Die ARGE steht vor einigen Herausforderungen

Werner Mordstein will aufhören. Foto Blöchl
Die Veränderungen im Zentrum von Lechhausen mit dem Neubau des Grünen Kranzes sind auch für die Vereine und die ARGE als deren Interessenvertretung eine Herausforderung.

Im vergangenen Jahr war das Maibaumfest noch am Platz am Schlössle möglich, fiel aber dem Regen zum Opfer. Dieses Jahr musste man notgedrungen, ohne Baum, in die Widderstraße vor dem Kriegerdenkmal ausweichen. Wann und ob in den nächsten Jahren wieder ein Maibaum aufgestellt werden kann, ist noch ungewiss. Man stellt sich auf eine längere Pause ein, wie der ARGE-Vorsitzende Werner Mordstein bei der turnusmäßigen Jahreshauptversammlung berichtete. Das Fest auf dem Ausweichplatz war aber dann trotzdem gut besucht, die Lechhauser lassen sich das Feiern nicht nehmen. Wenn dann irgendwann der Baum wieder im Zentrum des Stadtteils seht, wird die ARGE dann auch dafür sorgen, dass die in die Jahre gekommenen Zunftzeichen am Baum erneuert werden. Ein richtiger Neubeginn.

Positiv bewertete Mordstein die Entwicklung des Wochenmarktes in der Widderstraße und die stimmungsvolle Feier anlässlich des Volkstrauertages. Er dankte auch den zahlreichen Unterstützern aus dem Stadtteil, die diese Veranstaltungen oder auch den Seniorennachmittag bei der Kirchweih überhaupt erst ermöglichen würden.

Wie Peter Fischer, der Vorsitzende der Aktionsgemeinschaft Lechhausen (AGL) berichtete, läuft im Jahr 2019 die begierige Genehmigung für eines der letzten Volksfeste in einem Stadtteil in Augsburg aus. Damit läuft auch der Vertrag mit der Festwirtsfamilie Held für das Festzelt aus. Auch die Zukunft der erfolgreichen Marktsonntage der Aktionsgemeinschaft steht in diesem Zusammenhang in Frage, denn der Marktsonntag ist direkt an die Kirchweih als Anlass gebunden. Die Gespräche mit der Stadt, insbesondere Ordnungsreferent Dirk Wurm, haben bereits begonnen.

ARGE-Chef Mordstein hofft optimistisch auf einen positiven Ausgang. „Die Kirchweih muss unbedingt erhalten bleiben“, betont er. Er baut dabei auch auf die positive Zusammenarbeit, die es bisher mit der Stadt gegeben habe. Mordstein und sein Stellvertreter Horst Hinterbrandner betonten die gute Zusammenarbeit mit der Stadt.

Dennoch steht die ARGE vor einem Umbruch. Werner Mordstein, seit 2011 Vorsitzender, will 2020, wenn er 75 wird, definitiv nicht mehr kandidieren. Ein Nachfolge oder eine Nachfolgerin sind nicht in Sicht. Auch Kassier Hans-Peter Roßkopf will nicht weitermachen. Zusätzlich stellt sich das Problem, dass viele Helfer, die bisher zur Verfügung standen, selbst in die Jahre gekommen sind und teilweise nicht mehr helfen können.

Die nicht gerade überragende Teilnahme von Vereinsvertretern an der Versammlung lässt doch etwas Skepsis aufkommen, ob der Wechsel so einfach über die Bühne gehen wird. Interessante Zeiten für die ARGE und Lechhausen stehen bevor.
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