Der FC Augsburg erweist Peter Bircks die letzte Ehre

Der schwarze Sarg von Peter Bircks war auf der Mittellinie vor der Haupttribüne im Rosenaustadion aufgebahrt. Pfarrer Wolfgang Franz erzählte aus dem Leben des verstorbenen FCA-Funktionärs.

Mit einer Freiluft-Trauerfeier im altehrwürdigen Rosenaustadion hat der FC Augsburg am Mittwochnachmittag seinem langjährigen Präsidenten, Geschäftsführer und Aufsichtsratsvorsitzenden Peter Bircks gedacht. Unter den fast 1000 Trauernden waren neben den Angehörigen und Freunden auch zahlreiche Fans erschienen.

Der 1952 in Rennertshofen geborene Bircks entdeckte schnell seine Leidenschaft für den Fußball. Allerdings musste er nach einem Autounfall im Alter von 21 Jahren seine Karriere als aktiver Spieler frühzeitig beenden. 1979 übernahm er in seinem Heimatverein FC Rennertshofen für elf Jahre die Leitung der Fußballabteilung. Er wurde 1990 zum Präsidenten des damals schwer verschuldeten FC Augsburg gewählt. Ab 2000 bekleidete er das Amt des Aufsichtsratsvorsitzenden, ehe er bei einem tragischen Unfall am 24. Oktober in Gersthofen als Fußgänger von einem Auto erfasst und schwer verletzt wurde und schließlich am 2. November im Alter von 66 Jahren im Klinikum Augsburg seinen Verletzungen erlag.

„Der Vater, der Begründer des FCA ist von uns gegangen. Liebes Schicksal, das ist nicht korrekt von dir“, sagte FCA-Präsident Klaus Hofmann in seiner Rede und ergänzte: „Die Menschen des FCA haben dir viel zu verdanken. Ohne dich wäre der FCA kein Bundesligist“. Der 66-Jährige habe Menschen besser gemacht, das zeichne einen Anführer aus, erklärte Hofmann.

Oberbürgermeister Kurt Gribl sagte, dass er nicht nur als OB, sondern auch als Freund auftrete. Bircks sei ein leuchtendes Beispiel dafür, „was erreicht werden kann, wenn man für etwas richtig brennt“. Mit dem Bau der WWK-Arena, den Bircks mit zu verantworten hatte, habe nicht nur ein sportlicher, sondern auch ein emotionaler Aufstieg für die Menschen stattgefunden. „Das war eine positive Entwicklung für die Stadt und die Region. Es hat durch die gemeinsame Begeisterung für den FCA ein neues Wir-Gefühl geschaffen, ein gemeinsames Schwaben mit Fans, die nicht ein jeder hat“, erklärte Gribl weiter.

Heute soll Bircks im engsten Familien- und Freundeskreis in seinem Geburtsort Rennertshofen beigesetzt werden.
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