Sieg gegen Krefeld: Spitzenteam AEV bleibt in den Top 3

Adam Payerl jubelt nach dem 1:0. Zwei weitere Tore legte er nach.
 
Die Publikumslieblinge bei der Siegesfeier vor der Stehplatz-Kurve: TJ Trevelyan und Marco Sternheimer.
Augsburg: Curt-Frenzel-Stadion |

Wer auch in schlechten Spielen punktet ist ein Spitzenteam. Wer auf eine durchwachsene Leistung auswärts mit einem überzeugenden Auftritt zuhause antwortet ist ein Spitzenteam. Wer auch ohne Topscorer vier Tore schießt ist ein Spitzenteam. Wer mit zwei überzeugenden Torhütern spielt ist ein Spitzenteam. Wo immer wieder unterschiedliche Spieler mit Hattricks glänzen spielt ein Spitzenteam. Wer Anfang Dezember auf Platz 2 klettert ist ein Spitzenteam.

Bilder vom Spiel Augsburger Panther - Krefeld Pinguine

Das Spitzenteam aus Augsburg fertigte nach der freitäglichen Verlängerungsniederlage in Straubing zwei Tage darauf den Krefelder EV mit 4:0 ab. Der Hattrick-Schütze heißt diesmal Adam Payerl, der vierte Treffer war TJ Trevelyans erstes Saisontor. Und nachdem Olivier Roy am frühen Sonntagnachmittag schon zum vierten Mal ein Shutout gelang überholte der AEV für ein paar Stunden den EHC RB München und steht weiter auf Platz 3.

TJs erstes „deutsches“ Tor:
Humba mit Souffleur Sternheimer

Krefeld begann mit aggressivem und immer wieder gefährlichem Forchecking, nahm dem AEV dadurch die Wucht, mit der Mike Stewarts Mannen üblicherweise in Heimspiele starten. Lang hielten die Rheinländer ihren Anfangswirbel nicht durch. Erst wurden sie durch heftige Checks geerdet (Brady Lamb!), dann kam das erste AEV-Powerplay. Es dauerte keine 20 Sekunden, dann durfte Sünder Berglund wieder mitspielen: Drew LeBlanc hatte Fraser neben dem Tor angespielt, der passte statt direkt zu schießen quer durch den Torraum auf Adam Payerl, und der konnte ins leere Tor verwandeln (9. Minute). Jetzt nahm Augsburg endgültig Fahrt auf und Krefeld durfte sich bei Goalie Ilia Proskuryakov bedanken, dass der Rückstand nicht höher ausfiel. So dauerte es bis weit ins Mitteldrittel bis zum nächsten Treffer. In der 37. Minute war es wieder Payerl, der zum 2:0 einen verunglückten Berglund-Pass hinter dem Tor abfing und Proskuryakov aus kurzer Distanz überwinden konnte. Keine zwei Minuten darauf folgte der von den 4.800 Fans vielumjubelte erste Saisontreffer von TJ Trevelyan (39. Min.)

Hattrick Adam Payerl: Der AEV sichert Platz 2

Im Schlussabschnitt fielen die Krefelder immer wieder durch Frustfouls auf, worauf Adam Payerl mit seinem dritten Treffer antwortete. Zum schon seit Saisonbeginn funktionierenden Penaltykilling nimmt jetzt auch die Überzahl-Maschine Fahrt auf: Schlagschuss Stieler, Payerl hält den Schläger rein und fälscht unhaltbar zum 4:0-Endstand ab. Der dritte AEV-Hattrick innerhalb von nicht einmal zwei Wochen – vorher hatten der jetzt verletzte Matt White (in Schwenningen) und Matt Fraser (gegen Wolfsburg) dreimal getroffen.

Trotzdem fordeten die Fans Publikums-Liebling Trevelyan auf, ihnen die „Humba“ vorzusingen. U(nd der vor wenigen Wochen mit dem deutschen Pass ausgestattete Publikumsliebliebling ließ sich nur zweimal bitten, dann zeigte er der Kurve souffliert von Marco Sternheimer seine Deutschkenntnisse.

Die nächsten Spiele:
Freitags in Ingolstadt, sonntags gegen Iserlohn

Ob das fröhliche Punktesammeln weitergeht zeigt sich am kommenden Freitag in Ingolstadt beim angeschlagenen ERC (den letzten Dreier gab es am 2. November) und am Sonntag ab 17:00 Uhr im heimischen Curt-Frenzel-Stadion. Gegner sind die notorischen Auswärts-Loser aus Iserlohn (vier Punkte aus zwölf Spielen).
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