Lechhausen zum Neujahresbeginn in St. Pankratius.

Gemeinsam in das Neue Jahr gehen - v.l. Herbert Kollars, Markus Bader, Katharina Beltinger (ev. Pfarrei St. Markus), Marcus Risini (Vorsitzender Pfarrgemeinderat Unsere Liebe Frau). Foto Blöchl
Es gehört zum guten Ton und zum guten Brauch, das neue Jahr in Lechhausen gemeinsam beim Neujahrsempfang der Pfarreiengemeinschaft St. Pankratius und Unsere Liebe Frau zu begehen. Stadträte und Vereinsvorsitzende, Geschäftsleute und Lehrer, Polizei und einfach Lechhauser Bürgerinnen und Bürger beginnen gemeinsam das neue Jahr. Nach dem Gottesdienst trifft man sich im Gemeindesaal der jeweiligen Pfarrei – in diesem Jahr war St. Pankratius an der Reihe – und freut sich auf die ersten Begegnungen mit Bekannten und Freunde und mit Menschen, mit denen man zu tun hatte und zu tun haben wird. Bewusst wird auf politische und geistliche Prominenz verzichtet – es ist ein Treffen für und von Lechhausen.


Kirche muss Gerechtigkeit leben!

Der Pfarrgemeinderatsvorsitzende von St. Pankratius, Herbert Kollars, hielt eine kurze Rückschau auf das vergangene Jahr mit der 875 – Jahr – Feier der Pfarrei St. Pankratius und der 90 – Jahr – Feier von Unsere Liebe Frau als kirchliche Höhepunkte. Er betonte, dass die Pfarrei und die Kirche insgesamt ohne den großen Einsatz von ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern ihre Aufgaben kaum mehr erfüllen könnte. Sehr wichtig für Kirche und Stadtteil war auch die Grundsteinlegung für den neuen „Grünen Kranz“, der jetzt planmäßig am neuen Stadtteilzentrum am entstehen ist. 

Stadtpfarrer Markus Bader richtete in seiner Rede kritische Blicke auf die Kirche und ihre Systeme. Er sah die Glaubwürdigkeit der Kirche bedroht, forderte dazu auf System wie auch die Kirche zu hinterfragen und zu verändern. Er betonte in Anlehnung an Papst Franziskus, dass die Kirche „Prophetinnen und Propheten und Träumerinnen und Träumer“ brauche, die die Zukunft denken und entwickeln. Wir brauchen „Visionen einer neuen Welt!“, in der Christen „Verantwortung für Frieden und Gerechtigkeit“ übernehmen. Die Kirche müsse wieder „mehr bei den Menschen sein!“ und nicht am Rande der Gesellschaft stehen, wie es derzeit oft der Fall zu sein scheint. Die Rolle von ehrenamtlichen aktiven Kirchenmitgliedern müsse gestärkt werden, weil ohne sie kirchliches Leben kaum mehr existieren würde.

Viel Beifall für seine engagierte und doch nachdenkliche Rede zeigte, dass er vielen Anwesenden aus dem Herzen gesprochen hatte. Begleitet von einer kleinen Gruppe des Blasorchesters Lechhausen wurde die Gelegenheit genutzt, nicht nur das alte Jahr zu betrachten – sicher wurde auch die eine oder andere neue Idee für Lechhausen diskutiert und auf den Weg gebracht.
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