Und schon wieder im Finale: AEV auf dem Weg zum „Europapokal“-Rekord

Die mitgereisten AEV-Fans hatten Grund zum Jubeln: Augsburg gewann das Halbfinale um den Dolomiten Cup mit 5:1 und steht am Sonntag zum vierten Mal im Finale.
 
Torhüter Ben Meisner beglückte den französischen Meister aus Gap mit der Vorlage zum zwischenzeitlichen 1:2, hielt sonst jedoch fehlerlos.

ZSKA Moskau war mit zwanzig Siegen Seriensieger beim seit 1996 nicht mehr ausgetragenen Europapokal im Eishockey, jetzt ist der AEV ist auf dem Weg zu seinem eigenen europäischen Rekord: Zum zwölften Mal findet in Neumarkt am Kalterer See der Dolomiten Cup statt und Augsburg schickt sich an, diesen zum vierten Mal zu gewinnen. Drei Siege schafften auch die Frankfurt Lions, ein weiterer Erfolg, und der AEV wäre alleiniger "Rekordeuropapokalsieger". Die Finalteilnahme ist schon einmal sicher nach einem 5:1-Sieg gegen den französischen Meister Les Rapaces de Gap vor ca. 1.000 Fans.

Schnelle Führung beim Heimspiel in Südtirol

Viele davon waren aus Augsburg mitgereist und der AEV begann das Spiel wie ein Heimspiel mit viel Druck, die Franzosen hatten nur während vieler Überzahlmöglichkeiten Zeit etwas zu verschnaufen, während Augsburg durch Tore von Drew LeBlanc in der dreitten und Neuzugang Matt White in der 12. Minute mit 2:0 davonzog. Wären nicht die vielen Strafzeiten gewesen und hätte Goalie Ben Meisner nicht Maurin Bouvet den Anschlusstreffer aufgelegt (16. Minute), die Partie wäre wohl schon nach zwanzig Minuten entschieden gewesen.

Aber durch weitere strafbewehrte Fouls gegen Augsburg kam Gap im Mitteldrittel besser ins Spiel und Meisner konnte seinen Fehler wieder gutmachen. Denn die Franzosen fanden jetzt auch im Angriff statt, fanden jedoch in Meisner immer wieder ihren Meister, und so blieb das Spiel nach einem torlosen Abschnitt spannend.

Schlüssel zu Erfolg: Funktionierende Special Teams

Im letzten Drittel hatte dann Augsburg erstmals die Gelegenheit in Überzahl zu agieren – und das funktionierte gleich ähnlich gut wie das Penaltykilling. Gabe, der Bruder des NHL-Shooting-Stars Jake Guenzel (er gewann im Juni mit Pittsburgh den Stanley Cup) hämmerte den Puck in der 43. Minute zum 3:1 ins Tor von Gap. Und Jeff Larg im Tor der Raubvögel musste bald wieder hinter sich greifen – zum zweiten Mal konnte ihn Matt White überwinden(46. Minute), der in Südtirol einen Einstand nach Maß feierte und nach dem Spiel als „Player oft he Match“ geehrt wurde. Den Schlusspunkt setzte Verteidiger Mark Cundari, der in der 53. Minute einen Ausflug vors gegnerische Tor mit dem 5:1 beendete.

"Player of the Match": Neuzugang Matt White mit zwei Toren

Trainer Mike Stewart dürfte zufrieden gewesen sein, denn seine Jungs konnten erst erfolgreich Unterzahlspiel üben, bei fünf gegen funktionierte das Zusammenspiel meist sehr passabel und zuletzt war auch gleich das erste Powerplay erfolgreich. Morgen spielen der EV ZUG aus der Schweizer Nationalliga A und Augsburgs Viertelfinalgegner Nürnberg den Finalgegner aus. Das Endspiel um den Dolomiten Cup findet am Sonntagabend ab 20 Uhr statt. Für Kurzentschlossene: Neumarkt liegt direkt an der Brennerautobahn kurz nach Bozen, wer mittags losfährt kann am Abend vielleicht den vierten Titelgewinn des AEV mitfeiern. Für daheim gebliebene Fans bietet der HC Neumarkt Egna einen Livestream auf YouTube an – knapp 2.000 Zuschauer nutzten diesen Service schon beim Halbfinale.
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