Dolomiten Cup: Rekord für die Augsburger Panther

Gelungene Premiere: Die Panther haben sich den vierten Turniererfolg beim 13. Dolomitencup geholt und sind nun Rekordsieger in Südtirol. Fotos: George Stadler
 
Grund zum Jubeln hatten die Augsburger Fans bei den beiden Siegen gegen den HC Bozen Foxes und den EV Zug allemal.

Zum vierten Mal und damit öfter als alle anderen Gewinner des Dolomiten Cups holt sich der AEV den Pokal in Neumarkt / Südtirol. Jeweils über 500 mitgereiste Augsburger feierten die Siege gegen den HC Bozen Foxes im Halbfinale und den EV Zug im Finale.

Halbfinale: 3:0 gegen das "Heimteam" Bozen

Am Freitag war der Überraschungsmeister aus der EBEL - nach gerade noch geschaffter Playoff-Qualifikation Sieg im siebten Finalspiel gegen RB Salzburg - ein dankbarer Gegner, der Mike Stewart seine Special Teams üben ließ. Und das funktionierte nach nur einer Woche Training überragend: Ein Powerplay zum Einspielen, beim zweiten schepperte es im Bozner Kasten, Brady Lamb fand die Lücke durchs Spielerknäuel vor Goalie Irving. Jetzt bekam Bozen diverse Überzahlmöglichkeiten zugesprochen, die Augsburgs konzentrierte Abwehr und Torhüter Markus Keller jedoch allesamt vereiteln konnte. Bei fünf gegen fünf war Augsburg überlegen und folgerichtig fiel der zweite Treffer: Sahir Gill passte von hinter dem Tor auf Adam Payerl, ansatzloser Direktschuss - Tor! Auch die Neuzugänge funktionieren wie gewünscht.

Den Sack zu machte dann mit Drew LeBlanc, ein altgedienter Held, der Irving mit einem Schuss unter den Arm düpierte.

Der AEV konnte also beruhigt am Samstag den Gegner studieren - im zweiten Halbfinale am Samstag setzte sich der EV Zug mit 2:1 gegen die DEG durch.         

Finale: 5:1 gegen Vorjahressieger EV Zug

Das "Scouting" sollte sich auszahlen, denn nur in der Anfangsphase hatte Zug etwas mehr vom Spiel, dann regierten die Panther in Alto Adige. Konnten die Schweizer Düsseldorf noch mit Speed und Härte niederringen, so versagten diese Tugenden gegen Augsburg: Der AEV war zu schnell um mit Checks am Spielaufbau gehindert zu werden und konnte sich durch konsequentes und erfolgreiches Forechecking immer wieder vor Goalie Aeschlimann festsetzen. Zwangsläufig fiel der erste Treffer, Payerl passte von hinterm vors Tor, wo Matt White den Puck erwartete und direkt vollendete.

Wie am Vorabend entschied ein später Treffer im ersten Drittel die Partie. Gegen die DEG gelang Zug nach einem Turnover der 2:1-Siegtreffer, gegen Augsburg waren sie selbst ein spätes Opfer: ein spektakulärer Bogenlampen-Pass von White landete bei Payerl, der 2,7 Sekunden vor der Sirene fast wie bei einem Penalty Zugs Goalie verlud.
 
Im Mitteldrittel egalisierten sich die beiden Teams weitgehend, bis zwei Minuten vor dem Ende Augsburgs vierte Reihe ins Geschehen eingriff: Hans Detsch fuhr rechts ins Drittel, Stieler vor ihm bekam die Scheibe und versenkte den Puck mit der Rückhand unter die Latte - wieder ein sehr schönes Tor und die Erkenntnis, dass auch die Arbeiter im Team skoren können.

Der Vorsprung nahm damit beruhigende Ausmaße an, und nach dem Überstehen einer weiteren Drangphase der Zuger zu Beginn des Schlussabschnitts machten Schmölz, Hafenrichter und LeBlanc den Deckel drauf: Weiter Pass von Schmölz auf Hafenrichter, der drei Zuger auf sich zieht, ins Drittel spurtet und den Puck zum freien LeBlanc passen kann. Allein vor Aeschlimann lässt er diesem keine Chance und es steht 4:0 nach 48 Minuten.

Ein letztes Aufbäumen des EVZ beginnt in Überzahl, und am Ende der zwei Minuten kann Zehndner einen x-ten Rebound an Olivier Roy vorbei schieben. Sechs Minuten vor dem Ende - wieder Powerplay für die Schweizer - versuchen sie es erstmals ohne Goalie, doch der AEV lässt sich den Schinken nicht mehr vom Vinschgerl nehmen, verhindert den Zug zum Tor und entscheidet das Spiel endgültig mit einem Schuss ins verlassene Gehäuse: Daniel Schmölz wird dafür von den 500 AEV-Fans gefeiert, Hans Detsch für einen gewonnenen Faustkampf, Adam Payerl als bester Spieler des Finals und Steffen Tölzer für seine weisen Worte vor der Pokalübergabe: "Der Dolomitencup ist unser Europapokal und unsere Fans sind die besten der Welt!" - gleich darauf wandert der Gewinner-Schinken in die Kurve.

Der EV Zug wurde mit seinen eigenen Waffen geschlagen: sehr gutes Penaltykilling, mehr als solide Abwehrarbeit und vorn Geschwindigkeit, Präzision und ein wenig Härte. Nächstes Jahr gerne wieder!
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