Augsburger Panther müssen sich Bílí Tygři Liberec nach Penaltyschießen mit 2:3 geschlagen geben

Glückwunsch und Danke für Scott Valentine (rechts) nach dem 1:0 (Foto: George Stadler)
 
(Foto: George Stadler)
In einer hart umkämpften CHL-Partie konnten die Augsburger Hausherren immerhin einen Punkt sichern. Nach Toren von Scott Valentine und Thomas Holzmann mussten sich die Panther mit 2:3 n. P. geschlagen geben (1:0/0:1/1:1/0:1). Jetzt fehlt noch ein Punkt um das Achtelfinale der CHL zu erreichen.

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Am Dienstagabend stand die fünfte CHL-Partie im Curt-Frenzel-Stadion an. Erstmalig standen sich die Weißen Tiger aus Liberec (Tschechien) und die Augsburger Panther gegenüber. 4428 Zuschauer wollten die Partie gegen die Partnerstadt der bayerischen Lechschwaben sehen. Der Gegner führt die Tschechische Liga als Tabellenerster an. Im Gegensatz dazu rangiert der AEV in der Deutschen Eishockey Liga momentan auf dem vorletzten Tabellenplatz


Nach dem ersten Drittel gab es berechtigte Hoffnungen, dass der Knoten der Panther geplatzt war. Im zweiten Drittel verpasste man es etliche Chancen zu verwerten. Im dritten Drittel lief man mal wieder einem Rückstand hinterher, konnte diesen aber kurz vor Spielende egalisieren. Mit einem Punkt auf der Habenseite ist das Ziel Achtelfinale immer noch möglich. Und den kann man sich am kommenden Mittwoch beim Rückspiel in Liberec erkämpfen. Denn eins könne die Panther: kämpfen.

Drittel 1

Die Panther kamen mit viel Elan aus der Kabine. Matt Fraser hatte die ersten Chance des Abends, aber Gästekeeper Marek Schwarz freie Sicht auf den Puck. In der 4. zeigten dann die Tschechen wie schnelles Umschaltspiel aussehen kann. Nach einem riskanten Pass im Angriffsdrittel war die Pantherabwehr aber rechtzeitig zurück. Nach dem anfänglichen Strohfeuer flachte die Partie etwas ab. Beide Teams verstanden es jeweils, die gefährliche Zone zu verteidigen und die Angriffsbemühungen auf die Außenseiten zu lenken. Generell waren im ersten Drittel die stocktechnischen Fehler und ungenauen Zuspiele beider Mannschaften auffällig. Ein Aufbaupass zum Kopfschütteln machte es kurzzeitig vor Olivier Roys Kasten gefährlich. Aber der Puck ging neben das Tor.

Zu Drittelende zogen die Panther nochmals an und konnten sich die erste Überzahl erarbeiten. Oldrich Kotvan brachte Fraser zu Fall und musste wegen Behinderung auf die Kühlbank (17.). Schön herausgespielt war ein Pass von Drew LeBlanc auf Simon Sezemsky, aber Goalie Schwarz war mit dem Schoner zur Stelle. Der nächste Strahl war aber dann nicht mehr haltbar. Auf Zuspiel von Adam Payerl und Pat McNeill konnte Scott Valentine die Pantherfans erstmals jubeln lassen und zum 1:0 einnetzen (19.). Zur Erinnerung: in der DEL ist es lange her, dass die Panther ein Auftaktdrittel gewonnen haben.


Drittel 2

Auch die ersten Minuten des Mitteldrittels gehörten den Panthern. Immer wieder konnten sich die Lechschwaben im Angriffsdrittel festsetzen, die Gäste aber auch Nadelstiche setzen. In der 30. Minute zeigten die Panther in Person von Sahir Gill und Matt Fraser eine prima Kombination. Letzterer scheiterte aber im Abschluss knapp. Eine Minute später hatte Jaroslav Hafenrichter die nächste gute Möglichkeit zu erhöhen, aber der Gästegoalie zeigte einen spektakulären Save.

Die nächste Chance hatte Daniel Schmölz in der 34. Minute. Aber sein Break wurde letztendlich vom Gästegoalie entschärft.

Thomas Holzmann musste in der 37. Minute wegen Behinderung vom Eis. Es war die erste Strafe der Panther an diesem Abend. Und die Panther konnten sich schadlos halten. Zweimal brannte es lichterloh vor der Hütte. Aber mit vereinten Kräften konnten der Puck jeweils weggearbeitet werden. Im Anschluss drehten die Gäste aus Tschechien auf und fanden bis kurz vor Drittelende ihren Meister in Olivier Roy. Der war erstmals 20 Sekunden vor der Sirene geschlagen. Radan Lenc mit dem 1:1. Diesem Treffer gingen etliche (Nicht-)Entscheidungen der Unparteiischen voraus, die lautstark vom Augsburger Publikum kommentiert wurden.


Drittel 3

Die Weißen Tiger kamen mit mehr Willen zurück aufs Eis. Und konnten in der 43. Minute erstmals in Führung gehen, 1:2. Adam Musil konnte einen Rebound einnetzen. Im Anschluss hatten die Panther das nächste Überzahlspiel (Tomas Hanousek, Übertriebene Härte, 44.). Aber die gefährlichste Chance hatte Liberec mit einem Break. In den nächsten Minuten häuften sich wütenden Angriffe der Panther, nur Zählbares wollte nicht herausspringen. Auf der anderen Seite der Eisfläche war Roy immer wieder gefordert, konnte aber seine Farben noch im Spiel halten. Und wieder war es ein Gewaltschuss, der die Panther zurück ins Spiel brachte. In der 57. Minute konnte Woody Holzmann im Slot angespielt werden. Und der nagelte den Puck unhaltbar zum 2:2 in die Maschen der Streifenkätzchen.

Overtime / Shutout

Die ersten großen Chancen konnten sich die Panther erspielen (u.a. Adam Payerl), aber auch die Tschechen konnten mehrmals auf Roy feuern. Letztendlich verlief die 3-gegen-3-Lotterie torlos. Daher musste die Partie im Penaltyschießen entschieden werden. Der Lucky Punch war schlussendlich den Gästen aus Liberec vorbehalten.
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