FC Augsburg verliert (erneut) gegen Leverkusen

(Foto: Valterio D'Arcangelo)
 
(Foto: Valterio D'Arcangelo)

Auch im 19. Spiel gegen Angstgegner Bayer 04 Leverkusen gelang dem FC Augsburg nicht der erhoffte erste Sieg. Das Eigentor von Florian Niederlechner (35.) sowie die weiteren Leverkusener Tore durch Kevin Volland (76.) und Kai Havertz (84.) besiegelten die deutliche 0:3 Heimniederlage, bei der das Team von Martin Schmidt zwar gut spielte, aber dennoch chancenlos war. Zu gut brachte Leverkusen am heutigen Samstag seine spielerische Überlegenheit auf den Rasen.

Und zweimal jährlich grüßen die Leverkusener Murmeltiere aus Nordrhein-Westfalen. Dabei geht es den Verantwortlichen und Anhängern des FCA langsam ähnlich wie Phil Connors, dem von Bill Murray im Film „Und täglich grüßt das Murmeltier“ gespielten Wettermann aus Pittsburgh, der in einer Zeitschleife gefangen über ein in der Kleinstadt Punxsutawney, im US Bundesstaat Pennsylvania, stattfindendes Ritual berichten soll. Egal was der FCA auch verändert hat, am Ende grüßte immer lächelnd das Murmeltier mit dem Bayerkreuz. So bissen sich unter anderem die FCA Trainer Luhukay, Weinzierl, Baum und nun auch Schmidt an diesen Leverkusenern die Zähne aus. Auch am Personalrad wurde diesmal kräftig gedreht, so fanden sich Daniel Baier und Jan Moravek ebenso wie Andre Hahn auf der Bank wieder. Dafür feierte der zu Beginn der Saison neu gekommene Brasilianer Iago sein Startelfdebüt. Während Phil Connors, brillant gespielt von Bill Murray, durch Verbesserung seiner Selbst am Ende sein Happy End und seine große Liebe Rita fand, blieb dem FCA das Happy End bisher verwehrt. Dieser Selbst-Verbesserung bedarf es beim Team von Augsburgs Trainer Martin Schmidt dringend, wenn auch der FCA den Leverkusen-Fluch überwinden will.

Alle Bilder zum Spiel!

Gut gespielt – aber chancenlos

Die erste Hälfte zeigte zumeist den zu erwartenden Verlauf. Leverkusen übernahm die Kontrolle und versuchte über den eigenen Ballbesitz zum Erfolg zu kommen. Die erste Chance hatte in der 6. Minute Kevin Volland, der FCA-Schlussmann Koubek erstmals prüfte. Kurz zuvor hatte Niederlechner auf der anderen Seite verzogen. Die Bayer-Elf tat sich jedoch schwer gegen die kompakte Augsburger Defensive. Wie von Trainer Martin Schmidt geplant attackierten die Augsburger früh und setzten den Gegner bereits in der eigenen Hälfte unter Druck – versäumten es jedoch daraus Kapital zu schlagen. Im Spielverlauf arbeitete sich die Werkself immer weiter in Richtung Augsburg-Kasten vor. Die nächste Duftmarke in Richtung Augsburger Tor setze der starke Amiri. Sein Schuss aus 16 Metern verfehlte den rechten Pfosten (21.) jedoch deutlich. In der Folge erhöhte Bayer den Druck. Koubek hatte nun Gelegenheit sich auszuzeichnen und war zweimal gegen Alario zur Stelle (32. und 33.). In der 35. Minute war Koubek jedoch chancenlos: Amiri flankte von links scharf vor den Kasten der Hausherren, Niederlechner rauschte heran um zu klären und versenkte stattdessen die Kugel ins eigene Tor. Je mehr die Gäste den Druck erhöhten, desto weniger Entlastungsangriffe gab es auf Seiten des FCA. Folgerichtig blieben die Augsburger im ersten Durchgang ohne echte Torchance.

Augsburg macht Druck, Leverkusen die Tore

Direkt nach Wiederanpfiff gab Khedira ein erstes Augsburger Lebenszeichen ab, sein Schuss nach dem Einwurf von Max wurde jedoch geblockt (47.). Fünf Minuten später läutete Vargas einen vielversprechenden Konter ein, der finale Pass auf Finnbogason geriet aber zu ungenau. Leverkusen hatte auch in dieser Phase mehr Spielanteile, 70,91 Prozent Ballbesitz im gesamten Spielverlauf, und hätte nach 58 Minuten nachlegen können, Uduokhai klärte jedoch den Kopfball von Havertz.
FCA-Coach Schmidt – noch voller Optimismus gegenüber dem Leverkusen-Fluch - brachte Schieber für Finnbogason. Schieber machte sich offensiv sofort bemerkbar. Seinen Drop-kick lenkte Leverkusens Schlussmann Hradecky über den Querbalken (71.). Angespornt von Trainer Martin Schmidt bemühten sich die Hausherren um den Ausgleich, mussten aber den zweiten Treffer hinnehmen: Die verunglückte Flanke von Kai Havertz landete bei Volland, dieser lupfte die Kugel über den herausgeeilten Torhüter Koubek und traf aus 30 Metern ins leere Tor (76.).
Sechs Minuten vor Schluss machte Havertz den Deckel drauf, er musste nach Zuspiel von Amiri nur noch an Koubek vorbei ins Netz zum 0:3 Endstand einschieben (84.).

Augsburgs Saison hat 32 Spiele

Trotz der Niederlage gegen Leverkusen, könnte der FC Augsburg am Ende des Spieltags ein Gewinner sein. Denn die Verantwortlichen des FCA haben, sofern sie denn verantwortungsvoll Handeln, keine Punkte gegen Leverkusen eingeplant und da bisher alle anderen Abstiegskandidaten ebenfalls verloren haben, ist die Niederlage kein Beinbruch. Wer sonst außer den Fuggerstädtern muss den Ligaverbleib in 32 statt 34 Spielen klar machen?

Aller guten Dinge sind 20…

… so die Hoffnung aller die am 23. Spieltag zum FC Augsburg halten, wenn das Leverkusener Murmeltier zum nächsten Mal grüßt. Dann so die Hoffnung derer, gibt es auch für uns ein Happy End, wie für Wettermann Phil Connors, auch wenn wir dafür nicht nach Leverkusen umziehen wollen.
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.