FC Augsburg mit Punktgewinn gegen den FC Bayern

(Foto: Florian Kemp ds Silva)

Dank je eines Treffers in der ersten Minute und der letzten Spielminute durch Marco Richter, der bereits nach 28 Sekunden zur 1:0 Führung traf, und Alfred Finnbogason kurz vor dem Abpfiff, sowie einer couragierten Mannschaftsleistung sicherte sich der FC Augsburg einen Punkt im Heimspiel gegen den großen Favoriten FC Bayern München. Die Bayern verpassten es nach dem Ausgleich durch Lewandowski (14. Minute) und dem Führungstreffer durch Serge Gnabry (49. Minute), das entscheidende 1:3 zu machen und ermöglichten so den Augsburgern den wohlverdienten Ausgleich.

Nach der 1:5-Klatsche in Gladbach wechselte Augsburgs Coach Martin Schmidt auf zwei Positionen: Gregoritsch (Schwellung am Fußgelenk) und Hahn (Bank) mussten für Oxford und Richter weichen. Und Marco Richter war es, der bereits nach 28 Sekunden per Volleyschuss die frühe Augsburger Führung erzielte. Bedient wurde er per Kopf von Ersatzkapitän Khedira. In der 9. Minute hatte der U21-Nationalspieler Richter die 2:0-Führung auf dem Fuß. Sein Schuss ging jedoch knapp neben das Tor. In dieser Szene verletzte sich auch Bayerns Abwehrspieler Niklas Süle in einem Luftzweikampf mit Niederlechner. Für den Bayernspieler ging es danach nicht mehr weiter. Für ihn kam David Alaba.

Zur Bildergalerie des Spiels.

Dann aber schlugen die Favoriten aus der Landeshauptstadt zurück: Nach einer Gnabry-Flanke stieg Lewandowski hoch und köpfte zum 1:1 ein (14. Minute). Lewandowski hatte bisher in jedem Bundesligaspiel der Saison getroffen und mit seinem insgesamt 12. Treffer Aubameyangs Start-Rekord eingestellt. Im Gegensatz zu den letzten Spielen agierte die Schmidt-Elf deutlich defensiver, setzte aber durch Niederlechner (19.) und Richter (44./45.) diverse Nadelstiche gegen die nicht immer sattelfeste Bayern-Abwehr. Da auch die Bayern zahlreiche Chancen durch Lewandowski (27.), Thiago (34./40.) und Gnabry (34. und 39.) verbuchten, bekamen die 30.660 Zuschauer in der ausverkaufen WWk-Arena eine packende Partie geboten.

Gnabry - der neue Robben

Nach dem Seitenwechsel zog Gnabry in Robben-Manier von rechts ins Zentrum und schloss mit dem linken Fuß zum 2:1 für den FC Bayern (49.) ab. Die Bayern erhöhten in dieser Phase den Druck und drängten auf die Entscheidung. Coutinho (51. und 52.), Coman (54.), Lewandowski (58.), und Serge Gnabry (60. und 67.) ließen gute Chancen liegen oder scheiterten am heute gut aufgelegten Koubek.

FinnTORgason

Mit zunehmender Spielzeit ließ der Münchner Angriffswirbel nach und der FC Augsburg konnte sich wieder etwas Luft verschaffen. Zuerst scheiterte Philipp Max in der 88. Minute noch an Nationalkeeper Manuel Neuer. Eine Minute vor Schluss markierte der eingewechselte Finnbogason nach starker Vorarbeit des ebenfalls eingewechselten Cordova den 2:2 Endstand.

Mölders gab die Marschroute vor

Sascha Mölders, der mit seinem Tor für den ersten Bundesligasieg gegen den FC Bayern München gesorgt und unter der Woche seine Karriere beendet hatte, sagte in einem Interview „willst du gegen die Bayern gewinnen brauchst Du Glück und einen guten Keeper“. Auch wenn es heute nur zu einem Punktgewinn gereicht hat, hatte der FC Augsburg heute mehrfach das Glück des Tüchtigen und einen glänzend aufgelegten Koubek auf seiner Seite. Ein glückliches Händchen bewies auch Trainer Martin Schmid, dessen Hereinnahmen Sergio Cordova und Alfred Finnbogason in Co-Produktion den am Ende verdienten Ausgleich erzielten.

So gut der Punktgewinn auch für die geschundene Augsburger Fußballseele war, entscheidend für den Klassenerhalt werden jedoch Siege gegen die direkten Konkurrenten aus Mainz, Köln, Düsseldorf, Paderborn und Berlin sein.
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.