Rückschlag im Playoff-Rennen: AEV verliert in Iserlohn

Trevor Parkes (hier beim ersten Heimspiel gegen Iserlohn) und Mike Davies wurden gegen Spielende vor allem im Powerplay vermisst.
 
Zwei Assists und ein Pfostentreffer: Evan Trupp.

Langsam wird es knapp: Nach der 2:3-Niederlage in Iserlohn laufen die Panther dem Playoff-Feld hinterher, als 12. liegt der AEV vier Punkte hinter Mannheim und sechs Punkte hinter Düsseldorf auf Platz 10, der zur Teilnahme an der ersten Playoff-Runde berechtigt.

Im Sauerland fielen alle Tore im Powerplay, Iserlohn bekam ab dem Mitteldrittel sein Unterzahlspiel in den Griff und zerstörte nach Anfangsschwierigkeiten mit zwei AEV-Toren das „beste Überzahlspiel der Liga“. Geholfen hat den Roosters dabei zweimal der Pfosten sowie die Ausfälle von Trevor Parkes und Mike Davies im Schlussabschnitt – so retteten sie das knappe Ergebnis über die Zeit.

Aufs Laissez-faire gegen Köln folgen kleinliche Schiedsrichter

Nach der Schiedsrichterleistung vom vergangenen Sonntag beim Spiel gegen Köln sah das ausverkaufte Stadion am Seilersee schon nach 53 Sekunden, dass heute ein anderer Wind aus den Pfeifen wehen würde: Mark Cundari war der erste, der auf der Strafbank Platz nehmen musste. Lange musste er dort nicht bleiben, schon nach 18 Sekunden Powerplay legte das Heimteam vor: Travis Turnbull hatte geschossen, Justin Florek den Schläger in die Schussbahn gehalten und so einen nebens Tor gezielten Puck unhaltbar abgefälscht. Es dauerte nicht lang, dann schickten die Schiedsrichter den ersten Rooster raus – und der AEV benötigte ebenfalls keine ganze Minute mit einem Mann mehr für den Ausgleich. Der Puck war gut und schnell gelaufen, Evan Trupp prüfte Sebastian Dahm im IEC-Tor von der Seite, die Scheibe prallt nach vorn, direkt an Trevor Parkes Handschuh und von dort ins Tor.

Iserlohn spielte unangenehmes Forechecking, zwang den AEV zu überhasteten Pässen in der eigenen Zone und eroberte so immer wieder den Puck zurück. Glück für Augsburg, dass die Sauerländer aus diesen Situationen wenig machten und Olivier Roy die Schüsse auf sein Tor entschärfte. Gelang jedoch der Turnover vom Turnover, dann konterten die Panther stark und Dahm hatte zu tun. Die Augsburger Führung fiel jedoch erst nach einem dummen Foul von Travis Turnbull, der bei eigenem Angriff einen Augsburger mit dem Schläger malträtierte. Gerächt wurde das Foul von Evan Trupp und Matt White: Trupp spielte von hinterm Tor einen No-Look-Pass auf Matt White, dadurch war Dahm außer Position und White musste nur noch das leere Tor treffen.

Alle Tore bei Überzahl:
Die Special Teams entscheiden

Das statistisch beste Powerplay der Liga hatte wieder einmal zugeschlagen, bei zwei Situationen im ersten Abschnitt erzielten die Panther zwei Tore. Im Anschluss präsentierten sie sich noch zweimal im Penaltykilling und waren dabei mit Breaks torgefährlicher als die Powerplay-Formation der Sauerländer.

Mark Cundari saß 1:11 seiner zwei Minuten im Mitteldrittel ab, seine Teammates sorgten derweil, dass die knappe Führung hielt. Der IEC wurde zwar stärker, zum Torerfolg reichte es vorerst nicht. Evan Trupp hatte kurz darauf den dritten Treffer für den AEV auf dem Schläger, traf aber bei seinem Volley aus der Luft nur den Pfosten. Das rächte sich bei der nächsten Strafzeit gegen David Stieler, jetzt machten es die Roosters besser: Erst hatte Kapitän Jason Jaspers einen Zahn verloren, rappelte sich schnell wieder auf und hielt den Puck im Angriffsdrittel. Travis Turnbull passte quer auf Kevin Schmidt, der verzögerte kurz und zirkelte die Scheibe durch viel Verkehr an Roy vorbei (26. Minute).
Es folgten zwei nicht genutzte Powerplays – eins für den AEV, eins für den IEC – und saß Daniel Schmölz 43 Sekunden auf der Strafbank, Schuss von Turnbull neben das Tor, der Puck springt zurück auf Jack Combs Kelle, der nur einschieben braucht (44. Minute). Obwohl mittlerweile ersatzgeschwächt – Trevor Parkes und Mike Davies fielen im Schlussdrittel aus – warf der AEV alles nach vorne. Mehr als ein Pfostenknallen von Brady Lamb sprang dabei nicht heraus, Iserlohn rettete zu viert gegen fünf und sechs Augsburger – Mike Stewart hatte schon drei Minuten vor Spielende Roy durch einen Stürmer ersetzt – den knappen Vorsprung über die Ziellinie.

Nächstes Heimspiel am Sonntag gegen Krefeld

Am Sonntagnachmittag ab 14.00 Uhr muss gegen Krefeld gepunktet werden, sonst wird die Saison wohl eine kurze bleiben – ohne Playoffs für den AEV.


   Team                                  Sp   P    T
  1. EHC Red Bull München     43  91  48
  2. Thomas Sabo Ice Tigers    43  86  28
  3. Eisbären Berlin                  44  82  26
  4. Grizzlys Wolfsburg             43  67  14
  5. Iserlohn Roosters              43  65  -11
  6. Kölner Haie                        43  64  10
  7. Schwenninger Wild Wings  43  64  -7
  8. Pinguins Bremerhaven       44  63  -11
  9. ERC Ingolstadt                   43  62  -1
  10. Düsseldorfer EG                44  60  -12
  11. Adler Mannheim                 43  58  -13
  12. Augsburger Panther          43  54  -7
  13. Krefeld Pinguine                44  50  -21
  14. Straubing Tigers                43  46  -43
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