Mit Blaulicht nach Liberia

Die beiden Ambulanzen der Deutschen Lebensbrücke starten ihre Fahrt nach Hamburg
 
"Danke", sagt Petra Windisch de Lates. Sie freut sich über die Spende der Lechambulanz.


Die Deutsche Lebensbrücke hat zwei Krankenwagen auf den langen Weg nach Liberia geschickt. Dort sollen sie Schwerkranke schneller in die Klinik transportieren.

Auch nach dem Ende der Ebola Epidemie in Liberia ist der Bedarf an Hilfsmitteln für die Krankenbetreuung nach wie vor riesig, vor allem Krankenwagen werden dringend benötigt. „Die Lechambulanz KG in Augsburg hat uns zwei voll funktionsfähige Krankentransporter gespendet“, erklärt Petra Windisch de Lates, Vorstandsvorsitzende der Deutschen Lebensbrücke. Als das westafrikanische Land 2014 von einer Ebola-Epidemie nie gekannten Ausmaßes heimgesucht wurde, schickte die Deutsche Lebensbrücke, damals mit Aicher Ambulanz in München, einen voll ausgestatteten Krankenwagen in die Hauptstadt Monrovia. „Wir freuen uns sehr, dass uns Frau Leonora Aicher nun zwei Ambulanzen aus ihrem Augsburger Fahrzeugpool überlässt“, sagt Petra Windisch de Lates.

Menschen retten statt verschrottet werden


„Die Fahrzeuge sind gut in Schuss und haben einen Restwert von rund 66 Tausend Euro. Das eine Fahrzeug hat erst 15 Tausend Kilometer auf dem Tacho und ist bestens ausgestattet mit Defibrillator, Ladestation, Trage etc., das andere verfügt über zwei Tragen und alle fest verbauten Zubehör-Teile. Ich bin sehr froh, dass beide Ambulanzen weiterhin dazu dienen werden, Menschenleben zu retten – statt ausgeschlachtet und verschrottet zu werden“, erklärt Leonora Aicher ihre Entscheidung, die Fahrzeuge der Deutschen Lebensbrücke zu spenden.

EInen Monat per Schiff unterwegs

Jetzt wurden die beiden Ambulanzen in Augsburg auf einen Tieflader verladen und sind nun unterwegs nach Hamburg. Von dort werden sie in versiegelten Containern am 17. Juni per Schiff nach Monrovia starten, wo sie einen Monat später ankommen werden. Vor Ort werden sie von Mary Broh, der Direktorin des staatlichen Fuhrparks, in Empfang genommen. "Ich kenne die Dame persönlich, sie ist Garant dafür, dass alles dahin kommt, wo es soll“, betont Petra Windisch de Lates. Ein Fahrzeug ist für das Emergency Operations Center in Monrovia bestimmt und das andere für eine kleine Klinik am Rande der Hauptstadt. Dort wird dringend ein Rettungswagen gebraucht, um die schwerkranken und verletzen Menschen aus dem Umland abzuholen. „Bislang werden hochschwangere Frauen auf dem Motorrad in die Klinik gebracht“, berichtet die Vorstandsvorsitzende der Deutschen Lebensbrücke. Damit ist dann dank der Hilfsorganisation Schluss.

Hilfe für Frauen und Mädchen in einem armen Land

Die Deutsche Lebensbrücke unterhält regelmäßig Hilfsprojekte in Liberia, und das nicht nur auf medizinischem Gebiet. Hilfe zur Selbsthilfe und Bildung stehen dabei im Mittelpunkt. „Aufgrund unserer langjährigen intensiven persönlichen Kontakte können wir zu 100 Prozent sicher sein, dass unsere Hilfen tatsächlich dort ankommen, wo sie hinsollen,“ versichert Petra Windisch de Lates, die im März selbst wieder in Monrovia war. Liberia hat sich nach langem Bürgerkrieg unter der Präsidentin und Nobelpreisträgerin Ellen Johnson-Sirleaf erholt und versucht, mit Frieden und Stabilität den Menschen und vor allem den Frauen eine sichere Zukunft zu ermöglichen.

Hier erfahren Sie mehr über das Engagement der Deutschen Lebensbrücke in Liberia: https://www.lebensbruecke.de/sonderprojekte und https://www.lebensbruecke.de/gegen-kinderarmut/wel...
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