FCA: Probleme in der Abwehr - die neue Offensive schürt hingegen Zuversicht

Stephan Lichtsteiner (von links), Ruben Vargas und Florian Niederlechner freuen sich über den Führungstreffer von Vargas gegen Union Berlin. Fotos: Valterio D’Arcangelo
 
Durch die vielen Neuzugänge gibt es beim FCA noch Probleme in der Abstimmung. Im Bild ärgert sich André Hahn über ein ungenaues Zuspiel.

Der größte Umbruch im FCA-Kader seit dem Aufstieg in die Bundesliga ist vollzogen. Bis Montagabend hatten die Bundesligisten Zeit, an ihren Kadern letzte Änderungen vorzunehmen, seitdem ist das Sommer-Transferfenster geschlossen. Kurz vor knapp vermeldete der FC Augsburg, dass Tim Rieder an den TSV 1860 München verliehen wird, die wechselwilligen Profis Michael Gregoritsch und Philipp Max bleiben allerdings in Augsburg.

Obwohl es in beiden Fällen einige interessierte Vereine gab, gestalteten sich die Ablösesummen, die Sportdirektor Reuter forderte als problematisch. Für Gregoritsch wollte der FCA einen Betrag jenseits der Zehn-Millionen-Marke, Max hätte für 20 Millionen Euro ziehen dürfen. Wirkte Gregoritsch zuletzt gegen Bremen eher lustlos, könnte Max wichtig für die Abwehr sein. Solang Jeffrey Gouweleeuw verletzt ist, ist Max das letzte Überbleibsel der Verteidigung aus der vergangenen Saison. Neben ihm spielen nun Felix Uduokhai und Tin Jedvaj in der Innenverteidigung und Stephan Lichtsteiner als Rechtsverteidiger. Alle drei wurden kurzfristig verpflichtet und hatten bislang kaum Zeit sich abzustimmen.

Beim 2:3 in Bremen stand Uduokhai wenige Tage nach seinem Wechsel direkt in der Startelf. Bei den Gegentoren wurde deutlich, dass die neu zusammen gewürfelte Defensive Abstimmungsprobleme hat und sich noch finden muss. Dazu hat der FCA nun zwei Wochen in der Länderspielpause Zeit.

Doch es gibt ein Problem: Michael Gregoritsch, Tin Jedvaj, Tomas Koubek, Marek Suchy, Ruben Vargas sind mit ihren Nationalmannschaften auf Länderspielreise. Jedvaj ist einer der gesetzten Innenverteidiger, kann sich also in der Pause nicht mit der FCA-Abwehr abstimmen.

In der Offensive läuft es zu Saisonstart im Gegensatz zur Defensive schon besser. Drei der vier Augsburger Tore gehen auf das Konto von Neuzugang Vargas.
Der 21-jährige Flügelflitzer passt in das Spielsystem von Trainer Martin Schmidt. Vargas ist flink, wendig und scheut keine Zweikämpfe. Genau das zeigte er in Bremen, bei seinem zweiten Tor des Spiels: er lief allen Gegenspielern davon und versenkte den Ball zum zwischenzeitlichen 2:2. Vargas ist der Neuzugang, der bislang am meisten überzeugte und wenn er so weiter spielt, dürften die an den FC Luzern überwiesenen 2,5 Millionen Euro ein Schnäppchen gewesen sein.

Nach der Länderspielpause stehen wichtige Spiele an

Allerdings sollte der FCA nun schleunigst das Abwehrproblem in den Griff bekommen und besser nicht darauf vertrauen, dass es wie im vergangenen Jahr noch zwei Mannschaften gibt, die weniger punkten.

Bekam der FCA zum Bundesligaauftakt in Dortmund mit 1:5 die Hucke voll und spielte gegen Union Berlin 1:1-Unentschieden, gewann Bundesliga-Neuling Union Berlin gegen Borussia Dortmund überraschend mit 3:1. Der FCA hat nur einen Punkt auf dem Konto und gehört neben dem SC Paderborn, Hertha BSC Berlin und dem FSV Mainz 05 zu den bislang vier sieglosen Mannschaften der Liga. Um den Anschluss an das Mittelfeld zu finden, sind gegen Eintracht Frankfurt und den SC Freiburg dringend Punkte nötig. Anschließend stehen nämlich nacheinander die schweren Spiele gegen Leverkusen, Gladbach, Bayern, Wolfsburg und Schalke an.

Am Samstag, 14. September, um 15.30 kommt es in der WWK Arena zum Wiedersehen mit Martin Hinteregger. Der österreichische Innenverteidiger ist mit seinem neuen Verein Eintracht Frankfurt zu Gast in Augsburg. Die Hessen rangieren derzeit mit sechs Punkten auf dem siebten Tabellenplatz.
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