Kommentar: Ohne Manuel Baum zum Klassenerhalt

FCA-Trainer Manuel Baum während des Mannschaftstrainings. Trotz schlechter Leistungen hält der FC Augsburg im Abstiegskampf weiterhin an ihm fest.

Das Auftreten des FC Augsburg beim Sportclub in Freiburg in der vergangenen Woche grenzte an Arbeitsverweigerung. Die Mannschaft braucht neue Impulse von der Seitenlinie und darf nicht nur darauf hoffen, dass die Konkurrenten im Abstiegskampf ebenso schlecht spielen.

Die Spieler schaffen es nicht, konstante Leistungen auf den Platz zu bringen. Seit Monaten heißt es, man wolle an den Problemen in der Defensive arbeiten. Doch statt einer Besserung, fängt sich der FCA eine Woche nach der respektablen Leistung gegen den Rekordmeister aus München eine 1:5-Klatsche in Freiburg. Konstanz? Fehlanzeige.

Manuel Baum schafft es offenbar nicht mehr, seine Spieler richtig auf die Partien einzustellen und dass ein Trainer irgendwann gehen muss, wenn Erfolge ausbleiben, dürfte dem 39-Jährigen selbst auch klar sein. Das ist ein ganz normaler Mechanismus im Fußball-Geschäft. Obwohl die Fuggerstädter nur einmal in den vergangenen 14 Spielen als Sieger vom Platz gingen, hält Sportdirektor Stefan Reuter am Trainer fest. Ein bedingungsloses Festklammern am Cheftrainer kann nicht die richtige Lösung sein. 2015 schwor Reuter nach einer katastrophalen Hinserie Trainer Weinzierl die Treue und wurde dafür mit dem Klassenerhalt belohnt. Diesmal werden aber immer wieder Stimmen laut, die die Einstellung der Mannschaft kritisieren. Vor Wochen war es Martin Hinteregger, nun Daniel Baier. Das deutet darauf hin, dass die Beziehung zwischen Trainer und Mannschaft nicht so harmonisch ist, wie der Verein glauben machen mag.

Der FCA sollte endlich handeln und die Reißleine ziehen, um den Negativtrend zu stoppen und um am 26. und 27. Spieltag in den entscheidenden Spielen gegen die Schlusslichter Hannover und Nürnberg den drohenden Abstieg abzuwenden.
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