Mehr staatliche Eingriffe - aber keine Verstaatlichung im Wohnungssektor.

Moderator Johannes Knöfle (rechts) bei der lebendigen Diskussion mit einem Teil des Publikums.
So kann man das Ergebnis einer intensiven und durchaus kontroversen Diskussion beim letzten „Dischkurses in der Projektschmiede zusammenfassen. Unter der Moderation von Johannes Knöpfle beleuchtete man bei Weißwurst und Brezen 2 Stunden lang Fragen rund um Bauen, Mieten und Immobilien. Die Lösungsvorschläge im politischen Raum gingen für manche Diskutierer nicht weit genug, so wurde die Wirksamkeit eine Mietpreisbremse skeptisch gesehen. Andere betonten eher die Wirkung des Marktes für die Lösung der Mietenkrise. Weitgehend einig war man sich in der Forderung, dass der beinah ungehemmte Anstieg von immobilien- und Bodenpreisen gestoppt werden muss. Die Abschöpfung von Planungsgewinne - die auch die bayerische Verfassung vorsieht - und deren Verwendung für öffentlich geförderten Wohnraum wurde dabei als wichtiger Schritt gesehen. Den Markt als Regulierungsmechanismus sah man skeptisch, weil er nur für einen Teil mit höherem einkommen funktionieren würde. In der Förderung sozial geförderten Wohnraumes, die Unterstützung genossenschaftlicher Wohnformen und die Stärkung des kommunalen Wohnungsbaus wurden als wichtige mittelfristige Lösungsansätze herausgestellt.

Eine sehr lebendige Diskussion, die, wie es in der seit 3 Jahren bestehenden Veranstaltungsreihe intendiert ist, brachte zwar Ergebnisse, ließ aber auch manche Fragen offen. Immer wieder zeigt sich, wie wichtig die offene, faire und respektvolle Diskussion sein kann. Argumente austauschen, auch übernehmen oder einfach ofenlassen – ein Ansatz, der durchaus nachahmenswert wäre, meinen die Initiatoren und freuen sich schon auf den nächsten Dischkurs. Das Thema: „Hartz IV – Fluch oder Segen!?“
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