Augsburg Panthern geht die Luft beim 3:6 gegen die DEG aus

Nicht immer zufrieden mit den Entscheidungen der Unparteiischen - Panther Dompteur Mike Stewart bei der 3:6 Heimpleite gegen Düsseldorf (Foto: G. Stadler)
 
Drei Mal zappelte der Puck im Tor der DEG - hier Matt Fraser beim 1:0 (Foto: G. Stadler)

Das Spitzenspiel der Deutschen Eishockeyliga zwischen dem AEV und der DEG konnten die Gäste aus dem Rheinland klar mit 3:6 für sich entscheiden. Der Düsseldorfer Jaedon Descheneau konnte dabei einen Hattrick beisteuern. Bedenklich ist die gegenwärtige Abwehrleistung der Panther. Im neuen Jahr mussten sie in nur drei Begegnungen bereits 16 Treffer hinnehmen, ohne auch nur in die Sichtweise auf einen Punktgewinn zu kommen. Da der Kölner EC gegen Bremerhaven 2 Punkte ergattern konnte befindet sich der AEV nun auf dem 5. Tabellenplatz. Insgesamt zeigten die Panther eine enttäuschende Leistung, das Powerplay war wirkungslos, das Penaltykilling stark verbesserungswürdig.

Die Partie fand wieder vor voller Hütte im Curt-Frenzel-Stadion statt. Somit war auch das fünfte Heimspiel in Folge mit 6139 Zuschauer ausverkauft. Zu den Augsburger Hockeyfans gesellten sich über 1000 Anhänger der DEG, die per Sonderzug in die Fuggerstadt gepilgert waren. Die verletzungsbedingten Ausfälle der beiden Routiniers Scott Valentine und Arvids Rekis machte sich in der Verteidigung deutlich bemerkbar. Zudem musste Trainer Mike Stewart am Sonntag auch noch auf Christoph Ullmann verzichten.

Drittel 1

Starker Auftakt der Panther, bereits in der ersten Spielminute gab es die erste gute Chance für die Panther, beteiligt waren Adam Payerl und T.J. Trevelyan. In der 3. Minute sorgten die Gäste aus dem Rheinland für ordentlich Betrieb vor Olivier Roy, der aber einen Versuch von Patrick Buzas letztendlich festhalten konnte. Ein Minute später wurde Braden Lamb wegen Unnötiger Härte für zwei Minuten in die Kühlbox verbannt. Panther Goalie Roy, der mehrmals mit dem Schoner zur Stelle war, zeigte sich konzentriert. Nach einem Hohen Stock gegen Thomas Holzmann konnten die Rheinländer für kurze Zeit sogar mit 3 gegen 5 spielen. Aber mit hartem Körpereinsatz konnten die Panther die DEG von einem Erfolgserlebnis abhalten. Generell wurde die Partie mit viel Einsatz und Härte ausgefochten.
Das erste Powerplay der Panther gab es in der 14. Spielminute, Kevin Marschall musste wegen Beinstellens vom Eis. Zumindest konnten sich die Panther einen Querlattentreffer durch Simon Sezemsky erarbeiten. Statistisch betrachtet stand sich an diesem Nachmittag das beste Powerplay Team der DEL (AEV) dem besten Penaltykilling Team (DEG) gegenüber. Steffen Tölzer musste in der 17. Minute wegen Spielverzögerung vom Eis. Die Überzahl währte aber nur wenige Sekunden, John Henrion musste wegen Stockschlages gegen einen Panther das Eis verlassen.

Drittel 2

Matt Fraser ließ in der 2. Minute des Mittelabschnitts die Pantherfans erstmals jubeln. „Offensivspezialist“ Henry Haase zog ab, den Rebound zum 1:0 konnte schließlich sein Kollege Fraser über die Linie stochern. Im Anschluss gab es wütende Angriffe der DEG, aber Olivier Roy konnte auch mit Hilfe seiner gut defensiv arbeiteten Kollegen seinen Kasten sauber halten.
In der 28. Minute verhinderte McNeill, auf Kosten eines strategischen Fouls, eine prima Möglichkeit der DEG auf den Ausgleich (Haken). Dieser ließ in numerischer Unterzahl aber nicht lange auf sich warten. Nach schönem Querpass konnte Jaedon Descheneau zum 1:1 einnetzen. Insgesamt zeigten sich die Düsseldorfer in dieser Spielphase giftiger und bissiger. Die Hausherren fanden aber schnell zur gewohnten körperlicher Härte zurück. Nach einem Stockschlag musste Trevelyan vom Eis (34.). Diese Unterzahl führte zu einem unglücklichen Zusammenstoß von Henry Haase mit Olivier Roy. Backup Markus Keller war schon auf dem Eis, aber Roy gab erstmal Entwarnung. Das anschließende 1:2 der Gäste erinnerte in seiner Ausführung stark an den ersten DEG Treffer. Die Unterzahl war gerade abgelaufen, der Querpass auf Torschütze Descheneau wiederum schön herausgespielt. Das 1:3 ließ nur 90 Sekunden auf sich warten. Vom Schlittschuh von Braden Lamb prallte der Puck ins Tor, offizieller Torschütze: Lukas Laub. In der 38. Minute gab es nochmals Überzahl für den AEV, Patrick Köppchen musste wegen unnötiger Härte vom Eis. Aber ein wenig cleveres Beinstellen von Adam Payerl (39.) hob die Überzahl schnell wieder auf.

Drittel 3

Für Olivier Roy war das Spiel nach der Drittelpause beendet, der Zusammenstoß mit Haase war doch nicht spurlos an ihm vorbei gegangen. Markus Keller musste übernehmen. Ein Schlagschuss von Braden Lamb brachte in der 47. Minute den 2:3 Anschluss. Bis dahin zeigten die Panther ein eher verhaltenes Engagement im Abschlussdrittel. Aber der Anschlusstreffer mobilisierte weitere Kräfte und die Panther gingen wieder in den Kampfmodus über. Die vierte Überzahl der Panther wurde durch Patrick Buzas ermöglicht (Halten, 50.). Aber die Panther zeigten kein wirklich gefährliches Powerplay. Wie man Überzahl spielt zeigten schließlich die Gäste. Nach der nächsten Spielverzögerung (Sezemsky 53.), konnte Descheneau mit seinem dritten Treffer an diesem Nachmittag auf 2:4 erhöhen. Aber die Panther ließen sich nicht unterkriegen. Ein schöner Pass von Henry Haase auf Sahir Gill brachte wiederum den Anschlusstreffer, Spielstand 3:4. Aber die Panther vertändelten kurz danach den Pass im Aufbau. Dankeschön sagte Phillip Gogulla mit einem sehenswerten Alleingang zum 3:5. Ein Emptynetter durch Christian Kretschmann beendete die Partie mit 3:6.
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