"Immer ein Herz für die Jugend!“ – Gregor Lang im Ruhestand!

Gregor Lang nimmt Abschied von "seinem" Jugendzentrum im Hintergrund. Foto Blöchl
 
Immer im Einsatz für die Jugend, Lang (rechts) beim Planungsgespräch für den Neubau des Café U.n.f.u.G. zwischen Lechhausen und der Hammerschmiede. Foto Blöchl
Ein wenig Wehmut war ihm schon anzumerken beim Gespräch vor „senem“ Jugendzentrum „fabrik“ in der Schackstraße in Lechhausen. Es war zu spüren und auch ein wenig zu sehen, wie sehr ihm seine Arbeit, seine Jugendlichen und auch der Stadtteil ans Herz gewachsen waren. Gregor Lang, zuletzt Regionalleiter - Ost des Stadtjugendrings und zuständig auch für Lechhausen ist in de Ruhestand gegangen. Hunderte oder gar Tausende von Kindern und Jugendlichen hat er in dieser Zeit kennengelernt und begleitet. Heute sagt er doch stolz: „Ich freue mich, wenn dann manchmal junge Erwachsene ins JuZe kommen, oft verheiratet, berufstätig und geerdet!. Da weiß man dann, dass die eigene Arbeit erfolgreich war!“ Das Abschiedsfest der Jugendlichen hat ihn tief bewegt, er kämpft fast mit den Tränen. Und stolz ist er auch auf sein letztes Projekt, einem Videofilm mit Jugendlichen der Schiller Schule für die „Lange Nacht der Demokratie!“

Die Jugend hat durch ihn gewonnen!.



Angefangen hat das vor 18 Jahren, als er vom Stadtjugendring nach Lechhausen geschickt wurde. Seit 1983 ist er Sozialarbeiter, 1986 fing er im Univiertel an, über verschiedene Stationen wie das bfz und das Jugendhaus in Pfersee kam er nach Lechhausen. In diesen Jahren entwickelten sich unter seiner Führung oder Mithilfe viele Dinge, angefangen vom Jugendzentrum das 1999 eröffnet wurde, das Café U.n.F.u.G, die Straßen- und auch die Schulsozialarbeit. Stark vernetzt hat man sich in dieser Zeit auch mit den Schulen, Prävention stand im Vordergrund. Die Mittagsbetreuung, am Anfang chaotisch, hat sich heute als wichtiger Eckpfeiler der sozialen Versorgung etabliert. Zu Beginn seiner Zeit stand die Arbeit tmit den Jugendlichen aus Aussiedlerfamilien z.B. im Birkenhof im Vordergrund. Mittlerweile haben sich Probleme verändert, es gibt mehr Reibungen zwischen Jugendlichen und den anderen Bewohnern im Viertel. Auch das Auftreten der Jugend hat sich verändert. Dabei beschreibt er die Jugend heute als „bräver und angepasster“, mit einer Konzentration auf z.B. Treffen am Wochenende mit entsprechenden Konflikten. Am Griesle, rund um das Jugendzentrum und auch im neuen Flößerpark kommt es zu Konflikten. Er plädiert für mehr Toleranz auf beiden Seiten und moniert: „Für Kinder bis zu 12 Jahren wir unheimlich viel getan danach lässt es erheblich nach!“. Er sieht die fehlenden Räume und Freiräume für die Jugendlichen. Wenig Probleme gibt es mit Jugendlichen aus Flüchtlingsfamilien, deren Zahl relativ gering ist.

Auch Lechhausen selbst im Fokus.

Neben seiner hauptberuflichen Tätigkeit war er auch in vielen Feldern im Stadtteil aktiv. In der Fachbasis lag und liegt nach wie vor einer seiner Schwerpunkte. Derzeit sieht er Klärungsbedarf über deren Aufgaben. In seiner Funktion war er auch an vielen Arbeitskreisen zur Stadtteilentwicklung beteiligt. Bedauerlich ist für ihn, dass das Ziel Kultur in Lechhausen zu verankern nicht besonders gut entwickelt werden konnte. Der Versuch, die Alte Schlosserei in der Humboldtstraße als Zentrum zu entwickeln liegt derzeit zumindest auf Eis. Er sieht für Lechhausen viele Felder, die noch zu beackern wären, unter anderem sieht er „einen großen Bedarf für ein Bürgerhaus für alle“, wie es der Holzerbau in seinem Stadtteil Hochzoll darstellt. Mit seinem Namen verbunden sind auch sicher die diversen „Lechuferfeste“ oder die Aktionen rund um „Lechhausen 2013“ oder die „Lechkultur“. Er ist dankbar für die Zeit im Lechhausen, weil „ich dem Stadtteil viel zu verdanken habe, Erfahrungen, Lernzuwächse und auch Anerkennung…“. In den beiden kleineren Vierteln Firnhaberau und Hammerschmiede gab es kleinere Initiativen, der Hauptschwerpunkt lag sicher in Lechhausen mit seiner unterschiedlichen Struktur und Geschichte. Wie und ob er im Stadtteil weiter arbeiten wir und will wird sich ergeben. „Ich werde den Stadtteilen verbunden bleiben, wobei der Schwerpunkt immer in Lechhausen lag!“ und er fügt hinzu: „Ich werde die Jugendlichen vermissen!“
Danke Gregor Lang und alles Gute für die Zukunft!
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