One Trick, Four Treats: AEV bezwingt Bremerhaven

Wieder einmal Sieggarant: Markus Keller im Panther-Tor. Zum Spiel an Halloween trat der AEV in Trikots an, die an Freddy Krueger aus "Nightmare on Elm Street" erinnern.
 
Großer Jubel nach Sahir Gills 1:0.
Augsburg: Curt-Frenzel-Stadion |

Langsam wird es unheimlich: Die Augsburger Panther holen im neunten Spiel den achten Sieg, rächen sich an Halloween für die Niederlage in Bremerhaven vor einem Monat. Seit diesem 0:4 an der Wesermündung eilt der AEV von Sieg zu Sieg.

Die Stürmer der Fischtown Pinguins werden schlecht träumen, ihr Freddy Krueger heißt Markus Keller – Augsburgs Goalie hielt sein Team im Spiel als es zwischendurch nicht ganz reibungslos lief und ermöglichte so den spät herausgespielten 4:1-Sieg.

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Zuckerstückchen von Sahir Gill eröffnet das Spiel

Coach Mike Stewart hatte gewarnt: Sein Ex-Team ist gefährlich. Und die Bremerhavener hielten trotz Verletzungspech lange gut mit. Mit nur vier Verteidigern, davon einer vom Zweitligisten Crimmitschau ausgeliehen und einem teilweise als Verteidiger spielenden Stürmer versuchte Bremerhaven den Puck gar nicht erst in die Nähe des eigenen Tores zu lassen – das Spiel fand oft und länger im Verteidigungsdrittel Augsburgs statt. Taktisch nicht unklug, sind die Norddeutschen doch für ihre gefährlichen Konter bekannt, aber  das Spiel sah deshalb nicht sehr spektakulär aus. Der AEV hatte das Spiel nach einer kurzen Eingewöhnungsphase dominiert und sich auch gute Chancen herausgespielt. Vor allem nachdem man die erste Unterzahlsituation des Spiels wie so oft bravourös überstanden hatte – zum Prädikat „Weltklasse“ fehlte nur der Shorthander – stieg der Druck und bei der nächsten Zwei-auf-eins-Situation wurde Pöpperle überwunden: LeBlanc hatte auf Sahir Gill gepasst, der lupfte die Scheibe über eine Gegnerkelle und fuhr fast am Tor vorbei, zielte erst im letzten Moment aus spitzem Winkel ins Kurze Eck.

Nach dem Führungstreffer wollte der AEV nachlegen, aber Adam Payerl fälschte nur an den Pfosten ab. Dann zog man sich mehr und mehr zurück und verhinderte aus einer kompakten Defensive heraus gefährliche Schüsse auf Kellers Tor. Im Mitteldrittel wurde die Partie mehr und mehr zum Kampfspiel. Zwar sehr fair geführt – die Strafe gegen Thomas Holzmann sollte die einzige während des gesamten Spiels bleiben -, aber hart in den Zweikämpfen. Natürlich hatte auch Bremerhaven seine Großchancen, die Keller jedoch allesamt vereitelte. Die größte entstand nach einem Alptraumpass von LeBlanc, der ausnahmsweise den völlig verkehrten Spieler anspielte, nämlich Dominik Uher von der Nordseeküste, der jedoch an Markus Keller scheiterte.

Quirks Trick und McNeills Treats:
Augsburg holt wieder drei Punkte

Bei Corey Quirks Trick-Schuss war er machtlos: In Baseball-Manier schlug der die Scheibe aus der Luft über Kellers Schulter. Im Anschluss lebte das Spiel zweier sich egalisierenden Mannschaften von der Spannung, aber die wenigen Fehler entschärften die sehr guten Torhüter. So ging es unentschieden in den Schlussabschnitt, wo Pat McNeill seinen großen Auftritt hatte: Nach exakt fünf Minuten schlenzte er eine Vorlage von LeBlanc neben den Innenpfosten. Vier Minuten darauf gewinnt Ullmann das Bully, Arvids Rekis legt quer und McNeill hämmert aus zentraler Position drauf. Von Schmölz‘ Kelle wird der Puck abgefälscht: 3:1 nach 49 Minuten, Bremerhaven war niedergekämpft. Die Fischtown Pinguins versuchten es noch mit der Brechstange, also zu sechst ohne Pöpperle, große Chancen hatte dabei jedoch der AEV, der es fast slapstickartig schaffte die Scheibe nicht ins gegnerische Tor zu bugsieren. Erst 0,6 Sekunden vor der Sirene dürfen die 4.600 Fans noch einmal jubeln: Jaro Hafenrichter schließt gerade noch rechtzeitig ab.

Sonntag in Mannheim, dann folgt die D-Cup-Pause

Ein Spiel noch beim Spitzenreiter Mannheim steht für die Panther noch auf dem Programm, dann spielt nur noch Simon Sezemsky – für Deutschland in Krefeld. Erst am 14.11. startet die DEL wieder, für den AEV mit zwei Spielen im Rheinland (Köln und Düsseldorf), ehe am 18.11. die Eisbären Berlin der nächste Heimgegner sind.
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