Wieder nur ein Tor, wieder nur ein Punkt: Verlängerungsniederlage gegen Düsseldorf

Wieder nur zwei Gegentore, davon eines erst in der Verlängerung: Olivier Roy hielt einen Punkt in Augsburg.
 
Torschütze im Jubiläumsspiel: Jaroslav Hafenrichters Treffer verhalf dem AEV zu einem weiteren Punkt.
Augsburg: Curt-Frenzel-Stadion |

Was die Hintermannschaft (nicht) zulässt, auch nicht bei gegnerischem Powerplay, sieht sehr gut aus und sorgt für Punkte. Es könnten einige mehr sein, wenn vorne nicht der Wurm drin wäre. So reichte ein Tor von Jaroslav Hafenrichter wieder nur zu einem Punkt für die Augsburger Panther. Immerhin der erste, den der Spitzenreiter aus Düsseldorf nicht verbuchen konnte.

Die Fans hatten bei Veröffentlichung des Spielplans gestöhnt: Mit Köln, Mannheim, München und Berlin warteten vier Top-Teams zum Saisonstart – ein wenig die Großen ärgern, dann kommen die leichteren Gegner, so dachte man im Juli. Dass sich als fünfter Gegner mit der Düsseldorfer EG der aktuelle Tabellenführer und damit der nächste Hochkaräter im Curt-Frenzel-Stadion präsentieren würde hatte kaum jemand auf dem Schirm .

Nach den ersten beiden Spielen – dem 5:4-Verlängerungssieg in Köln und dem 1:5 im ersten Heimspiel gegen Mannheim – stellte Trainer Stewart etwas um, jetzt wird mehr Wert auf eine stabile Defensive gelegt. Das würde auch funktionieren, wenn es nicht auf Kosten der Offensive ginge: Seit dem ersten Spiel traf der AEV jeweils nur einmal ins gegnerische Tor.

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150 Spiele für Augsburg:
Hafenrichter mit Tor zum Jubiläum

So auch gegen Düsseldorf: Bis zur 25 Minute hielten AEV-Keeper Olivier Roy und sein Gegenüber, der Schwede Fredrik Pettersson Wenzel in seinem ersten Spiel für die Gelb-Roten ihre Kästen sauber, dann überraschte Augsburgs Topskorer Drew LeBlanc alle mit einem No-Look-Pass aus der Ecke vors Tor. Alle, außer Jubilar Jaroslav Hafenrichter, der in seinem 150. Spiel für den AEV im richtigen Moment den Schläger aufs Eis brachte und aus kurzer Distanz zur Führung eintippte.

Mehr ließ der verlustpunktfreie Gegner mit der besten Ligaabwehr – Hafenrichters Tor war erst der sechste Treffer im fünften Spiel – nicht zu. Und die DEG schlug bald zurück. Ein Turnover zu viel, Phillipp Gogulla taucht in der 32. Minute allein vor Roy auf und versenkt die Scheibe zum Ausgleich in den Maschen hinter Roy. Hätte Augsburg ebenso viel Effizienz gezeigt, der Tabellenführer wäre enttrohnt worden, aber gerade die neuen Ausländer verfehlen noch zu oft das Tor oder kommen gar nicht zum Schuss. Hinzu kommt Matt White mit einer Ladehemmung, die an die Frühphase der vergangenen Saison erinnert. Und Marco Sternheimer? Der junge Augsburger wird von Mike Stewart behutsam aufgebaut und sieht noch nicht so viel Eiszeit wie die etablierten Kollegen, sorgt aber dabei mit frechen Moves immer wieder für Raunen und Szenenapplaus auf den Rängen.

Penaltykilling top, Powerplay ausbaufähig

Vielleicht würde mit ihm die letztjährige Paradedisziplin, das Powerplay, auch endlich wieder erfolgreich zu Ende gespielt, denn hier hakt es noch gewaltig, dagegen hält man mit einem Mann weniger zur Zeit ordentlich dagegen. Im Gegensatz zur DEG konnte sich der AEV im Powerplay immer wieder im gegnerischen Drittel festsetzen, viele Torgelegenheiten sprangen dabei jedoch nicht heraus. Aber nach zwei Strafen im Schlussabschnitt folgte die stärkste AEV-Phase, angetrieben vom Publikum drückte Augsburg auf den Sieg, aber Düsseldorf rettete sich in die Verlängerung und sicherte sich nach 63 Minuten den Zusatzpunkt.

Fünfmal auswärts, dann kommen die Grizzlies

Als nächstes folgt definitiv kein Hochkaräter, der Schwenninger ERC verbuchte bisher erst zwei Punkte und ging parallel zum AEV-Spiel mit 0:6 in Ingolstadt unter. Genau dort müssen auch die Panther am kommenden Freitag antreten, das Spiel bei den Schanzern ist eines von fünf (!) Auswärtsspielen in Folge: Beim SERC am Sonntag, in Bremerhaven am Feiertag, am kommenden Wochenende in Ingolstadt (freitags) und bei den Roosters (sonntags) endet diese Auswärtsserie am Freitag in zwei Wochen beim Überraschungsteam Straubing. Das nächste Heimspiel findet erst am 14.10. statt, Gegner sind die Grizzlies aus Wolfsburg.
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