100 Jahre Musik und Freude - Blasorchester Lechhausen feiert Jubiläum.

Das Orchester 2008. (Foto: Blasorchester)
 
Weihnachtsmarkt in Lechhausen. Foto Blöchl
Vor 100 Jahren, m März 1919 fand man sich zum ersten Mal zusammen, um Musik zu machen, ein Orchester zu gründen. Ein Jahr nach dem Ende des ersten Weltkrieges war den Menschen nach all der Not im Elend und den vielen Toten wieder mehr noch Unterhaltung und Kultur. Auf Initiative aus der Kirche begann die Geschichte. schon im August 1919 folgte der erste Auftritt der Blasmusikapelle. Nach den ersten Jahren ging es unter dem ehemaligen Militärkapellmeister Alois Humpl mit der Kapelle steil bergauf. Man spielte in der ehemaligen großen Lechhauser Gaststätte Paradiesgarten vor bis zu 700 Besuchern. 1929 benannte man sich in Anlehnung an Musik von Richard Wagner in Blaskapelle „Rheingold“ um. Qualität und Repertoire steigerten sich. In der Zeit des Nationalsozialismus war es für das Ensemble schwer zu überleben. Der Dirigent Alois Humpl war bei den Nazis verhasst, er musste 1936 sein Amt aufgeben. Auch sonst gab es viele Repressalien. Mit Kriegsbeginn wurden immer mehr Musiker eingezogen, das Musikleben kam zum Erliegen.

Nach dem Krieg begann es relativ schnell wiedre mit der Musik, bereits 1948 war man wieder aktiv. 1951 fand das erste Weihnachtskonzert auf dem Alten Ostfriedhof in Lechhausen statt, eien Tradition die sich bis heute gehalten ha und sich immer noch großen Zuspruchs Zum 50 - jährigen Jubiläum 1969 änderte man den Namen in die is heute günstige Bezeichnung Blasorchester Lechhausen. Wagners Musik war nicht mehr aktuell. Karl Wiedersatz übernahm dann 1979 für 20 Jahre die Leitung des Orchesters ein besonderer Höhepunkt dieser Zeit war die Zusammenarbeit mit einem Orchester aus der französischen Partnerstadt Bourges. In der Gaststätte gleichen Namens an der Lechbrücke befand sich auch der Probenraum der Kapelle nachdem dort der Betrieb aufgegeben wurde zog man in das Pfarrheim Edith Stein in der Hammerschmiede In dieser Zeit waren heute noch bekannte Vorstände wie Rudolf Barwinek oder Dirigenten wie Martin Drexel aktiv. Letzterer hat ein großes Augenmerk auf die Nachwuchsförderung gelegt, viele junge Musikerinne und Musiker schlossen sich dem Ensemble an. Und auch heute sidn noch viele junge Gesichter zu sehen. Seit 2016 steht mit Anne Fusshöller erstmals eien Frau am Dirigentenpult und Annika Krumm führt als Vorstand das Orchester. Derzeit sind ca. 40 Menschen aktiv dabei.

Veränderungen gehören auch zum Orchester.

Man kann sich heute gar nicht mehr vorstellen, dass damals in den vielen großen Biergärten von den Orchestern auch Opern, unter anderem auch von Richard Wagner zum Besten gegeben wurden. Heute sind Orchester in den Biergärten nicht mehr zu finden, meistens dominieren Unterhaltungsmusik um Schlager. So wie sich Die Gesellschaft geändert hat, haben sich auch Temperatur und Programm des Blasorchesters Im Laufe des Jahr 100 verändert. Heute wir eine große Bandbreite musikalischer Höhepunkte bedient. Das reicht von der klassischen Blasmusik, die auch im Bierzelt oder beim Marktsonntag gespielt wird über klassische Stücke bis hin zu Swing und Jazz. Der Auftritt am heiligenden Abend auf dem Alten Ostfriedhof ist mittlerweile fast Kult in Lechhausen. Aber auch beim Volkstrauertag oder beim SPD – Frühschoppen auf der Kirchweih sind die Musiker dabei. Immer wieder treten Orchestermitglieder in unterschiedlichen kleineren Formationen, wie z.B. de, Bläserquintett bei Veranstaltungen auf, eine wahre Bereicherung für das kulturelle Leben in Lechhausen und darüber hinaus. Nicht zu unterschätzen ist sicher auch der Einfluss auf die Aus- und Weiterbildung junger musikalischer Talente. So sind in der ungern Formation „Blechhauser“, die z.B. seit einiger Zeit beim Kolpingfasching und anderen Festen für Stimmung und Furore sorgt, auch Musiker aus dem Orchester aktiv.

Am Jubiläumswochenende wird gefeiert.

Das 100 – jährige wird nun gebührend gefeiert. Bereits im Mai fad das Jubiläumskonzert unter großem Publikumsandrang statt. Es war musikalisch ein herausragendes Ereignis, das die ganze Bandbreite und musikalische Qualität unter Beweis stellte. Am 21. Und 22. September wird nun das offizielle Festwochenende im Neuen Hubertushof in der Firnhaberau gefeiert.

Am Samstag 21. September beginnt um 14 Uhr die Bläserklasse des Rudolf - Diesel – Gymnasiums mit dem Programm. Ihm folgen um 15 Uhr das Kindertheater „Die traurige Flöte“ und ab 16:15 Uhr die „Schüler big band“ des Rudolf – Diesel – Gymnasiums“. Höhepunkt wird dann sicher der Auftritt der „Echt Böhmischen“ um 18:30 Uhr. Karten gibt es im Vorverkauf unter blasorchesterlechhausen@web.de.der Sonntag 22. September beginnt um 9:30 Uhr mit einem Zeltgottesdienst. Anschließend spielen „Der Oa und de Andan“ aus Haunswies zum zünftigen Frühschoppen auf. Natürlich hoffen die Lechhauser Musikerinnen und Musiker auf großen und zahlreichen Besuch aus den Stadtteilen. Und nach dem Jubiläum steht ja dann schon wieder die Kirchweih vor der Tür, bei dem das Orchester sicher wieder einen wichtigen musikalischen Beitrag leisten wird.

Wenn man sich vorstellt, dass über 100 Jahre immer wieder Dirigenten und Vorstände, Musikerinne und Musiker sich gefunden haben, um weitestgehend ehrenamtlich den Menschen Musik und Freude zu bringen, kann man nur Respekt für diese Leistung haben. Und man kann dem Blasorchester nur weiter viel Erfolg schöne Auftritte wünschen. Wer sich noch intensiver für die Geschichte aber auch aktuelle Informationen interessiert findet die unter www.blasorchester-lechhausen.de.
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