TSG sieht sich auf gutem Kurs.

v.l. Hans Blöchl, Herbert Hafner, Brigitte Ripperger und Franz Schweiger.
 
Beim Sportfest 2018 probierte Schirmherrin Claudia Roth das Bogenschießen. Heribert Rampp half dabei. Foto Blöchl
Augsburg: TSG 1885 Augsburg-Lechhausen e.V. | Herbert Hafner neuer Präsident des Traditionsvereins.

Lob gab es für das Präsidium und die Führung der TSG Augsburg – Lechhausen. Nach einem ziemlich harten Konsolidierungskurs in den letzten Jahren konnte Wirtschaftsprüfer Peter Wirsching bei der Delegiertenversammlung feststellen! “zum ersten Mal seit langen Jahren hat der Verein einen Überschuss erwirtschaftet!“ Das war und ist nicht selbstverständlich, „weil trotz des Sparkurses auch große Investitionen erfolgten“, wie Vizepräsident Franz Schweiger in seinem Rechenschaftsbericht ausführte. Fast 300000.- Euro wurde eine hochmoderne Heizungsanlage investiert, in das Ferienhaus Unterjoch in den Alpen floss ebenfalls eine hohe 5-stellige Summe. „Trotzdem haben wir das Angebot für unsere Sportlerinnen und Sportler in den 16 Abteilungen aufrechterhalten und teilweise noch ausgebaut!“ zog Schweiger Bilanz. Modernisiert wurde auch die Vereinszeitung, der Homepageauftritt und die Präsenz bei Facebook wurden in den letzten Jahren ebenfalls neu gestaltet. Für diesen Sommer ist die Erneuerung der Flutlichtanlage vorgesehen, der Eigenanteil wird weitgehend aus Eigenmitteln des Vereins finanziert.

Auch die Mitgliederentwicklung ist zufriedenstellend, wen auch eine leichte Abwärtstendenz besteht. Wachsenden Abteilungen wie die Schützen oder die Ringer stehen auch schrumpfende Mitgliederzahlen in anderen Bereichen gegenüber. Mit knapp 1700 Mitgliedern zählt die TSG aber immer noch zu den größten Vereinen der Stadt.

Integration ein Schwerpunkt des Vereins.

Als anerkannter Stützpunktverein des Programms „Integration durch Sport“ sind viele Migranten im Verein aktiv. Ein syrischer Sportlehrer als Fußballtrainer, eine Fußballmannschaft mit Spielern aus Somalia ist Mitglied im Verein, aber auch Menschen aus vielen anderen Nationen treiben bei der TSG Sport. „Ein wichtiger Beitrag für den sozialen Frieden im Stadtteil“ betont der Integrationsbeauftragte des Vereins Hans Blöchl. Höhepunkt ist jedes Jahr das internationale Spiel- und Sportfest, das in diesem Jahr zum dritten Mal ausgetragen wurde. Die Schirmherrschaft hatte heuer die Vizepräsidentin des deutschen Bundestages Claudia Roth übernommen „eine große Ehre für den Verein!“

Ein wichtiger Pluspunkt ist auch ein eigener Jugendrat, der in den letzten Jahren die Belange der Jugendlichen im Verein eingebracht hat. Die Gestaltung des neuen Beachplatzes ist ein sichtbares Zeichen für die Aktivitäten der Jugend.


Nachwuchssorgen trüben das Bild.

Wie bei vielen Vereinen und Organisationen plagen auch die TSG Nachwuchssorgen. So fehlen in manchen Abteilungen Trainer und Übungsleiter, was die Möglichkeiten Mitglieder aufzunehmen einschränkt. Und auch die Besetzung des Präsidiums ging nicht ohne Probleme vor sich. Nach dem Rücktritt des jetzigen Ehrenpräsidenten Volker Bopp, war die Stelle des Präsidenten 1 ½ Jahre unbesetzt. Nun übernimmt Herber Hafner, selbst ein Urgestein des Vereins dieses Amt. Er wird dabei unterstützt von Franz Schweiger als Vize und Brigitte Ripperger als Schatzmeisterin. Hans Blöchl wird sich als Beisitzer weiter vor allem um die Öffentlichkeitsarbeit kümmern. Ein weiterer Beisitzer der nach Satzung möglich gewesen wäre wurde nicht gefunden. „Wir werden mit unserem Team unseren Verein auf einem guten Weg halten und vielen Menschen die Möglichkeit geben, ihren Sport bei uns auszuleben!“ zeigte sich Hafner bei seinem Schlußwort optimistisch.
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