Der gute Hirte und Kapitän im Ruhestand.

Die Gemeinde verabschiedet sich von ihrem Pfarrer, (Foto: Peter Proske.)
Übervoll war die Pfarrkirche St. Franziskus an dem Sonntag, an dem Eine Ära zu Ende e und eine Institution ist im Ruhestand ging. Mit dem 1. September 2019 wurden die beiden Nachbarpfarreien St. Franziskus (Firnhaberau) und Christkönig (Hammerschmiede) zu einer Pfarreiengemeinschaft zusammengeführt. In diesem Zusammenhang ist neben Pfarrer Manfred Krumm von Christkönig auch Monsignore Anton Schmid als Stadtpfarrer der Augsburger Pfarrei St. Franziskus in den Ruhestand getreten. Er war / ist mit fast 49 Jahre in der Pfarrei St. Franziskus der dienstälteste Seelsorger der Diözese Augsburg. Bei einem Festgottesdienst wurde er von seiner Gemeinde gebührend verabschiedet. Ein Sohn der Gemeinde, Domkapitular Wolfgang Hacker hielt die Ansprache, der Kirchenchor, verstärkt durch den Jubilate Chor, gestaltete de Gottesdienst mit der „Missa breve No. 7 in C“ von Charles Gounod.

Beeindruckende „Leistungen“ in einer langen Zeit.



In seiner Zeit als Stadtpfarrer von St. Franziskus hat Aton Schmid unter anderem 5 Päpste, 4 Bischöfe von Augsburg, 5 Bundeskanzler, 6 Bayerische Ministerpräsidenten und 5 Oberbürgermeister von Augsburg
kommen und gehen sehen.Er hat über 600 Kinder getauft, ca. 320 Paare getraut und fast 1.200 Gemeindemitglieder auf ihrem letzten Weg begleitet. Neben all diesen Tätigkeiten vor Ort war er auch noch Vorsitzender des Theresienwerkes und Präfekt der Marianischen Priesterkongregation.

Als ob diese seelsorglichen Leistungen nicht genug wären, hat er durch die zweimalige Erneuerung und die Erweiterung unserer Pfarrkirche, den Bau des Begegnungszentrums und der Kindertagesstätte mit Hort und Krippe auch maßgeblich zur Verbesserung der Infrastruktur unserer Siedlung beigetragen. Sein Motto wurde am Eingang unseres Begegnungszentrum in Stein gemeißelt: „Lasst euch als lebendige Steine zu einem geistigen Haus aufbauen…“ (1.Petr. 2,5).

…und nicht zuletzt.

Der traditionelle Faschingszug in der Firnhaberau – ohne Anton schmid fast undenkbar. Immer zog er an der Spitze mit dem „Schlachtruf“ „Jux und Radau in er Firnhaberau – Ruhe und Friede in der Hammerschmiede!“ durch die Siedlung. Ob als Papst oder Kapitäne – er hatte auch den Humor, sich selbst humorig Frage zu stellen. Sehr froh ist er nun, dass er seien Lebensabend in der Firnhaberau verbringen kann nun nicht Mehr umziehen muss, wie er in einem Gespräch betonte. Jetz geht es zuerst einmal in den Urlaub. Und spätestens im nächste Fasching ist Anton Schmid wieder dabei. 
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