, der drehte sich schnell und hielt aus sehr spitzem Winkel einfach drauf. Da hätte Niederberger keine Lücke lassen dürfen, der Puck prallte aber von seiner Schulter ins Tor (33. Minute).

... und aus dem Stadion geprügelt

Der Schlussabschnitt hatte es in sich: Nicht nur fielen weitere fünf Tore – vier für Augsburg und eines für Düsseldorf – sondern auch die Strafbänke füllten sich wie selten. Zwei große Schlägereien endeten mit bis zu sechs Rotgelben und vier Rotgrünweißen in den Penalty-Boxen. Zu diesem Zeitpunkt war das Spiel nach Toren von White (45. Min.), Sezemsky (50. Min) und Valentine (53. Min.) längst entschieden. Auf Alex Bartas Ehrentreffer im Powerplay (54. Min.) folgte die nächste Keilerei, dann setzte Simon Sezemsky vier Minuten vor der Sirene den Schlusspunkt.

Die nächsten Spiele: Freitag auswärts, Sonntag zuhause

Am Freitag geht es in Düsseldorf weiter, mit einer vergleichbaren Leistung und wenn die DEG nicht den Schalter fürs Playoff-Hockey findet, ist auch auswärts ein Sieg drin. Das dritte Spiel findet am Sonntagnachmittag ab 14 Uhr im wieder ausverkauften Curt-Frenzel-Stadion statt.
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