Alles für die Katz': Petition für Campuscat

Campuscat ein Dienstkater? Über eine entsprechende Petition entscheidet der Landtag. Foto: Anton Porsche

Es war eine schlimme Nachricht, die sich Mitte Mai wie ein Lauffeuer unter den Studenten der Augsburger Uni verbreitete: Ihr Liebling, Campuscat, war am Muttertag von einem Auto angefahren worden. Der bekannteste Kater der Stadt war wohl auf dem Weg von der Alma Mater nach Hause, als ihn auf einer Kreuzung ein Wagen erfasste.

Der zutrauliche Kater, der sich mit Vorliebe auf dem Unigelände aufhält, gehört eigentlich einer älteren Dame, die im Univiertel lebt.

Bekannte von dieser beobachteten zufällig den Unfall, verständigten sie und fuhren den roten Tiger schnell in eine Tierklinik. Er hatte einen Zahn verloren, seine hinteren Pfötchen waren verletzt.

Mehrere Tage musste der Kater in der Klinik bleiben. Die Behandlung war teuer, und so starteten die Studenten, die die Facebookseite von Campuscat betreiben, einen Spendenaufruf. Über 4000 Euro kamen zusammen. Nach Abzug der Behandlungskosten blieben 2754 Euro Überschuss. Diese werden an sechs Organisationen verteilt. Jeweils 459 Euro gehen an die Katzenhilfe Augsburg und Umgebung, das Tierheim Augsburg - Tierschutzverein Augsburg und Umgebung, die Tierfutternothilfe, den Tierschutz Friedberg/Hochzoll, die Eichhörnchenhilfe Augsburg/Langweid und Katzen in Not, Pöttmes. 

Bei Diensttieren muss Staat für alle Kosten aufkommen

Nun kennt man ja Diensthunde, die sich als Rauschgiftschnüffler und Mantrailer Verdienste erwerben, oder auch Dienstpferde sowie Maultiere bei Polizei und Militär. Sie gehören dem Staat, der für alle ihre Kosten aufkommt. Das hat einen Jurastudenten angeregt. Eigentlich müsste auch Campuscat ein Dienstkater werden, meint er. Schließlich ist der Kater nach rund sieben Jahren an der Uni längst Kult. Seine Facebookseite hat 30.000 Abonnenten.

Die Katze, so begründet der Student seine Petition, jage nicht nur Mäuse, sie leiste vor allem "soziale Arbeit". Sie wirke ausgleichend auf gestresste Studenten und fördere den Zusammenhalt. Zudem verdiene die Uni mit diversen Campuscat-Merchandisingartikeln Geld. Die Petition liegt nun im Ausschuss Öffentlicher Dienst.

Im Herbst wird sich dieser mit dem Antrag auf Indienststellung des Katers befassen. 
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