Kommentar: Endlich greift der FCA durch

Der Geschäftsführer Sport des FCA Stefan Reuter (Links) suspendierte die Unruhestifter Caiuby und Martin Hinteregger. Zudem wurde Ex-Nationaltorhüter Jens Lehmann (Rechts) als neuer Co-Trainer von Manuel Baum (Mitte) verpflichtet.
Vom einstigen Hurra-Fußball mit aggressivem Gegenpressing, schnellen Kombinationen und vielen Torraumszenen ist beim FCA mittlerweile nichts mehr zu sehen. Das Torwart-Problem und die Personalie Caiuby, die durch verpasste Trainingslager und Probleme mit der Justiz für Unruhe sorgte, taten ihr Übriges. Die Mannschaft spielt schlecht wie lange nicht mehr. Die Folge: Ein Vereins-Negativrekord mit zehn Spielen ohne Sieg.

Nun kritisierte Martin Hinteregger auch noch öffentlich den Trainer. Immerhin diesmal setzten die Verantwortlichen des FCA ein deutliches Zeichen und suspendierten ihn.
Baum erklärte – auch ohne Verteidiger Hinteregger – nun erstmal hinten sicher stehen zu wollen. Das ist in Anbetracht der Tabellensituation sicherlich auch die richtige Herangehensweise, gerade wenn der FCA-Angriff derzeit nicht existent ist. Bislang hat der FCA in dieser Saison nur ein einziges Mal zu Null gespielt. Hinzu kommt: Obwohl die Stammspieler derzeit hinter ihren Möglichkeiten bleiben, drängt von der Bank kein offensiver Spieler in die Startelf.
Der neue Co-Trainer Jens Lehmann bringt zumindest zusätzliche Erfahrung mit – wichtiger wären aber neue Spieler gewesen.

Eins ist auch klar: Das öffentliche Interesse am FCA ist nun größer denn je – nicht gerade hilfreich im Abstiegskampf. Über den Wegfall von Caiuby und Hinteregger sagte Baum: „Mentalität schlägt Qualität“. Nun gilt es für diejenigen, die Baum aufstellen wird, zu zeigen, ob zumindest bei ihnen die Mentalität stimmt.
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