Der FC Augsburg ist erneut zu gierig und verliert in letzter Minute gegen Fortuna Düsseldorf

Hängende Köpfe beim FC Augsburg. Wieder einmal verliert der FCA in den Schlussminuten und muss dem Gegner beim jubeln zusehen. (Foto: Valterio D'Arcangelo)

Zum Auftakt in die Rückrunde empfing der FC Augsburg mit Fortuna Düsseldorf einen direkten Konkurrenten im Abstiegskampf. Zunächst kamen die Fuggerstädter besser ins Spiel, konnten allerdings nichts Zählbares aus ihren Spielanteilen machen. Die Gäste wachten auf und überraschten den FCA mit einem Treffer direkt vor der Halbzeitpause. Mit einem Freistoßtor gelang es den Hausherren auszugleichen und es entwickelte sich ein offenes, wenn auch nicht sehenswertes Spiel. Der FCA wollte in der Schlussphase zu viel und fing sich ein spätes Kontertor zum 1:2-Endstand ein.

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Die Vorbereitung auf die Rückrunde hat sich der FCA mit Sicherheit anders vorgestellt. Die Winterpause, die der FC Augsburg dazu nutzen wollte, um Fehler aus der Hinrunde abzustellen und sich auf den Abstiegskampf vorzubereiten, war überschattet von der Personalie Caiuby. Der Brasilianer ist erneut der Mannschaft in der Vorbereitung fern geblieben. Außerdem spricht die Verpflichtung des 21-jährigen Torhüters Gregor Kobel von Liga-Konkurrent TSG 1899 Hoffenheim bis Saisonende nicht gerade für das Vertrauen der FCA-Verantwortlichen in Andreas Luthe, die derzeitige Nummer 1. Am Samstagmorgen habe er erfahren, dass er gegen Düsseldorf im Tor stehen werde, erklärte Kobel.

Der schweizer Torhüter war nur eine von fünf Veränderungen im Vergleich zum Spiel gegen den VfL Wolfsburg. Jeffrey Gouweleeuw und Konstantinos Stafylidis mussten angeschlagen passen, Rani Khedira durfte wegen seiner fünften gelben Karte nur zusehen und Ja-Cheol Koo ist derzeit im Asien-Cup unterwegs. Marco Richter musste zudem auf der Bank Platz nehmen. FCA-Trainer Manuel Baum ließ für sie Jan Moravek, Martin Hinteregger, Philipp Max, Raphael Framberger und André Hahn spielen.

Die Augsburger hatten in den ersten 30 Minuten mehr vom Spiel und durch einen Schuss von Daniel Baier, der nur an den Pfosten knallte, auch eine gute Möglichkeit in Führung zu gehen. Fortuna Düsseldorf kam nach und nach besser in die Partie und konnte die Hausherren in der 45. Spielminute mit dem 1:0 durch Marvin Duksch überraschen. Baum verglich das Tor mit dem späten Gegentreffer gegen Wolfsburg. Seine Spieler störten den gegnerischen Torhüter nicht ausreichend, so dass dieser das Spiel mit einem langen Ball schnell machen konnte und die Verteidigung noch unsortiert war.

In der zweiten Halbzeit brachten beide Mannschaften zunächst nicht viel zu Stande. In der 64. Spielminute bekam der FCA jedoch einen Freistoß aus vielversprechender Position zugesprochen. Von halbrechts trat Jonathan Schmid das Leder direkt aufs Tor. Fortuna-Schlussmann Michael Rensing, der offenbar mit einer Flanke rechnete, konnte den Ball erst hinter der Linie fassen. Der Unparteiische Christian Dingert zögerte nicht und gab den Treffer zum 1:1-Ausgleich.

Spätes Gegentor kostet wichtige Punkte

In der Schlussphase spielte der FCA zunehmend aggressiver und wollte sich den Sieg sichern. Doch einmal mehr war es ein schneller Gegenzug, bei dem die Augsburger Abwehr überrumpelt wurde. Düsseldorfs Benito Raman schoss in der 90. Minute den Siegtreffer der Gäste zum 2:1.

FCA-Kapitän Baier fehlten nach Abpfiff die Worte und Hahn bezeichnete die Gegentore als „dumm und naiv“. „Wir wussten, dass sie schnelle Spieler haben und wurden trotzdem ausgekontert“, ärgert sich der 28-Jährige. Trainer Baum zeigte sich sichtlich genervt: „Es darf nicht passieren, dass die Viererkette so früh aufgelöst wird“.

Düsseldorf hat nun schon sechs Zähler Vorsprung auf den FCA. Glück für die Augsburger, dass die Konkurrenz im Abstiegskampf ebenso verlor. Der VfB Stuttgart unterlag dem FSV Mainz 05 mit 2:3 und Hannover 96 verlor mit 0:1 gegen den SV Werder Bremen.
Nächsten Samstag muss der FC Augsburg auswärts in Mönchengladbach ran.
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