Jugend hat wieder ihren Treff.

Viele Interessierte gab es bei der Eröffnung, rechts, Franz Schenk und Dr. Stefan Kiefer, 2.v.l.Klaus Kirchner, früherer Mentor des Cafés. Foto Blöchl
 
V.l. Franz Schenk, Enrico Gaggl und Dr. Stefan Kiefer freuen sich über den neuen Treff. Foto blöchl


Café U.n.F.u.G. wieder eröffnet.

Nach einigen Turbulenzen ist er wieder geöffnet, der Jugendtreff zwischen Lechhausen und der Hammerschmiede. Nach einer für öffentliche Verhältnisse beinahe „rekordverdächtigen“ Bauzeit konnte jetzt der Neubau auf einem Gründreieck an der Hans – Böckler-/Neuburger Stra0ße wieder eröffnet werden. Im Sommer 2017 hatte der Stadtrat die Gelder freigegeben, und nicht einmal ein Jahr später können die Jugendlichen ihr altes und neues Zentrum wieder nutzen. Und auch die geplante Bausumme wurde fast eingehalten, insgesamt 290.000.- Euro wurden in den neuen Treff investiert: „Gut investiertes Geld!“ wie Bürgermeister Dr. Stefan Kiefer bei der Feier betonte.

Positives Ende nach vielen Turbulenzen.

Um den Treff hatte es in den letzten Jahren viele Turbulenzen gegeben. Zuerst stieg der langjährige Träger aus. Der Name, dessen Abkürzung eigentlich „Unter Freunden und genossen“ bedeutet, stammt von der Sozialistischen Jugend – Die Falken die in dne 70er Jahren des letzten Jahrhunderts in der Hammerschmiede eine Teestube betrieben. Nach Konflikten mit den Nachbarn zog man auf das neue Gelände, der damalige Stadtrat Klaus Kirchner besorgte eine Baracke von der Bahn als Unterkunft. Das Gelände zwischen Neuburger und Hans - Böckler – Straße war ein idealer Standort für die Jugendeinrichtung. Weiter weg von Wohnungen, nicht einsehbar und im Grünen – für Jugendliche hervorragend geeignet. Nachdem die Falken den Betrieb nicht mehr sicherstellen konnten sprang der Stadtjugendring ein und übernahm die Einrichtung in einem Vertrag mit der Stadt. Dann verschlechterte sich der bauliche Zustand der alten Baracke, schließlich blieb 2016 nur die Schließung. Die Zwischenlösung mit einem Bauwagen war nur ein Provisorium, das auch nicht entsprechend angenommen wurde. Die Notwendigkeit eines Jugendtreffs war unter allen Parteien weitgehend unumstritten. In den Randgebieten von Lechhausen und der Hammerschmiede gibt es eine große Jugendszene. Nach der Schließung des Café UnFuG verlagerte sich diese Szene teilweise auf Spielplätze in Wohngegenden, entsprechende Konflikte mit den Anwohnern eingeschlossen. aber auch am Rodelberg an der Schillstraße gab es zunehmend Ansammlungen von großen Gruppen Jugendlicher, die nicht immer. problemlos abliefen. Bereits im Herbst 2016 begannen die Planungen für einen eventuellen Neubau. Nun konnte Eröffnung gefeiert werden.

Jugendliche haben selbst geplant und Hand angelegt.

In der Planung und Vorbereitung waren auch die Jugendlichen selbst beteiligt. In Workshops wurden Ideen zur Gestaltung und Ausstattung für die gewünschten Aktivitäten entwickelt. Und auch jetzt helfen sie eifrig mit ihren Treff neu zu gestalten. Deshalb zeigten sie sich auch zufrieden mit ihrem neuen „Zuhause“, wie ihr Sprecher Enrico Gaggl betonte. Franz Schenk, der Vorsitzende des Stadtjugendrings wies daraufhin, dass solche Einrichtungen „wichtige Freiräuem für die Jugendlichen“ seien, die noch mehr gebraucht werden. Viele Stadträte und Vertreter aus den Stadtteilen zeugten sich zufrieden mit dem Bau, dessen Planung Architekt Otmar Sailer übernommen hatte. Die ARGE Hammerschmiede und die Fachbasis Lechhausen hatten das Projekt unterstützt und als Geschenk zum Anfang gab es noch einen Grill für viele schöne Feten ohne die Erwachsenen, die die Eröffnung noch dominierten.
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