Schwere Zeiten für den FCA: Nach der Länderspielpause geht es gegen Bayern, Wolfsburg und Schalke

FCA-Trainer Martin Schmidt will in der Länderspielpause alles hinterfragen. Foto: Alexander Heinle

Die Mannschaft des FC Augsburg ist weiterhin auf der Suche nach Stabilität. Im Vergleich zur ernüchternden 0:3-Heimniederlage gegen Leverkusen tauschte FCA-Trainer Martin Schmidt im Spiel gegen Borussia Mönchengladbach am vergangenen Sonntag auf drei Positionen aus. Mit Jan Moravek statt Reece Oxford im defensiven Mittelfeld, André Hahn für Iago auf dem Flügel und Michael Gregoritsch für Alfred Finnbogason im Sturmzentrum sollte der FC Augsburg engagierter auftreten. Was die Augsburger dann aber im Borussia-Park ablieferten, war allerdings besorgniserregend.

Nach einer knappen Viertelstunde war das Spiel mit 3:0 aus Gladbacher Sicht schon entschieden, ehe sich FCA-Torhüter Tomas Koubek in der 39. Minute zur Lachnummer machte. Einen flachen Rückpass von Felix Uduokhai wollte der Tscheche nach vorn schlagen, haute am Ball vorbei und verlor im Nachsetzen das Duell gegen den heranstürmenden Alassane Pléa.

Den Ehrentreffer bei der 1:5-Niederlage erzielte Florian Niederlechner, der einen abgeprallten Distanzschuss vom eingewechselten Fredrik Jensen abstaubte.
„Wir dachten, dass wir in einigen Punkten schon weiter sind, aber heute waren es zwei Schritte zurück. Daran müssen wir arbeiten und uns an Kleinigkeiten aufrichten“, erklärte Schmidt nach dem Spiel. Dass die Mannschaft an etwas arbeiten müsse, das kündigte der Schweizer nun schon des Öfteren an. Doch der große personelle Umbruch innerhalb der Mannschaft kann mittlerweile nicht mehr als Ausrede durchgehen. Seit Ende des Transferfensters am 2. September hatte Schmidt Zeit, der Mannschaft Kampfgeist und Stabilität zu verleihen. In den vergangenen zwei Partien war davon nichts zu sehen.
Viel zu viel Platz ließen die Augsburger ihren Gegenspielern und Koubek lässt durch seine Leistungen immer wieder die Frage aufkommen, ob der FC Augsburg ein Torwartproblem hat.

Nach sieben Spieltagen steht der FCA mit fünf Punkten auf dem 14. Tabellenplatz und hat bereits 19 Gegentore kassiert. Genau so viele wie Schlusslicht Paderborn. Pro Spiel sind das 2,7 Gegentreffer.

Daran muss sich schleunigst etwas ändern, um nach der Länderspielpause in den Spielen gegen Bayern München, Wolfsburg und Schalke nicht so abgeschossen zu werden, wie nun gegen Gladbach, zum Saisonauftakt in Dortmund mit 1:5 oder zum Abschluss der Vorsaison mit 1:8 gegen Wolfsburg, ebenfalls unter Schmidt.

FCA-Trainer Martin Schmidt: „Wir werden alles hinterfragen“

Der FC Augsburg hat auch in der Vergangenheit schon schwere Zeiten durchlebt, doch da hatten sich die Spieler stets voll reingehängt und gekämpft.
„Wir werden alles hinterfragen, das Team, ich mich, unser Trainerteam, die Herangehensweise“, erklärte Schmidt nach der Klatsche in Mönchengladbach. Der FCA würde viel Arbeit mit in die Länderspielpause nehmen, sagte der Schweizer zudem.

Doch Stephan Lichtsteiner wurde für die Spiele gegen Dänemark und Irland in die Schweizer Nationalmannschaft berufen und auch Tin Jedvaj ist mit der kroatischen Auswahl unterwegs. Mit den beiden Neuzugängen fehlen Schmidt in der Aufarbeitung der jüngsten Rückschläge genau die Spieler, die eine tragende Rolle in der Abwehr einnehmen sollten.

Abwehrchef  Gouweleeuw vor dem Comeback

Schmidt hat es bislang nicht geschafft, das größte Problem der Vorsaison in den Griff zu bekommen, nämlich eben diese instabile Abwehrreihe. Zudem wechselt er oft Personal sowie die taktische Ausrichtung und Leistungsträger wie Philipp Max, der im Sommer den Verein verlassen wollte, Rani Khedira, Michael Gregoritsch und André Hahn befinden sich im Formtief.

Es gibt aber dennoch Grund zur Hoffnung: Kapitän Daniel Baier, der zuletzt mit Wadenproblemen zu kämpfen hatte, steht kurz vor der Rückkehr und Abwehrchef Jeffrey Gouweleeuw hat das Mannschaftstraining wieder aufgenommen.

Außerdem hat Koubek, der nicht zu den Spielen der tschechischen Nationalmannschaft eingeladen wurde, Zeit, sich auf das Spiel gegen den FC Bayern München vorzubereiten. Da wird er aller Wahrscheinlichkeit nach wieder jede Menge zu tun bekommen.
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