Ausgesperrt – was nun?

(Foto: pixabay.com)
Gerne hört man zum Thema „Ausgesperrt“ die folgende Aussage: Mir passiert so etwas nicht. Es passiert aber scheinbar oft genug, denn Schlüsseldienste gehen irgendwie nicht Pleite. Je nach Bundesland, kostet eine Türöffnung zwischen 58,92 Euro in Mecklenburg-Vorpommern und 83,61 Euro in Rheinland-Pfalz. Nachts und feiertags können die Kosten nochmals höher sein, auf bis zu 143,93 Euro in Baden-Württemberg. Die Zahlen sind nur ein Mittelwert, die Verbraucherzentrale ermittelt wurden. Unseriöse Schlüsseldienste fordern oft Wucherpreise für unsaubere Öffnungen. Dahinter stehen nicht selten mafiöse Strukturen und Banden, die im Geheimen agieren und meist nur vermitteln. Tür zu – was nun?

Schlüsseldienst meist die beste Lösung

Der Schlüsseldienst ist meist die beste Lösung, wenn die Tür hinter einem zufällt. Wer einen Schlüsseldienst sucht, findet ihn meist in den Gelben Seiten. Durch die Online-Funktion lassen sich die Dienste auch bewerten und so kann man unseriöse Türöffner vermeiden. In der Regel kommt der Fachmann recht schnell, bespricht die Kosten vor der Aktion und öffnet dann die Tür. Die Kosten setzen sich aus der Zeitaufwendung und dem Aufwand für die Türöffnung zusammen. Ist die Tür nur zugefallen und nicht abgeschlossen, ist die Tür recht schnell geöffnet. Je aufwendiger, desto teurer.
Ein großer Irrglaube ist dagegen, dass der Zylinder immer gewechselt wird und die Kosten deshalb so hoch sind. Das stimmt nicht und nur in seltenen Fällen muss der Zylinder wirklich gewechselt werden. Zuvor kommen Dietriche, Klinkenschlingen und Karten zum Einsatz. Ein wichtiger Aspekt ist auch die Art des Schlosses. Sicherheitsschlösser können auch vom Fachmann nur sehr schwer geknackt werden. In solchen Fällen ist der Zylinderwechsel unausweichlich. Das geschieht auch nicht immer mit dem Bohrer, sondern mit einem Bolzensetzgerät. Der Zylinder wird quasi herausgeschossen und die Tür kann ganz einfach geöffnet werden. Es wird dann ein normaler Zylinder eingesetzt, der gegebenenfalls durch einen besseren ersetzt werden kann.

Selbst ist der Mann

Männer nehmen die Dinge gerne selbst in die Hand, auch beim Türöffnen. Das hat schon interessante Blüten getrieben. So kletterte ein Mann in Leinen, Baden-Württemberg vergangenen August über Nachbars Balkon auf seinen Balkon, stürzte aber in die Tiefe und verletze sich schwer. Er hatte sich ausgesperrt. Türöffnungsversuche können Geld sparen, sollten aber niemals zulasten der Gesundheit gehen. Denn Unfälle kommen einen meist teurer, als ein Schlüsseldienst. Destruktive Herangehensweisen sollten ebenfalls nicht die Lösung sein. Aber welche sicheren Methoden gibt es zur Türöffnung in

Eigenregie eigentlich?

Einerseits können Betroffene es mit einer alten Kredit- oder Kundenkarte versuchen. Diese sollte zwischen Tür und Türrahmen eingeführt werden, am besten schon in Höhe der Türfalle. Wenn die Tür nur zugefallen ist und nicht abgesperrt ist, hat man hier sogar recht gute Chancen. Es kann dabei helfen, die Gummidichtung am Türrahmen zu entfernen. So lässt sich der Spielraum zwischen Rahmen und Tür noch besser ausnutzen. Hilft die Karte nicht, kann man es mit einer Metallschlinge versuchen, die unter der Tür durchgeführt wird. Mit viel Fingerspitzengefühl schafft man es, die Schlinge um die Türklinke zu legen und sie dann herunterzudrücken. Auch hier sind die Erfolgsaussichten nicht schlecht, wenn denn die Lücke zwischen Tür und Boden groß genug ist.
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