Augsburger Panther verlieren gegen Berliner Eisbären mit 1:2 n. O.

Simon Sezemskys Treffer sicherte den Augsburger Panthern wenigstens einen Punkt gegen die Eisbären aus Berlin (Foto: G. Stadler)
 
Panther kuscheln mit Eisbären - in der Mitte (mit Helm) Sahir Gill (Foto: G. Stadler)

Die Pantherfans müssen immer noch auf den ersten Heimsieg warten. Draußen tobte der erste Herbststurm, drinnen hatten die Berliner die Bärenschnauze mit 1:2 in Overtime vorne. Viele Strafen und einige Raufereien prägten phasenweise das Spiel. Das Überzahlspiel der Panther war (größtenteils) ein Flop, stocktechnische Fehler und fehlende Zuordnung waren auffällig. Nichts desto trotz sicherte ein Schlagschuss von Simon Sezemsky, in numerischer Überlegenheit, einen Punkt für Augsburg. Einen Lichtblick gab es, das Unterzahlspiel war fehlerfrei.

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Trainer Mike Stewart musste weiterhin auf T.J. Trevelyan und Henry Haase verzichten. Patrick McNeill hingegen war wieder mit an Bord. Im Tor durfte, nach einer kurzen Pause gegen München, wieder Olivier Roy antreten.


Drittel 1

Im ersten Drittel entwickelte sich ein munteres Hin und Her mit Gelegenheiten auf beiden Seiten. In der vierten Spielminute hatten die Panther ordentlich Dusel, Brendan Ranford traf das verwaiste Tor nicht. Die beste Chance hatten die Panther in der 9. Spielminute, aber Drew LeBlancs genialen Pass konnte Marko Sternheimer nicht ins Tor befördern. In der 12. Spielminute musste Jens Baxmann wegen Spielverzögerung vom Eis. Es folgte ein schwaches Überzahlspiel der Panther. Schmerzhaft wurde es für den Berliner Jason Jaspers, der auf der Berliner Bank einen Puck vom eigenen Mann ins Gesicht bekam und erst mal das Eis in Richtung Kabine verlassen musste. Nach einem Stockschlag musste Jaroslav Hafenrichter für zwei Minuten vom Eis (15.). Die Unterzahlspezialisten der Panther konnten aber den Pantherkäfig sauber halten und hatten durch Matt White sogar die Chance auf einen Shorthander. Dessen Sololauf wurde aber von Goalie Kevin Poulin entschärft. Und die Specialteams wurden weiter bemüht. Der Berliner Florian Kettemer musste in der 19. Spielminute vom Eis (Haken), sein Kollege Michael Dupont folgte im kurz später wegen Stockschlag (20.). Damit ergab sich eine doppelte Überzahl für die Panther, die aber im ersten Drittel nichts Zählbares mit sich brachte.


Drittel 2



Dementsprechend konnten die Hausherren mit zwei Spielern mehr auf dem Eis in das Mitteldrittel starten, aber keinen Nutzen aus der doppelten Überzahl ziehen. Bis dahin war das Augsburger Überzahlspiel zu harmlos und von stocktechnischen Fehlern geprägt. In der 26. Spielminute schließlich wurde der Videobeweis zu Ungunsten des AEVs bemüht. Dem Augsburger Torhüter Olivier Roy war ein Schuss von Dupont durch die Hosenträger gekullert, seine Nachfassen kam zu spät, der Puck hatte die Torlinie vollständig überquert.
Ab hier wurde es dann ruppig. Nachdem Roy im Torraum heftig angegangen wurde (28.), flogen die Fäuste. Auf Augsburger Seite mischte Arvids Rekis ordentlich mit, in Summe ergab sich eine einfach Überzahl für den AEV. Rekis bekam zwei Minuten, Louis-Marc Aubry zwei plus zwei Minuten. Die Augsburger Überzahl ging nahtlos in die nächste wilde Keilerei über. Diesmal wurde der Berliner Goalie in seinem Torraum von den Panthern bearbeitet und Augsburg sicherte sich im anschließenden Meinungsaustausch in Person von Adam Payerl zwei plus zwei Strafminuten. Ein Alleingang von Scott Valentine in der 31. Spielminute wurde von Kettemer per Beinstellen unterbunden und mit zwei Minuten geahndet. Aber die Panther waren nicht in der Lage ihre Defizite in Überzahl abzustellen.

Roy mit starken Paraden

Mit einem Big Save hielt Roy seine Farben weiter im Spiel (35.). Die nächste Riesentat von Roy folgte nur eine Minute später. Aus der Nahdistanz pflückte er mit seinem Fanghandschuh einen Schlagschuss aus der Luft. Dann war wieder Faustkampf angesagt. Diesmal musste Augsburg mit einem Mann weniger auf das Eis (37.). Aber die Berliner Überzahl wurde gleich wieder von James Sheppard aufgehoben, der Matt Fraser „gehalten“ hatte. In der letzten Spielminute des Mitteldrittels
wollte mit Kai Wissman der nächste Eisbär auf die Ruhebank.

Drittel 3

Und in Überzahl ging es für die Panther im Abschlussdrittel weiter. Diesmal zeigte Poulin sein ganzes Können und unterband eine gute Chance von Mat Fraser. Der Berliner Goalie blieb im Brennpunkt, aber die Versuche der Panther in Überzahl waren bis dahin einfach zu harmlos. In der 44. Minute gab es die nächste Überzahl für die Panther (Mark Olver, Stockschlag) Und diesmal klappte es! Simon Sezemsky erlöste die Pantherfans mit einem Schlagschuss zum 1:1 Ausgleichstreffer. Zwischenzeitlich verflachte das Spiel ein wenig.
In der 54 Minute konnte ein Alleingang von Mat White nur regelwidrig von den Eisbären unterbunden werden. Zwei Minuten später gab es bereits das nächste Überzahlspiel für die Panther, wiederum ohne Erfolgserlebnis.

Overtime

1:1 nach 60 Minuten, das bedeutete Zusatzschicht mit drei gegen drei Spielern. Und diese entschied der Vizemeister für sich, Torschütze Colin Smith (64.).
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