Erster Heimsieg: AEV demontiert Wolfsburg mit 6:0

Panther-Goalie Olivier Roy mit seinem ersten Shutout beim 6:0 Erfolg gegen die Grizzlys Wolfsburg. (Foto: George Stadler)

Nach einer halben Odyssee mit fünf Auswärtsspielen in Folge waren die Panther am Sonntagabend wieder zurück im heimischen Curt-Frenzel-Stadion. Und die Panther können auch Heimsieg. Und wie: Ergebnis 6:0, Shutout für Olivier Roy, zwei Überzahltreffer und ein spektakulär gewonnener Faustkampf von Adam Payerl: Eishockeyherz was willst du mehr!

Nach seiner hervorragender Leistung in Straubing (Freitag) durfte wieder Olivier Roy im Tor der Panther ran. Ansonsten musste Trainer Mike Stewart auf 4 Spieler verzichten. Den Langzeitverletzten Steffen Tölzer, Henry Haase und T.J. Trevelyan gesellte sich noch Sahir Gill hinzu. Die Gäste aus Wolfsburg befinden sich gegenwärtig auf dem vorletzten Tabellenplatz wieder. Der Umbruch, nachdem der langjährige Trainer Pavel Gross zum Ligakonkurrenten Adler Mannheim gewechselt hat, dauert wohl noch an.

Bilder zum Spiel Augsburger Panther - Wolfsburg Grizzlys
1. Drittel

Die Panther begannen wie die Feuerwehr: das erste Tor fiel bereits in der 2. Spielminute. Mit einem sehenswertem Solo brachte Mat White die Augsburger Panther mit 1:0 in Führung. Den Assist steuerte Topscorer Simon Sezemsky bei. In der 6. Spielminute konnten die bis dato dominanten Panther ihren Vorsprung weiter ausbauen. Dem Treffer zum 2:0, durch Topscorer Simon Sezemsky, ging ein klasse Zuspiel von Drew LeBlanc, der scharf in den Slot passte, voraus. Und Sezemskys präzise Schusstechnik sollte ja mittlerweile bekannt sein. Lichterloh brannte es in der 12. Minute vor dem Tor von Roy, der mit sensationellen Reflexen und ein wenig Dusel den Wolfsburger Anschlusstreffer verhindern konnte. Dieser Aktion ging ein Foul von Arvids Rekis voraus, der wegen Stockschlag das Eis kurzfristig verlassen musste.
Ein Wechselfehler der Panther eröffnete eine weitere Überzahlmöglichkeit für die Nordlichter (18.), aber die Grizzlys waren wohl in Vorbereitung auf den Winterschlaf. Der AEV hingegen verteidigte hochkonzentriert und sehr aufgeräumt, nicht nur in Unterzahl.

2. Drittel

Auch im Mittelabschnitt kamen die Hausherren mit viel Dampf aus der Kabine. Ein Hoher Stock gegen David Stieler brachte de AEV das erste Überzahlspiel (25. Björn Krupp ). Dieses war bemüht und erfolglos, hier befindet man sich ja noch generell in der Aufbauphase. Die beste Möglichkeit gab es im Anschluss an die Strafe, doch Sezemskys Pass in den Slot konnte vom heranstürmendem Mitspieler nicht verwertet werden. Zwischenzeitlich begab sich LeBlanc wegen Haltens in die Kühlbox (28.). Mat White hatte die Chance auf den Shorthander, aber Gerald Kuhn im Tor der Nordlichter machte die Schotten dicht. Auch diese Penaltykilling konnten die Panther torlos halten. Es folgten Chancen im Minutentakt für die Panther, aber selbst eine doppelte Überzahl für eine knappe Minute führte nicht zu einem Torerfolg (33., Wurm Armin, Crosscheck., 34. Cole Cassels, Hoher Stock). Mit der zweiten Kleine Bankstrafe wegen „Spielens mit zu vielen Feldspielern“ machten sich Die Panther das Leben unnötig schwer, aber so hanebüchen das Überzahlspiel bis dato war, um so besser war das Unterzahlspiel. Mit 2:0 ging es für den AEV in Kabine.

3. Drittel

Die Geschwindigkeit und Intensität der ersten beiden Drittel konnten die Panther zu Beginn des Abschlussdrittels nicht mehr ganz aufrecht halten. Aber ihr Gegenüber konnte daraus kein Kapital schlagen. In der 49. Minute durften sich die Panther wieder in Überzahl versuchen, Daniel Spaare musste wegen Stockschlag in die Kühlbox, das Erfolgserlebnis blieb aus.
Ein feiner Puckklau von Thomas Holzmann an der Blauen Linie brachte das vorentscheidende 3:0 und zugleich den ersten Saisontreffer für Woody. Weiter ging es mit Beinstellen (Spencer Machacek, 53.) und dies Überzahl brachte schließlich den lang ersehnten Powerplay-Treffer: Patrick MacNeill per Schlagschuss zum 4:0. Und dann gab es noch eine Lehrstunde in Sachen Boxkampf für den Ex-Augsburger Jeff Likens, der ganz böse von Adam Payerl vermöbelt wurde (je Spieler gab es 2 plus 2 plus10 Minuten Strafe). Da Wolfsburg noch eine weitere Strafe bekam durfte MacNeill gleich nochmal einen Überzahltreffer erzielen: 5:0. In der 58. Minute wurde es nochmals laut im CFS: Daniel Schmölz zum 6:0 Endstand.
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