FC Augsburg mit erstem Auswärtssieg der Saison

Mann des Spiels: Koubek hält zum zweiten Mal seinen Kasten sauber und hält ausserdem einen Elfmeter (Foto: Alexander Heinle)
 
Mit einem Traumfreistoß schoß Max den einzigen Treffer des Spiels (Foto: Alexander Heinle)

Im Kellerduell zwischen FC Augsburg und Paderborn entschied ein Traumfreistoß-Tor von Max in der 42. Minute das Spiel. Den deutlich besseren Start hatte Paderborn, die bereits in der 7. Minute die große Chance zur Führung hatten. Doch den fälligen Strafstoß konnte FCA-Keeper Koubek entschärfen. Nach der starken Anfangsphase der Gastgeber konnten sich die Fuggerstädter befreien und gingen Ende der ersten Halbzeit in Führung. Trotz einer Drangphase Mitte der zweiten Halbzeit konnte der FCA den knappen Vorsprung halten und den ersten Auswärtssieg der Saison feiern.

Trainer Martin Schmidt nahm nach der unglücklichen Heimspielpleite gegen Schalke 04 nur eine Änderung an seiner Startformation vor. Für Routinier Lichtensteiner rückte Framberger in die Startelf.

Hingegen wechselte Paderborns Coach Steffen Baumgart im Vergleich zur 0:3 Niederlage in Hoffenheim viermal aus. Jans, Gjasula, Pröger und Mamba durften für Dräger, Oliveira Souza, Antwi-Adjei und Zolinski starten.

Bereits vor dem Spiel war Trainer Martin Schmidt durch die jüngsten Ergebnisse unter Druck geraten, denn seit sechs Bundesliga-Spielen wartete der FCA auf einen Sieg. Umso mehr war dem Trainer bewusst, dass das Spiel gegen Paderborn sehr intensiv sein würde. „Es wird ein Spiel um den Klassenerhalt“. Auch Trainer Baumgart, der zusammen mit der Mannschaft bei Spielbeginn mit einer Choreographie geehrt wurde, wusste, dass heute drei Punkte sehr wichtig wären.

Koubek hält Elfmeter

Nach der Gedenkminute an den Todestag von Robert Enke vor zehn Jahren, der unter Depressionen gelitten hatte und Suizid begann, legte der SC Paderborn ohne großes Taktikgeplänkel los. Das Schlusslicht der Bundesliga hätte einen perfekten Start bereits nach sieben Minuten hinlegen können, als nach einem Zweikampf an der Strafraumgrenze zwischen Framberger und Mamba der Unparteiische auf Strafstoß entschied. Trotz Überprüfung der Szene durch den Videoschiedsrichter blieb die Entscheidung stehen. Am Elfmeterpunkt trat Kapitän Gjasula an, der jedoch den Elfmeter schwach und unplatziert schoss. Der bis vor kurzem noch stark kritisierte Keeper der Augsburger, Koubek, erahnte die Ecke und parierte den Schuss.
Trotz des Rückschlags steckte Paderborn nicht auf und machte gegen tiefstehende Fuggerstädter weiter Druck. Daraus resultierte eine weitere Chance in der 12. Minute als nach einem Pass von Holtmann Stürmer Mamba frei vor Keeper Koubek auftauchte. Dieser verstolperte aber alleine vor dem Augsburger Keeper den Ball ehe die Abwehr den Ball klären konnte. Trotz wackliger Anfangsphase schaffte es der FCA irgendwie unbeschadet davonzukommen. Dabei war Keeper Koubek ein starker Rückhalt der Mannschaft, denn die Innenverteidigung um Jedvaj und Uduokhai offenbarte an diesem Samstagnachmittag einige Schwächen.

