Augsburger Panther enthörnen die roten Bullen aus München mit 4:1

Daniel Schmölz und Thomas "Woody" Holzmann bejubeln den Siegtreffer.
 
Gladiator mit Vollvisier. Drew LeBlanc lief trotz Gesichtsverletzung bei 4:1 Derbysieg gegen München auf. (Foto: G. Stadler)
Augsburg: Curt-Frenzel-Stadion |

Die Panther hatten am Dienstagabend den Tabellenführer aus München zu Gast. Das bayerische Derby ging spektakulär mit 4:1 (0:0/0:1/4:0) an den AEV. Die Panther zeigten ein über weite Strecken engagiertes Spiel gegen einen abgebrühten Tabellenführer. Ein individueller Fehler der Panther wurde im zweiten Drittel gnadenlos bestraft, die mangelhafte Chancenauswertung bis zur 55. Minute ließ die Panther schwer nach Verlierern aussehen. Und dann kamen drei verrückte Minuten. Die Panthertore eins bis drei fielen innerhalb von 90 Sekunden! Mit dem Erfolg gegen die Brausebuben aus München verbleiben noch sieben Spieltage um das vermeintlich Unmöglich, den Einzug in die Preplayoff, noch wahr zu machen.

Zum Saisonendspurt gesellt sich das Verletzungspech auf die Spielerbank der Augsburger Panthern. Der Erfolg am Sonntag gegen die Krefelder Laufvögel war teuer erkauft. Für Michael Davies ist die Saison nach einer Knie-OP bereits beendet, Trevor Parkes kann wahrscheinlich nach der Olympiapause (09.-25.02.) wieder mit ins Spielgeschehen eingreifen.

Drittel 1

Die ersten 10 Minuten zeigten deutliche Unterschied in den Spielanlagen. Während die Panther immer wieder mit Kontern gefährlich vor das Münchner Tor kamen (u.a. Daniel Schmölz 1., Jaroslav Hafenrichter 3., Drew LeBlanc 5.,) konnten sich die Gäste mehrmals im Drittel der Panther festsetzten. Besonders gefährlich wurde es in der 7. Minute, aber Olivier Roy konnte einen Alleingang von Jaffray prima parieren. Das erste Powerplay des Abends ging an die Münchner (Evan Trupp, Haken, 10.). Und die Panther zeigten ein gute, ein engagiertes Penaltykilling. In der 16. Spielminute durften sich die Panther in Überzahl versuchen, Mads Christensen musste wegen Beinstellens vom Eis. Ein Wahnsinns-Save von David Leggio verhinderte den ersten Treffer des Abends. T.J. Trevelyan kam vor dessen Tor frei zum Schuss. In der 19. Minute war sein Gegenüber Roy zur Stelle und konnte seinen Käfig sauber halten. In Summe sahen die Besucher des CFS ein hochklassiges erstes Drittel, München beeindruckte durch seine Technik, die Panther hielten mit viel Einsatz dagegen.

Drittel 2

In der 22. Minute hatte Hans Detsch die Chance auf die Augsburger Führung, aber Leggio hatte etwas dagegen. In der selben Minute konnte sich Roy, trotz Sichtbehinderung, die Scheibe nach einem Jerome Flaake Blueliner krallen. Eine weitere Riesenmöglichkeit für die Hausherren hatte Mat White in der 26. Minute. Aber dessen Onetimer ging knapp neben das Gestänge. Zwei Minuten später konnten die Münchner, nach fatalem Fehlpass von Braden Lamb, mit 0:1 in Führung gehen. Torschütze Frank Mauer. Eine Strafe gegen Thomas Holzmann in der 33. Minute (Beinstellen) unterband erst mal die Augsburger Angriffsbemühungen, wenigstens konnten sich die Panther schadlos halten. Die nächste Zwangspause gegen München gab es in der 39. (Denis Seidenberg, Beinstellen). Aber so recht wollte das Powerplay der Panther nicht in Fahrt kommen. Da hatte wiederum Derek Joslin etwas dagegen und fällte wenige Sekunden vor Drittelende einen weiteren Panther mittels Beinstellen.

Drittel 3


Dementsprechend konnten die Panther in doppelter Überzahl ins dritte Drittel starten. Vom sonst so kreativen wie gefährlichem Überzahlspiel konnten die Augsburger aber nur wenig zeigen. Aber den Münchnern gefiel es auf der Strafbank und Keith Aulie zog die nächste Strafe. Aber der Tabellenführer ließ keine zwingenden Chance zu. Beim Spiel 5 gegen 5 konnte LeBlanc einen Schuss gut abfälschen, aber der Münchner Schlussmann roch den Braten rechtzeitig (45.). Die Panther hatten sich aber zu keinem Zeitpunkt aufgegeben. In der 52. Minute gab es nochmals die Chance auf ein Überzahltor, Christensen musste wegen Behinderung vom Eis. Und die Oberbayern spielten zunehmend undiszipliniert. Ein Stockschlag von Patrick Hager brachte zum wiederholten Male eine doppelte Überzahl. Mit einem Mann mehr auf dem Eis gelang schließlich der Ausgleich (55.). Erlöser war T. J. Trevelyan. Und die Erleichterung manifestierte sich in einem Doppelpack. Nur Sekunden später konnte der AEV durch Schmölz erstmals in Führung gehen. Und irgendwie brachen alle Dämme bei den Münchnern. Das 3:1, eine prima Einzelleistung von Mat White, war das dritte Tor innerhalb von 90 Sekunden! Der Emptynetter in der 58. Minute besiegelte endgültig den ersten Siegen der Saison gegen die Münchner, Torschütze wiederum Schmölz.
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