FC Augsburg: Pokal-Aus in der ersten Runde gegen Regionalligisten

Auf den Mannschaftsfoto lief es noch bestens anders sah es heute auf den Platz beim Pokalaus in Verl aus. Ob der jetzige Kader bundesligatauglich ist? (Foto: Alexander Heinle)

In der ersten Runde des DFB- Pokals musste der FC Augsburg nach Nordrhein-Westfalen zum Regionalligisten SC Verl. Den besseren Start erwischte in der ersten Halbzeit der SC Verl der bereits nach 8 Minuten durch ein Eigentor von Suchy verdient in Führung ging. Wenig später legte der SC Verl nach und erhöhte auf 2-0 durch Schallenberg. Vorausgegangen war aber eine Abseitsstellung von Stürmer Yildirim, die nicht geahndet wurde. Trotz mehrerer hochkarätiger Chancen für die Fuggerstädter ging es mit einem 2-0 Rückstand in die Kabine. Trotz großer Bemühungen gelang dem FCA nur per Strafstoß durch Andre Hahn in der 83. Minute der Anschlusstreffer und somit war die Überraschung perfekt.

Trainer Martin Schmid setzte in seiner Startelf gleich auf fünf Neuzugänge. Tomas Koubek Niederlechner, Pedersen, Suchy und Gruezo durften von Anfang an ran, während Iago (Reha nach Meniskus-Verletzung) und Vargas (Fußprellung) verletzungsbedingt ausfielen, außerdem befinden sich Cordova, Finnbogason, Framberger, Gouweleeuw, Max und Moravek noch im Aufbautraining.

Der FCA Trainer hatte vor dem Spiel gewarnt und gesagt: “Wir müssen voll konzentriert an das Spiel rangehen und uns der Aufgabe annehmen“. Doch scheinbar hatten die Spieler die Ansprache des Trainers nicht verstanden.

SC Verl schockt den FCA früh

Der FC Augsburg begann pomadig und schwach die erste Halbzeit und verpennte die ersten 20 Minuten komplett. Bereits nach 8 Minuten hätte der SC Verl, die engagiert, laufstark und zielstrebig begannen, führen müssen. Doch das Tor von Langesberg nach einer Standardaktion wurde wegen einer vermeintlichen Abseitsaktion aberkannt. Der FC Augsburg erkannte die ersten Warnzeichen nicht und versuchte durch Ballbesitz das Spiel zu beruhigen. Auffällig waren vor allem die vielen Abstimmungsfehler zwischen den zwei Innenverteidigern Suchy und Rückkehrer Rieder, der durch den überraschenden Abgang von Danso zum FC Southampton in die Startelf rückte. Folgerichtig war auch die Führung für den SC Verl. Ein steiler Pass von Schallenberg schickte Haeder alleine auf FCA-Keeper Koubek. Der Stürmer vom SC Verl versuchte den herausstürmenden FCA Keeper zu überlupfen. Der FCA-Neuzugang hielt stark mit einer Hand, jedoch fiel der Abpraller auf den unglücklichen Suchy, der nicht mehr ausweichen konnte und die Kugel unabsichtlich ins eigene Tor bugsierte.

Der FC Augsburg versuchte nach dem Rückstand zu reagieren und kam tatsächlich in der 20. Minute zu einer ersten Chance als Richter völlig alleine im Strafraum war. Doch sein Versuch aus wenigen Metern per Scherenschlag misslang völlig. Dies sollte aber nur ein Strohfeuer sein, denn kurz danach erhöhte Schallenberg nach einer sehenswerten Kombination, wobei der SC Verl nach Belieben im Strafraum des FC Augsburg kombinieren durfte. Dennoch hätte das Tor nicht zählen dürfen, da sich Yildirim kurz zuvor im Abseits befunden hatte.

