„Gemeinsamkeit“ das Thema beim Neujahrsempfang.

Gemeinsam auf das neue Jahr angestoßen v.l. Markus Risini, Thomas Weitzel, Markus Bader, Pfarrerin Katharina Beltinger /St. Markus) und Herbert Kollars (Pfarrgemeinderat St. Pankratius. Foto Blöchl)

Lechhausen beginnt das Jahr beim Empfang der Pfarreien.

Es ist ein guter Brauch in Lechhause. Immer am Anfang des Jahres treffen sich die Akteure des Stadtteils – Stadträte, Vereinsvorsitzende, Honoratioren – und viele Mitglieder der beiden Pfarreine Unsere Liebe Frau und St. Pankratius beim traditionellen Neujahrsempfang, in diesem Jahr turnusgemäß im Pfarrsaal von Unsere Liebe Frau, auch dabei der städtische Kulturreferent Thomas Weitzel. Man wünscht sich noch ein Gutes Baues Jahr, man bestpicht wichtige und weniger wichtige Dinge des Stadtteils, vielleicht ist sogar auch ein wenig Tratsch dabei. Die Gedanken der Redner dienen dazu, sich ein wenig zu besinnen, nachzudenken, neue Gedanken aufzunehmen. 

Marcus Risini, Pfarrgemeinde- und Pastoralratsvorsitzender der Pfarreiengemeinschaft begann seine Begrüßung beim mit den Worten:“Gemeinsam sind wir stark!“ Viele Aktivitäten der Gemeinden stärkten die Gemeinschaft. Er rief dazu auf, mehr Respekt dem anderen gegenüber walten zu lassen, insbesondere auch der Polizei gegenüber. Das Thema Gemeinschaft und Gemeinsamkeit bestimmte dann auch den Tenor der Grußworte.

Reformationsjahr betont Gemeinsamkeit der Konfessionen.

ISowohl Risini als auch Stadtpfarrer Markus Bader unterstrichen die Bedeutung ess vergangene Reformationsjahres als Beispiel der Gemeinsamkeiten der großen christlichen Konfessionen. Die Reformation als „Akt der Befreiung der Kirche“ .wirke bis heute nach. Das Jubiläumsjahr habe ökumenische Highlights gebracht die Gemeinsamkeiten herausgestellt ohne die Unterschiede zu verwischen.

In seinem Rückblick auf das Jahr 2017 beschrieb Bader die Welt als unruhiger und unberechenbarer als früher. Gewissheiten werden heute in Frage gestellt auch in der Kirch gibt es viele Diskussionen wie z.B. die um die „richtige“ Fassung des Vater Unser. Die Kirche müsse katholischer und evangelischer werden Im katholischen Sinn mehr „das Ganze sehen, global und lokal gleichzeitig denken“, im evangelischen Sinne die Öffnung der Kirche verstärken und den Weitblick stärken. Er rief dazu auf nicht Vorurteile zu verstärken sondern im Sinne Jesus „das Positive im Nächsten“ zu suchen und zu sehen. Er rief dazu auf, „keine Nabelschau zu betreiben, den provinziellen Horizont zu überschreiten und das Kirchturmdenken zu überwinden!“

Kulturreferent Thomas Weitzel betont Gemeinsamkeiten von Kirche und Kommune.


Die gemeinsame Basis des Handelns für die Gemeinschaft seien die “abendländischen Grundwerte“. Kirchen und Kommunen arbeiteten in Form einer Arbeitsteilung an der Gestaltung von Gesellschaft. Das Grundgesetz als Basis staatlichen Handelns sei auch aus der christlichen Überzeugung entstanden. Das Handeln für das Gemeinwohl müsse sowohl in der Politik als auch im Privaten die Grundlage aller Entscheidungen sein.
Er lobte die positive Gemeinschaft im Stadttell und die positiven Entwiclungen um Schlössle und Flößerpark. Bei letzterem rief das ein kleines Schmunzeln und auch Raunen in den Reihen der Gäste hervor. “Wenn wir ihn noch erleben!“ brummelte dazu leise ein Gast, dabei die mittlerweile doch vorhandene Skepsis in Lechhausne ausdrückend.
Begleitet vom Brass Quintett klang der erste gemeinsame Vormittag im Stadtteil aus, die Hoffnung auf ein gutes neues jahr wurde zumindest hier geweckt.
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