Außenstelle für neues Ankerzentrum in Inningen

(Symbolbild) (Foto: Archiv)

Im Koalitionsvertrag hat sich die Bundesregierung auf die Schaffung von sogenannten Ankerzentren geeinigt. Bisher setzt lediglich Bayern die von Bundesinnenminister Horst Seehofer geforderten Einrichtungen um. Ein "Zentrum für Ankunft, kommunale Verteilung, Entscheidung, Rückführung (Anker)" entsteht nun auch in Inningen.

Für die Unterkunft in Donauwörth bedeutet dies, dass neben den bereits präsenten Behörden und Organisationen wie etwa Polizei, Gesundheitsamt, Zentrale Ausländerbehörd, Diakonie und Caritas ab sofort auch eine Außenstelle des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (BAMF) und eine Rechtsantragsstelle des Verwaltungsgerichts Augsburg eingerichtet wird. Dadurch sollen Entscheidungen von Asylverfahren schneller herbeigeführt werden. Vertreten sein wird auch eine Außenstelle der Bundesagentur für Arbeit.

"Die Zugangsentwicklung und auch die seit Jahresbeginn vorgegebene längere Verweildauer in der Erstaufnahme", so erklärt die Regierung von Schwaben "haben bereits im April zu Überlegungen geführt, die bisher in Reserve gehaltene Dependance in Augsburg, Hohenstaufenstraße, zu aktivieren, um in Donauwörth eine verträgliche Belegungszahl nicht dauerhaft zu überschreiten". Die Stadt Augsburg sei von Anfang an darüber informiert gewesen.

"Aufgrund einer leichten Entspannung der Zugangslage haben wir die Inbetriebnahme zunächst nicht forciert", heißt es weiter. Das Innenministerium habe Ende Juli dann darüber informiert, dass künftig alle sieben Regierungsbezirke abwechselnd für je eine Woche in zusätzlich für die Aufnahme von Flüchtlingen aus Nigeria zuständig sind.

Damit werde es nun notwendig, Ausweichkapazitäten für die Einrichtung in Donauwörth zu nutzen. In der Inninger Hohenstaufenstraße sollen nun Flüchtlinge untergebracht werden, die das Asylverfahren im Wesentlichen durchlaufen haben und nur noch auf die Entscheidung über ihren Asylantrag warten.

Hauptherkunftsländer in der Donauwörther Einrichtung bleiben weiterhin die Türkei und Gambia. Die Regierung von Schwaben beabsichtigt, in dem Gebäude der Alten Ziegelei in Inningen zunächst circa 30 bis 50 Bewohner unterzubringen, die ebenfalls vorwiegend aus der Türkei und Gambia stammen. (pm)
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