Ein Gewerbegebiet wird aufgewertet.

Zufrieden über deb Stand des Projekts bei 1. Unternehmerfrühstück v.l. Dr. Franz - Werner Keller, Christian Hörmann, Eva Weber, Rainer Erben, Solveig Lüthje und Alexndra Räder. Foto Blöchl
 
Quelle Stadt Augsburg, Foto Hans blöchl

Städtebauprojekt für Lechhausen – Nordost auf positivem Weg.

Während der Neubau eines Gewerbegebietes in Lechhausen durchaus umstritten ist, geht das Projekt der Weiterentwicklung des bestehenden Gewerbegebietes Lechhausen – Nord weiter voran. Nach den ersten Schritten mit Informationen der Unternehmen, einem Workshop im Rathaus, der Vorstellung eines Konzeptes für das Gebietsmanagement durch ein Team um Dr. Markus Hilpert von der Universität Augsburg und die Arbeit in verschiedenen Gruppen sind im Frühjahr und Sommer die nächsten Schritte eingeleitet worden. Bei diesem Projekt handelt es sich immerhin um die Entwicklung des größten Gewerbegebietes in Schwaben. Zusammen mit dem Umweltpark Augsburg sind dort ca. 30 000 Menschen beschäftigt, die Wertschöpfung kann zwar nicht genau beziffert werden, ist aber für die Stadt Augsburg von eminenter Bedeutung. Deshalb hat das Projekt im zuständigen Wirtschaftsreferat von Bürgermeisterin Eva Weber auch eine hohe Priorität. Bei Gesprächen mit dem Leiter der städtischen Wirtschaftsförderung, Karl Bayerle und der zuständigen Mitarbeiterin Alexandra Räder wird die Bedeutung klar, die seitens der Stadt dem Projekt beigemessen wird.


Gebietsmanagement installiert und vorgestellt.

Es gab und gibt ja verschiedene Erfahrungen mit sog. Stadtteilmanagement. Auch in Lechhausen war ja einige Jahre ein derartiges Lenkungs- und Steuerungsinstrument für die Entwicklung des Stadtteilzentrums zwischen Ulrichsbrücke und Schlössle eingerichtet. Nun soll auch für das Gewerbegebiet professionelle Unterstützung erfolgen. „Im Gewerbegebiet Lechhausen sollen bestehende Kooperationen der Akteure durch den Aufbau eines Gebietsmanagements gestärkt und verselbstständigt werden“, so Bürgermeisterin sowie Wirtschafts- und Finanzreferentin Eva Weber. „Dieses Management soll sich auch um weitere Belange der örtlichen Betriebe und Flächenbesitzer kümmern, indem es als Anlaufstelle und Sprachrohr der Unternehmen fungiert und so beispielsweise die Kommunikation zwischen diesen, aber auch mit der Stadt Augsburg erleichtert.“ Und Weber weiter: „Aufgrund seiner zentralen Bedeutung für die Gesamtentwicklung Augsburgs ist das Vorhaben in Lechhausen ein Pilotprojekt und wichtiger Baustein des Stadtentwicklungskonzepts (STEK), dessen Fachkonzepte im Gewerbegebiet Lechhausen exemplarisch für die Gesamtstadt erprobt und umgesetzt werden sollen,“ so Weber weiter.
Mittlerweile ist der nächste Schritt getan. Die Stadt Augsburg hat die CIMA Beratung
+ Management GmbH beauftragt, die Unternehmen und Immobilieneigentümer aus dem Gewerbegebiet Lechhausen Nord beim Aufbau dieses Gebietsmanagements zu unterstützen. Die Firma aus München ist in Lechhausen nicht unbekannt, Sie war bereits aktiv am Stadtteilmanagement in Lechhausen beteiligt. Nun soll sie mit Christian Hörmann und Solveig Lüthje in den kommenden drei Jahren die Unternehmen im Gebiet bei „Netzwerkarbeit, Leerstands- und Flächenmanagement, sowie Marketing und Öffentlichkeitsarbeit für die Interessenvertretung „Augsburg Ost“ unterstützen“ Ziel ist es dabei, dass die Unternehmer sich selbst organisieren und die Prozesse dann durch eine unabhängige und starke Vertretung selbst steuern und weiterführen. Bürgermeisterin Weber dazu:“ „Wir sehen das Gebietsmanagement als eine Chance, das Gewerbegebiet mit Unterstützung der Gewerbetreibenden und Eigentümer zu einem nachhaltigen Gewerbegebiet weiterzuentwickeln und Investitionssicherheit zu schaffen. Die Betriebe in Lechhausen müssen darauf vertrauen dürfen, hier auch künftig ihr Handwerk, ihre Produktion oder Dienstleistung uneingeschränkt ausüben und wachsen zu können“. Die Beratungsfirma soll auch dabei helfen, mit einer Homepage für das Gebietsmanagement einen gemeinsamen Auftritt für die Kommunikation und Information nach außen sowie nach innen zu schaffen. Vorgesehen sind unter anderem ein Unternehmerverzeichnis, ein Flächenportal, Informationen zu Mittagstischangeboten und ÖPNV.

Positive Beteiligung nach anfänglicher Skepsis.

Bei den ersten Maßnahmen war bei manchen betroffenen Firmenchefs durchaus noch Skepsis spürbar. So gab es die Sorge, dass die Stadt sich zu sehr in die Belange der Wirtschaft eimischen würde oder auch Auflagen z.B. des Umweltschutzes unternehmerisches Handeln begrenzen würde. Dr. Franz – Werner Keller von einer bekannten Lechhauser Immobilienfirma fungiert ein wenig informell als Sprecher einer Gruppe, die sich um das Projekt kümmert. Er unterstreicht bei einem Gespräch, dass die Unterstützung der Entwicklung des Gebiets vorhanden sei. Er selbst investiert einige Stunden wöchentlich ehrenamtlich in die Weiterführung.

Bei einem Unternehmerfrühstück mir fast 60 Personen – derartige Veranstaltungen soll es viermal jährlich geben – war spürbar, dass die Idee mittlerweile Widerhall und Unterstützung erfährt. Nach Angaben von Teilnehmern ging es bei diesem ersten informellen Treffen vor allem auch Energiefragen. Da die Presse beim Frühstück selbst nicht zugelassen war, kann über konkrete Vereinbarungen nicht berichtet werden. Umweltreferent Rainer Erben, der ebenfalls anwesend war, betonte, dass durchaus auch Themen wie „Bodenversiegelung oder Klima“ im Rahmen des Projekts zur Sprache kommen würden. Auch anwesende Vertreter aus dem Stadtrat und auch Peter Fischer von der Aktionsgemeinschaft Lechhausen zeigten sich angetan von den Ideen und Planungen für das den Stadtteil prägende Gewerbe- und Industriegebiet.
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