FCA mit zwei Riesenchancen vor der Halbzeit

Nach dem doppelten Rückstand begann Augsburg offensiver zu agieren und zeigte eine Reaktion. In der 30. Minute verbuchte Augsburg seinen ersten Schuss auf das Tor von Keeper Brüseke. Der Torhüter vom SC Verl konnte einen abgefälschten Schuss des bis dahin unauffälligen Österreichers Gregoritsch aus dem Winkel kratzen. Der bis dahin untätige Schlussmann des SC Verl sollte die nächsten Minuten des Öfteren im Fokus stehen. In der 40. Minute war Hahn der Abwehr des SC Verl davongeeilt, scheiterte aber an Brüseke, der per Fußabwehr rettete. Kurz vor Ende der ersten Halbzeit war der Keeper wieder zur Stelle. Diesmal scheiterte Niederlechner in einer Eins-gegen-eins-Situation aus spitzem Winkel. Der FC Augsburg hatte kurz vor der Pause somit die Chance zumindest den Rückstand zu verkürzen, scheiterte aber zweimal am überragenden Keeper. Zur Pause ging es mit einem 2-0 Rückstand.

SC Verl zunächst besser


Auch in der zweiten Halbzeit kam der SC Verl besser aus der Kabine. Torhüter Koubek wurde das eine oder andere Mal geprüft und zeigte warum der FC Augsburg so viel Geld für ihn in die Hand genommen hat. In der 49. Minute eine strittige Szene. SC-Verl-Spieler Hecker kam im Strafraum nach einem Kontakt mit Suchy zu Fall, doch Schiedsrichter Martin Thomsen ließ weiterspielen. Kurz danach nochmal eine strittige Szene Torwart Koubek fällte weit vor seinem Tor Stürmer Hecker. Viele SC-Verl-Fans fordern die rote Karte. Jedoch entschied sich der Referee für Freistoß für den FCA, da Hecker wohl mit dem Oberarm noch am Ball war, bevor er von Koubek getroffen wurde. In der 67. Minute nahm FCA-Trainer Schmid einen Doppelwechsel vor. Für Gregoritsch und Pedersen kamen Khedira und Jensen. Doch die Riesenchance um das Spiel endgültig zu entscheiden, hatte Janjic auf dem Fuß, als er aus spitzem Winkel an einer tollen Reaktion von Koubek scheiterte (82.).

Hahn macht FCA-Fans Hoffnung

Fast im Gegenzug konnte Augsburg den Abstand verkürzen. Hahn setzte sich rechts stark gegen Ritzka durch und wurde beim Abschlussversuch regelwidrig zu Fall gebracht. Der Gefoulte trat selber an und verwandelte sicher in der 83. Minute. Jetzt schwanden allmählich die Kräfte des Regionalligisten und der FCA erhöhte den Druck. Doch die Zeit rannte den Fuggerstädtern weg. Mit der Einwechslung von Schieber versuchte Trainer Schmid nochmal alles. Und beinahe hätte der FCA in der Nachspielzeit den Ausgleich erzielt. Ritzka klärte einen Schuss von Schieber auf der Linie für den bereits geschlagenen Keeper Brüseke, der den Ball nach einer Ecke zu kurz geklärt hatte. Kurz danach war Schluss und die Sensation perfekt.

Der Regionalligist schlägt verdientermaßen den Bundesligisten und wirft ihn aus dem DFB Pokal. Trainer Schmid erwartet sehr viel Arbeit, denn der Regionalligist offenbarte beträchtliche Schwächen des FCA vor allem in der sehr unsicheren Abwehr. Die Viererkette stellte sich als Schwachpunkt dar und keiner der Feldspieler konnte heute überzeugen. Insgesamt war es ein sehr schwaches Spiel des FCA, obwohl die Ergebnisse und Spielweise in den Vorbereitung auf etwas anderes hatte hoffen lassen. Allein Keeper Koubek konnte überzeugen, dank ihm blieb das Spiel bis zum Schluss spannend.

Für den FCA geht es in der Bundesliga am ersten Spieltag nach Dortmund mit hoffentlich besseren Ausgang.
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