Olympia-Silber für Katharina Althaus: Die Skispringerin war in Augsburg!

Die Silbermedaillengewinnerin von PyeongChang, Katharina Althaus, besuchte die Handwerkskammer zu einem Pressegespräch. (Foto: Beat Ostermeier)

Katharina Althaus aus Oberstdorf gewann Silber im Damen-Skisprung von der Normalschanze bei den Olympischen Winterspielen in PyeongChang in Südkorea: Ihr nächstes Ziel ist der Gesamtweltcup.

Nach ihrem starken Auftritt bei den olympischen Winterspielen in Südkorea hat Katharina Althaus auf dem Rückweg nach Oberstdorf die Handwerkskammer Schwaben zu einem Pressegespräch besucht. Gemeinsam mit ihren Sponsoren blickte sie auf ihre bisherige Laufbahn zurück, sprach aber auch über ihre Zukunftspläne.

106 Meter und 252,6 Punkte reichten der 21-jährigen Oberstdorferin für olympisches Silber im Damenskispringen. Besser war nur die weltcupführende Norwegerin Maren Lundby, Dritte wurde Sara Takanashi aus Japan.

Althaus, die seit 2011 bei der Handwerkskammer unter Vertrag steht, war schon als kleines Mädchen sehr vom Skisprungsport begeistert. „Sie war noch ein Mädel, als sie mit 15 Jahren zum ersten mal bei uns in der Handwerkskammer war und hatte damals noch ihre Mama dabei“, erinnert sich Hans-Peter Rauch, Präsident der HWK Schwaben.

Und von da an nahm ihre Karriere ihren Lauf. Noch im Jahr 2011 feierte sie ihr Debüt im Weltcup, 2012 nahm sie erfolgreich an den Olympischen Jugend-Winterspielen in Innsbruck teil, gewann eine Silbermedaillle im Einzel von der Normalschanze und eine Goldmedaille im Team. 2013, mit 17 Jahren wurde sie schon Deutsche Meisterin von der Normalschanze in ihrer Heimat Oberstdorf. Darauf folgte eine weitere Deutsche Meisterschaft von der Normalschanze in Hinterzarten im Schwarzwald, und die Goldmedaille in der Mixed Mannschaft der Nordischen Skiweltmeisterschaft im Schwedischen Falun.

In der laufenden Saison 2017/2018 ist sie derzeit Zweite im Gesamtweltcup. Zwar mit großem Rückstand zur führenden Maren Lundby, doch sie möchte sich „den zweiten Platz im Gesamtweltcup sichern.“

Die Krönung war nun die Silbermedaille bei den diesjährigen Olympischen Winterspielen. Die Bedingungen in PyeongChang seien nicht optimal gewesen, erzählt die junge Athletin. Wind, Kälte und die späte Uhrzeit hätten es den Sportlern nicht leicht gemacht. Zusätzlich sei sie durch ihre Erwartungshaltung und die der Zuschauer unter großem Druck gestanden. Doch sie habe sich voll auf ihren Sprung konzentriert, und das hat sich augenscheinlich auch ausgezahlt.

Dieser Erfolg bei einem solch großen Wettkampf sei ein „wahrgewordener Kindheitstraum“, und die Silbermedaille sei ein großer Ansporn, immer weiter hart zu arbeiten.

Als ein großes Ziel für ihren Sport sieht Althaus, dass Frauen auch öfter der Sprung von der Großschanze ermöglicht wird, was aktuell noch eher selten der Fall sei. „Wir hoffen und kämpfen dafür, mehr Großschanze springen zu dürfen“, kommentiert sie die Diskussion.„Ich würde sagen, die Top 40 der Weltrangliste würden problemlos von der großen Schanze springen, und auch sicher wieder landen können. Ich sehe es nicht als Problem. Wir Frauen können Großschanze springen!“

Langfristig hält sie auch die Skiflugschanze für möglich. Für die 15 besten Springerinnen sei es machbar, auch wenn der Druck unterm Ski größer sei, und es überhaupt mehr Körperspannung und Kraft erfordere. „Wenn ich dürfte, würde mich sofort da runter stürzen!“, antwortete sie auf die Frage, ob sie es sich selber trauen würde.

Doch bis dahin sei es noch ein weiter Weg, und man müsse Schritt für Schritt denken, auch wenn es ein wichtiges Ziel für den Sport sei, und es auch sicherlich viele neue Zuschauer für das Damenskispringen begeistern könne, so Ulrich Wagner, Hauptgeschäftsführer der HWK.

Am Anfang ihrer Karriere sei Althaus unglaublich ehrgeizig, zielstrebig und energisch gewesen, erzählt er. „Katharina wollte immer besonders gut sein“ erzählt Hans-Peter Rauch. Auch wenn es nicht immer ganz einfach gewesen sei, sie habe sich über die Jahre immer weiter entwickelt, und auch schwächere Phasen über sich ergehen lassen, um gestärkt daraus hervorzugehen. Die jahrelange Arbeit zahlte sich aus: Eine Medaille bei Olympischen Spielen sei ein Traum jedes jungen Sportlers, so Althaus.


Es kamen jetzt schon Fragen nach ihrem Karriereende auf, doch die 21-Jährige reagierte gelassen. Sie wolle sich noch nicht festlegen, auch weil es im Sport immer wieder zu unerwarteten Ereignissen kommen kann, die den Karriereplan „über den Haufen werfen“ können, aber ein paar Jahre wolle sie schon noch dran hängen.
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