Nachbarschafts“parlament“ bringt schnelles Ergebnis!

Engagiert und erfolgreich - das erste Treffen zur Verbesserung des Zusammenlebens in Hochzoll. V.r. Maria Brandenstein, Dr. Pia Haertinger. Foto Blöchl
Es war nur eine kleine Gruppe darunter nur ein Mann, die sich zu einem Wirkshop im Rahmen der Hochzoller Kulturtage im Holzerbau zusammenfand. Neue Formen der Vernetzung im Stadtteil war das Thema, das Pia Haertinger und Maria Brandenstein mit den interessierten bearbeitet. Mit den Methoden der „Soziokratie“, eine neuere Form, sollte gemeinsam erarbeitet werden, welche Möglichkeiten um Vorstellungen über die Entwicklung in Hochzoll. gesehen werden. Diese Methode nimmt für sich in Anspruch, schneller und effektiver zu manchen Ergebnissen zu kommen als die teils schwerfälligen Entscheidungsabläufe in Parlamenten und auch Parteien. Die Form sogenannter Nachbarschafts“parlamente“ wird dabei nicht als Ersatz, sondern als Unterstützung und Ergänzung gesehen. Die Aktivierung der Nachbarn selbst, etwas für ihr Quartier zu tun, steht dabei im Vordergrund.

Etwas für den Stadtteil tun!

Viele Themen kamen zur Sprache. Die soziale Wohnungsfrage, die Thema „Bienen“, „Regionalvermarktung“ und „Wald als Allmende für alle“ oder die die Integration von Zuwanderern wurden genannt. Für alle war die Frage des Umgangs mit Müll und Abfall ein wichtiger Diskussionspunkt. . Man merkte, dass die Gruppe schnell über das Reden in das Tun kommen wollte. Man einigte sich deshalb auf ein relativ schnell umsetzbares Projekt unter dem Arbeitstitel „Müllsammelaktion mit Lust und Würdigung“. Sehr schnell wurden Aufgaben und Rollen verteilt, ein ungefährer Zeitplan entwickelt.  Es wurde deutlich der Wunsch geäußert, über das reine Müllsammeln hinaus zu gehen und auch die Verpackung bzw. Müllvermeidung durch entsprechende Presse- und Aufklärungsarbeit zum Thema zu machen. Es soll Lust machen, die Umgebung sauber zu halten. Zum Thema „Lust“ gehört auch, dass am Ende der gemeinsamen Müllsammelaktion ein Nachbarschaftsfest stattfinden soll. Dabei sollen die Aktion und die Beteiligten öffentlich gewürdigt werden. Im Frühjahr 2020 soll die Aktion dann starten.

Am Ende des Workshops zeigten sich die Teilnehmerinnen sehr zufrieden und positiv überrascht über die Methode der Soziokratie. Besonders hervorgehoben wurden dabei, dass Alle zu Wort kamen, die Wertschätzung aller Beiträge und die konzentrierte und zielgerichtete Arbeitsweise.

Man darf gespannt sein, ob die positive Grundstimmung anhält und die Vorhaben tatsächlich umgesetzt werden. Ob sie darüber hinaus tatsächlich eine Verbesserung der Vernetzung, der Nachbarschaftsunterstützung und der Aktivierung der Menschen im Stadtteil erfolgt, wird die Zukunft weisen. Schaden würde es Hochzoll sicher nicht.
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