21-Jähriger stach in Lechhausen mit Messer auf Vater ein: Staatsanwaltschaft geht nun von verminderter Schuldfähigkeit aus

In Lechhausen hatte sich Mitte August das Familiendrama ereignet (Symbolbild). (Foto: Udo Herrmann/123rf.com)

Mit einem Messer schwer verletzt wurde ein 54-Jähriger am 17. August in Lechhausen. Der Tat verdächtigt wird der Sohn des Mannes. Der 21-Jährige wurde noch am selben Tag festgenommen. Nun teilt die Staatsanwaltschaft Augsburg mit, dass der mutmaßliche Messerstecher die Tat wohl im Zustand der verminderten Schuldfähigkeit begangen hat.

Der Beschuldigte, der in der Schillstraße mit dem Messer auf seinen Vater eingestochen haben soll, sei einstweilig im BKH untergebracht, so die Staatsanwaltschaft.

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft habe ein Ermittlungsrichter des Amtsgerichts Augsburg den Haftbefehl gegen den 21-Jährigen durch einen einstweiligen Unterbringungsbefehl wegen versuchten Totschlags und gefährlicher Körperverletzung ersetzt. Die bisherigen Ermittlungsergebnisse und eine vorläufige gutachterliche Stellungnahme zur Schuldfähigkeit "begründen die dringende Annahme, dass der Beschuldigte die Tat jedenfalls im Zustand der verminderten Schuldfähigkeit begangen hat".

Für die Allgemeinheit gefährlich

Wie die Staatsanwaltschaft betont seien infolge dieses Zustandes, "erhebliche rechtswidrige Taten von dem Beschuldigten zu erwarten". Er sei für die Allgemeinheit gefährlich.

Es werde davon ausgegangen, dass in einer Hauptverhandlung die Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus angeordnet wird. Der Beschuldigte wurde daher von der Justizvollzugsanstalt in ein Bezirkskrankenhaus verlegt.

Die Ermittlungen zu dem Fall sind indes noch nicht abgeschlossen. (pm)
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.