Boxen als soziale Selbsterfahrung - Training mit einer Weltmeisterin .

Zum Schluss waren alle happy und froh: links vorne Frau Edith Baumgartner Lehrerin und Dieter Hegner vomm Stadtjugendring, rechts Sergej Haan (Vorsitzender BC Haan). Benedikt Langer (Trainer) – rotes Shirt und Tina Rupprecht (WBC World Boxing Champion / Trainerin). (Foto: SJR)
twas ganz Besonderes durften Schülerinnen und Schüler der Mittelschule Firnhaberau erleben und erfahren – mit einer Weltmeisterin trainierten sie Boxen in der Lechhauser Boxschule Haan. „Linker Haken“ hieß das Projekt das vom Stadtjugendring und Streetwork Ost organisiert wurde. Unterstützt von der städtischen Wohnbaugruppe und dem Katholischen Volksschulfond übten sich die Kursteilnehmer in 15 Trainingsstunden seit März des Jahres in der Kunst des Boxens.
Und wer glaubte, dass Boxen einfach Gewalt oder Schlägern bedeutet, der kann sich gerne eines Besseren belehren lassen. Auch manche Jugendlichen waren erstaunt, welche Fähigkeiten dieser Sport erfordert. Es geht vor allem um Persönlichkeitsentwicklung, die Stärkung des Selbstvertrauens, die Förderung der Konzentration und vor allem auch Fairness und das Einhalten von Regeln. Natürlich sind auch körperliche Ertüchtigung und Fitness, Bewegung und Koordination und das Training von Durchhaltevermögen wichtig. Nicht zuletzt sollen die Jugendlichen auch lernen sich selbst zu verteidigen und zu behaupten, aber in einem sozial akzeptablen Rahmen. Dazu gehört auch, dass die Teilnehmerinnen motiviert werden sich abzugrenzen und in entscheidenden Momenten „Nein“ sagen zu lernen. Und natürlich ging es auch um Spaß in einer anderen Form des Sportunterrichts!

Du wer könnte das besser vermitteln als eine Weltmeisterin.

Ein gutes Beispiel hierfür ist eine kleine und zierliche junge Frau. . Die Sportlerin geht seit zehn Jahren beim 1. Box Club der Haan Brüder ein und aus. Sie hat es gelernt durch Disziplin, Einsatz, Beharrlichkeit und hartes Training sich im wahrsten Sinne des Wortes „durchzuboxen“. Tina Ruppecht. ist seit Juni 2018, WBC-Weltmeisterin im Federgewicht (World-Boxing-Council). Nebenbei studiert sie Grundschullehramt und war dadurch natürlich für dieses Projekt prädestiniert. Das zeigte sich auch im Verlauf der Kurse, in denen sie die jungen Leute motivierte und überzeugte. Bei der Übergabe der Zertifikate – im Übrigen waren alle freiwillig bis zum Schluss dabei – war die Bilanz bei allen Beteiligten positiv bis etwas euphorisch. Und wenn mancher Schlag etwas härter ausfiel als gewollt, was macht es wenn man mit einer Weltmeisterin trainiert hat!
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