Kommentar zur FCA-Saison: So nicht bundesligatauglich

Eine äußerst schwierige Saison liegt hinter dem FC Augsburg. In der Sommerpause gibt es für die Verantwortlichen viel zu tun. (Foto: Archiv/Alexander Heinle)

Der FC Augsburg muss in der Sommerpause grundlegende Veränderungen vornehmen, denn so, wie er sich in Wolfsburg präsentiert hat, ist er nicht bundesligatauglich. Die Notbesetzung, die Martin Schmidt auf den Platz geschickt hat, kann keine Ausrede für die 1:8-Klatsche sein. Den Spielern fehlte es bei dem Auftritt an Moral, Einsatz und Leidenschaft.

Der Effekt nach dem Trainerwechsel ist verpufft und der FCA zeigt ähnliche Auflösungserscheinungen wie unter Manuel Baum gegen Bremen, Nürnberg, Freiburg und Hoffenheim.

Mit 71 Gegentreffern ist Augsburg neben Hannover die Schießbude der Liga. Wird der FCA in der kommenden Saison nicht stabiler in der Defensive, wird die Augsburger womöglich das gleiche Schicksal wie Absteiger Hannover ereilen. Heuer hatte der FCA nur Glück, dass es mit Hannover, Nürnberg und Stuttgart drei Vereine gab, die noch weniger Ambitionen hatten, erstklassig zu bleiben.

Der FC Augsburg braucht in seiner kommenden neunten Bundesligasaison einen echten Führungsspieler. Andernfalls läuft er Gefahr, dass die Vorstellung auf dem Platz passend zur Tormusik zum Kasperletheater wird. Für einen ligatauglichen Kader werden nun die Hoffnungen der FCA-Verantwortlichen in Timon Pauls gelegt. Er war Chefscout im Nachwuchs des FC Bayern München. Dort dürfte er keine Probleme gehabt haben, junge Talente anzulocken. Dringend nötig hat Augsburg auch einen sicheren Rückhalt im Tor, denn in der abgelaufenen Saison hat sich deutlich gezeigt, dass Marwin Hitz nicht ersetzt werden konnte.

Für Martin Schmidt und Stefan Reuter gibt es also einiges zu tun, damit nächste Saison die Klasse durch eigene Stärken erreicht wird.
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Dieter-MrACE Strehl aus Großaitingen | 01.06.2019 | 16:27  
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