Friedberger Feuerwehrmann gewinnt drei Mal Edelmetall bei "Olympischen Spielen"

Brandinspektor Werner Kirchner aus Friedberg freut sich über drei Bronzemedaillen bei den World Police & Fire Games in China. Foto: Privat

Die 18. "World Police & Fire Games" fanden im August in der chinesischen 17 Millionen Einwohner-Metropole Chengdu (Provinz Sichuan) statt. Diese Spiele gelten als eine der drei größten Sportveranstaltungen der Welt und sind eine Art Olympische Spiele für Polizei, Feuerwehr, Justiz und Zoll.

In diesem Jahr nahmen circa 11.000 Athleten aus 80 Nationen an den Spielen teil. Insgesamt wurden Wettkämpfe in 62 Disziplinen ausgetragen, darunter etwa Leichtathletik, Schwimmen, Eishockey, Bogenschießen, sowie Polizei- und Feuerwehrspezifische Wettkämpfe wie Schießen oder Treppenlauf in Schutzkleidung.

Das deutsche Team ging mit rund 90 Athleten an den Start. Begleitet wurden die Spiele von 6000 freiwilligen Helfern, die für einen reibungslosen Ablauf bei allen Wettkämpfen sorgten. Wie bei großen Spielen üblich, gab es auch hier eine Eröffnungsfeier mit Showelementen, dem traditionellen Einlauf aller Nationen und einem Feuerwerk.

Für das deutsche Team war Brandinspektor Werner Kirchner von der
Berufsfeuerwehr Augsburg mit dabei. Er trat in den Sportarten Schwimmen und Bogenschießen an. Beim Schwimmen startete er mit der Staffel in der Klasse 50+ und absolvierte hier die 4x50 Meter Freistil Herren, 4x50 Meter Lagen Herren sowie die 4x50 Meter Freistil Mixed-Team.

Kirchner holte mit der deutschen Staffel zwei Mal die Bronzemedaille und belegte einmal den vierten Platz. Im Bogenschießen ging er in der Klasse 900er Runde, Feldbogen- und 3D-Hunter Runde in der Altersklasse 50+ an den Start. Am ersten Wettkampftag stand die 900er Runde an. Bei einer Temperatur von 42 Grad Celsius im Schatten und einer Luftfeuchtigkeit von etwa 75 Prozent belegte der Augsburger Brandinspektor den fünften Platz.

Werner Kirchner verpasst nur knapp die Goldmedaille

Die Feldbogenrunde am nächsten Tag schloss er mit 28 Zielen auf dem vierten Platz ab. Am letzten Wettkampftag stand die 3D-Hunter Runde an. Hierbei wird auf Tierattrappen in Lebensgröße geschossen. Pro Tier durfte ein Pfeil geschossen werden, insgesamt gab es 25 Ziele. Lange Zeit lag Kirchner auf Goldkurs, doch zwei Streifschüsse gegen Schluss der Runde kosteten ihn den Sieg und so belegte er am Ende den dritten Platz mit lediglich 15 Ringen Rückstand auf Platz eins. Auch an der Spitze ging es sehr eng zu. Zwischen dem Ersten und dem Zweiten Platz lag gerade einmal ein Ring Unterschied.

Werner Kirchner, der in Friedberg lebt und beim BSC Lindach (Landkreis Augsburg) trainiert, war dennoch sehr glücklich über die Bronzemedaille. Seine Hoffnungen, mit einer Medaille aus China nach Hause zu kommen, wurden mit drei Mal Edelmetall deutlich übertroffen. Das deutsche Team gewann insgesamt 102 Medaillen (46 Gold / 32 Silber/ 24 Bronze).

Die nächsten Weltmeisterschaften finden in zwei Jahren in Rotterdam in den Niederlanden statt. Auch dort will der Augsburger Feuerwehrmann wieder an den Start gehen und mit etwas Glück Edelmetall mit nach Hause bringen. (pm)
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