FC Augsburg sichert mit Sieg gegen Mainz den Klassenerhalt

Die Fans in der WWK-Arena haben etwas zu feiern: Der FC Augsburg bleibt ein weiteres Jahr erstklassig. (Foto: Archiv)

Nach dem überzeugenden 2:0 Heimsieg gegen schwache Mainzer hatte die Mannschaft von Trainer Manuel Baum viele Gründe zu feiern: Mit 40 Punkten steht, vier Spieltage vor Ende der Saison, der Klassenerhalt nun auch rechnerisch fest. Das Comeback des lange verletzten Alfred Finnbogason, der mit dem 2:0 für die Entscheidung sorgte. Und das Ende der längsten Heimpleitenserie in der Augsburger Bundesligageschichte – zuletzt hatte es vier Niederlagen gegen Stuttgart, Hoffenheim, Bremen und den FC Bayern in Serie gegeben. Kurios: Schiedsrichter Frank Willenborg gönnte den Teams in der 24. Minute eine Trinkpause – und das Ende April.

Zwei Wechsel gab es beim FCA nach dem 0:0 von Wolfsburg: Richter und Finnbogason kamen für Cordova und den Gelb-Rot gesperrten Moravek. Auf Kapitän Baier musste Manuel Baum weiterhin wegen Tinnitus-Problemen verzichten.

Das Augsburg nach Finnbogasons langersehnter Rückkehr zur Halbzeit nur mit 1-0 führte, verdankten die Mainzer ihrem Torhüter Rene Adler, der einen Sahne-Tag erwischte. Bei heißen 28 Grad im Schatten dauerte es bis zur zwölften Minute bis der FCA auf Betriebstemperatur kam. Mit viel Herz und Leidenschaft bestritten Manuel Baums Mannen jeden Zweikampf und fanden in der Offensive mit dem heute auffälligen Jonathan Schmid und dem Trio bestehend aus Caiuby, Gregoritsch und Finnbogason häufig spielerische Lösungen. 9 zu 3 Torschüsse, 3 zu 0 Torchancen und 57 Prozent gewonnener Zweikämpfe sind ein starker Leistungsnachweis.

FCA brennt

Nach einer schönen Kombination von Gregoritsch, Richter und Finnbogasson, der fünf Mainzer im Strafraum auf sich zog, fand sein Zuspiel durch die Gasse den eingerückten Gregoritsch. Der nahm den Pass am linken Fünfmeterraum cool mit links an und schob nach einer kurzen Verzögerung, mit der er den heranrauschenden Mainzer Verteidiger aussteigen lies, überlegt ins lange Eck ein (29. Minute).

Das Tor war der Auftakt zu einem Augsburger Sturmlauf aufs Mainzer Tor: Nur zwei Minuten später hatte Richter, nach einer Flanke von rechts, das 2:0 auf der Hacke. Adler reagiert stark und konnte für Mainz retten. Nur eine Minute später bewahrte Adler mit einer weiteren Großtat vor einem weiteren Gegentor: Gregoritsch zog volley aus 14 Metern ab - Adler riss den Arm hoch und parierte erneut stark.

Die Mainzer waren vom Augsburger Angriffswirbel sichtlich beindruckt und reagierten nur noch, statt zu agieren. Kurz vor der Pause kam Max über links und passte vors Mainzer Tor, der Mainzer Hack drosch die Kugel sicherheitshalber ins Seitenaus, um ja nichts anbrennen zu lassen.

Augsburger Chancenwucher geht weiter

Zu Beginn der zweiten Hälfte wirkte Mainz etwas aktiver, ohne wirklich torgefährlich zu sein. Die erste Mainzer Torchance datiert aus der 53. Minute – Suat Serdar zog aus der Distanz ab - haarscharf am linken Pfosten vorbei.

Die erste Augsburger Chance in Durchgang zwei vereitelte der beste Mainzer, Rene Adler, in der 50 Minute: Augsburg konterte über Richter. Der schob die Kugel zu Finnbogason in den Mainzer Strafraum, aber der starke Adler hatte den Braten gerochen und störte entscheidend.

Fast ein Slapstick Tor: Der Abwurf von Adler landete auf dem Rücken seines Mitspielers Jean-Philippe Gbamin. Gregoritsch reagierte am schnellsten und bediente Finnbogason, dessen Schuss zunächst geblockt wurde. Richter schnappte sich den Abpraller und scheiterte freistehend am Mainzer Schlussmann.

Finnbogason mit dem Schlusspunkt

In der Schlussphase hielt es die Mainzer nicht mehr in der eigenen Hälfte, mit aller Macht drängten sie auf den Ausgleich. Sogar der Mainzer Keeper, war mit vorne im Augsburger Strafraum. Diesen Umstand nutzte der FCA zur Entscheidung. Nach der Balleroberung war das Mainzer Tor verwaist und Adler trabte eher gemächlich zurück. Finnbogason war es egal und er veredelte sein starkes Comeback mit dem Tor zur Entscheidung.

Obacht – Auch im nächsten Jahr wieder Abstiegskandidat Nummer1?

Unter diesem Motto intonierten Augsburgs Manager Stefan Reuter, das Team, die Verantwortlichen und die FCA-Fans Klassenerhalts-Party in der WWK-Arena.
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