Matt-Trick: Zweimal White und Fraser treffen gegen Krefeld

Das Duell Matt White gegen Patrick Klein - hier blieb Krefelds Goalie Sieger, aber zweimal konnte ihn der AEV-Stürmer überwinden.
 
Siegtreffer aus dem Schneegestöber: Matt White trifft zum 3:2
Augsburg: Curt-Frenzel-Stadion |

Zweimal einen Rückstand ausgeglichen und 77 Sekunden vor dem Ende zum Sieg getroffen: Das auswärtsstärkste Team der Liga (14 Punkte aus sieben Spielen) ist jetzt auch zuhause eine Macht. Nach dem 6:0 gegen Wolfsburg gewinnt der AEV auch gegen Krefeld - Matt Fraser und zweimal Matt White sorgen für den 3:2-Heimsieg.

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Erstmals nach seinem Kieferbruch war Henry Haase wieder im Aufgebot, angesichts des verletzten Steffen Tölzers verteilt sich so die Last des Verteidigens wieder auf mehrere breite Schultern. Im ersten Drittel wurde weitgehend gut verteidigt, und zwar auf beiden Seiten. Krefeld fing früher damit an, bedrängte gern die Aufbauspieler des AEV und kreierte so die besseren Chancen. Martin Schymainski war der Nutznießer, er traf mit der Rückhand nach einer schnellen Kombination zum 1:0 für den KEV. Ein ungünstiger Zeitpunkt, denn Augsburg hatte gerade die erste Strafzeit souverän gekillt und den Schwung ins Fünf-gegen-fünf-Spiel mitgenommen gehabt – das blieb die einzige Druckphase im ersten Drittel, mehr ließen die Rheinländer nicht zu.

Im zweiten Drittel musste der KEV etwas vom Gas gehen, das anstrengende Forechecking der ersten zwanzig Minuten machte sich bemerkbar. Oder hatte Mike Stewart in der Kabine die richtigen Worte gefunden? Jedenfalls sahen die 4848 Zuschauer jetzt einen anderen AEV, der Chancen und den Abschluss suchte – und letztlich auch fand: Gleich im ersten Powerplay für Augsburg klingelte es im Krefelder Kasten, Matt White wartete alleingelassen am Bullypunkt, bekam den Puck, fuhr kurz Richtung Goalie Klein und netzte zum Ausgleich ein. Doch statt nachzulegen befanden sich die Panther bald wieder im Hintertreffen, keine drei Minuten später hämmerte Philip Riefers einen Schlagschuss zur erneuten Führung für Krefeld ins Netz.

Schach-Matt: Siegtreffer 77 Sekunden vor Spielende

Diesmal dauerte es nicht so lang bis zum Ausgleich. Zwar verstrich das zweite AEV-Powerplay torlos, aber direkt danach sorgte Augsburgs zweiter Matt fürs 2:2: Drew LeBlanc passt nach links zu Schmölz, der quer zu Matt Fraser, One-Timer – Ausgleich!

Dabei blieb es lange, sehr lange. Obwohl der AEV von Minute zu Minute stärker wurde wollte der Siegtreffer nicht fallen. Die Kurve hinterm Tor brodelte, feuerte immer lauter an, forderte angesichts der tollen leistung auch die Gerade zum Aufstehen auf – und sah in der vorletzten Minute Adam Payerl und Sahir Gill auf sich zurasen. Krefeld hatte zu viel riskiert, wollte den Siegtreffer und vernachlässigte dabei die Verteidigung. Ankert konnte zwar liegend den Pass auf Gill verhindern, Goalie Klein Payerls Schuss abwehren, aber hinter Payerl und Gill war mittlerweile Matt White angekommen und ließ das Stadion jubeln: Der Siegtreffer, 77 Sekunden vor Spielende.

Krefelds Riefer foulte sich auf die Strafbank und verhinderte so Krefelds Schlussoffensive mit sechs Feldspielern – der fünfte AEV-Sieg in Folge war perfekt.

Erst nach Nürnberg, dann zwei Heimspiele:
München und Köln kommen ins Curt-Frenzel-Stadion

Am Sonntag geht es zu den kriselnden Nürnbergen, die nicht nur in der DEL hinterher hinken (die Niederlage in Iserlohn zementierte Platz 12), sondern auch in der Champions League mit zwei Niederlagen gegen Rouen die sicher geglaubte Viertelfinalteilnahme verspielten. Am kommenden Wochenende sollen München (freitags) und München (sonntags um 19:00 Uhr) die neue Heimstärke zu spüren bekommen.
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