Besucherandrang bestätigt Bedeutung des Marktsonntages in Lechhausen

So ging es zeitwiese zu in der Neuburger Straße. Foto Blöchl
 
Peter Fischer. Foto Blöchl

Viele Diskussionen hat es gegeben, ob denn der Marktsonntag in Lechhausen im rahmen der Kirchweih denn wirklich wichtig wäre. Der Andrang zum diesjährigen Festsonntag widerlegte zumindest auf diesem Gebiet alle Skeptiker. Ging die Polizei im letzten Jahr von ca. 25 000 Besuchern aus, wurde diese zahl in diesem Jahr sicher übertroffen. Peter Fischer, der Vorsitzende der veranstaltenden Aktionsgemeinschaft zeugte sich hochzufrieden: "Ich bin sicher, dass wir der Grenze von 30 000 überschritten haben! Ein phänomenaler Erfolg!" Und auch als Teilnehmer kann man den Eindruck nur unterstreichen.

 

Die Bilder des Festumzugs zur Lechhauser Kirchweih.

Bereits vor der offiziellen Eröffnung drängten sich die Menschen zwischen Waterloostraße udn Widderstraße. Bürgermeisterin Eva Weber bestätigte die Unterstützung der Stadt für den Marktsonntag, Peter Fischer zeigte sich mit der Beteiligung äußerst zufrieden: „Wir mussten sogar Interessenten für Stände absagen!“. Später gab es oft nur schwer ein Durchkommen für Tram und Bus. aber an manchen Stellen hatten auch die Menschen Probleme aneinander vorbeizukommen. Besonderen Andrang gab es am Polizeihubschrauber, der teilwiese von Kindern umlagert wurde. Ein Geheimnis wurde nicht gelüftet: Wer hat ihn dorthin geflogen? Vielleich tauch gar niemand? Aber auch an anderen orten herrschte reges Interesse. Die sog. „Rettungsinsel“ der Hilfsorganisationen war genauso begehrt wie der Automarkt in der Widderstraße, dieses Jahr mit drei zusätzlichen Ausstellern. Aber auch vor Bratwurstständen und Getränkewagen gab es Schlangen Auffällig die Stände der politischen Organisationen, die bei der Kommunalwahl antreten. Waren sonst nur CSU und SPD vertreten, waren dieses Mal auch Pro Augsburg und die WSA vertreten. Und bei der Eröffnung war auch die Kandidatin der grünen für die OB – Wahl, Martina wild, zugegen. Vereine aus Lechhausen präsentierten ihr Angebot, die Geschäfte boten besondere Attraktionen wie kostenloses Ohrlochstechen oder Modenschauen, Parfüm selbst kreieren oder Sonderangebote. .Kulinarisch wird das Angebot ebenfalls immer größer, neben die traditionelle Bratwurst finden auch die Speisen und Getränke der Lechhauser Neubürger immer mehr Anklang. Döner und Crepes gehören genauso dazu wie leckerer Wein und Tee. Im Mehrgenerationentreff zig eine Vernissage mit moderner Malerie der Künstlerin Yvonne Solterbeck einige Kunstinteressierte an. Und nicht zu vergessen, die Luftballons! Ein wohl zeitloser Renner. Ob Blau (CSU) oder Rot (SPD) dabei gewonnen haben – es wird ein Geheimnis bleiben.
In einer kurzen Aktion und mit Flugblättern machte die SP Lechhausen darauf aufmerksam, dass Mitten im Herzen Lechhausens seit über 20 Jahren das Lechhotel leer steht. Die Forderung nach Enteignung fand wie erwartet ein zweigeteiltes Echo. Die Reaktionen gingen von "Genau richtig!" bis hin zu "Das ist ja der blanke Kommunismus!". Wir werden weiter darüber berichten. 

Das Phänomen Marktsonntag kann niemand so richtig erklären. Abhängig vom Wetter und das war in den letzten Jahren meisten schön so wie diesen Sonntag, genießen die Menschen wohl, einmal auf einer sonst stark befahrenen Straße flanieren zu können, die Angebote aus einer anderen Perspektive zu sehen. Sie wollen den Stadtteil einmal in Muße genießen. Deshalb muss der Marktsonntag bleiben – da sind sich alle Beteiligten einig. 
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