Max mit Traumfreistoß

Nach einer halben Stunde konnte sich der FCA immer mehr vom Druck der Ostwestfalen befreien und kam schließlich selber zu einigen Chancen. Obwohl das Spiel definitiv nicht erstklassig war, versuchten beide Mannschaften mit viel Kampf und Laufbereitschaft die technischen Defizite wettzumachen. Die ersten Chancen für die Schwaben hatte Niederlechner in der 30. Minute, doch seine Direktabnahme nach einer Flanke von Max landete genau in den Armen von SCP-Keeper Zingerle. Nur eine Minute später hatte Niederlechner schon die nächste Chance zur Führung, als sich nach einem Fehlpass im Aufbauspiel der Gastgeber eine Kontersituation ergab. Trotz Überzahlsituation verzog der Stürmer aus aussichtsreicher Position.

Der FC Augsburg wurde ab der 30. Minute immer besser, scheiterte aber zunächst noch an sich selbst. In der 38. Minute hatte Vargas die nächste Überzahlsituation, aber auch er verzog seinen Abschluss vollkommen. Zu diesem Zeitpunkt wäre eine Führung nicht unverdient gewesen. Und tatsächlich war es in der 41. Minute so weit. Nach einem Freistoß von Max aus knapp 25 Metern schlug der Ball unhaltbar oben rechts im Torwinkel ein. Ein perfekt ausgeführter Freistoß, trotzdem protestierten die Gastgeber lautstark, da sich Niederlechner während der Ausführung des Freistoßes angeblich zu nahe an der Mauer befand. Die neue Regelung, die ab diesem Jahr gilt, besagt, dass sich kein Spieler der gegnerischen Mannschaft in der Nähe der Mauer aufhalten darf. Obwohl sich Niederlechner sehr nah an der Mauer befand, kam es zu keiner Überprüfung durch den Videoschiedsrichter. Der Treffer zählte und mit diesem knappen Vorsprung ging es zur Pause.

FCA verteidigt Vorsprung über die Zeit

Auch nach dem Seitenwechsel kam der FCA besser ins Spiel und zwar mit dem besten Angriff des Spiels. In der 53. Minute nahm Kapitän Baier viel Tempo aus dem Mittelfeld mit. Mit einem Heber bediente er Stürmer Finnbogason, der den Ball auf Vargas ablegte. Diesmal traf der Schweizer Spieler den Ball deutlich besser als in der ersten Halbzeit und schloss volley ab. Den Aufsetzer konnte Zingerle schlussendlich über die Latte lenken. Paderborn schien zunächst von so viel Elan des FCA beeindruckt zu sein und unternahm zunächst in der Offensive nichts. Viel spielte sich weit weg vom Augsburger Tor ab. So zum Beispiel der einzig noch gefährliche Abschluss von Richter (62.).
Ab der 60. Minute nach der Einwechslung von Michel für Gjasula kippte das Spiel zu Gunsten der Gastgeber. Doch Keeper Koubek war heute einfach nicht zu bezwingen. Sowohl den Freistoß von Sabriri (69.) als auch der Abschluss von Michel per Aufsetzer (71.) wurden von Koubek souverän entschärft. Ab der 75. Minute war bei beiden Mannschaften die Luft raus. Der Rasen wurde immer tiefer und die Zuspiele ungenau. Der FCA vergab die eine oder andere aussichtsreiche Konterchance und der SCP schaffte es auch nicht mehr wirklich, Druck auf Koubek aufzubauen und letztendlich konnte der FCA einen ungefährdeten Sieg einfangen.
Mit dem ersten Auswärtssieg der Saison machte der FCA einen kleinen Sprung in der Tabelle und verlässt zumindest vorübergehenden die Abstiegsplätze. Paderborn hingegen bleibt Schlusslicht und verpasst den Anschluss an die Nichtabstiegsplätze.

Nach der Länderspielpause geht es für Augsburg am Sonntagnachmittag gegen Hertha daheim weiter. Für Paderborn steht das schwere Auswärtsspiel in Dortmund an.
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