Wortwelt und Versklang – Theater Pagany in der Projektschmiede.

Olaf Dröge, links, Peter Wachter und Sandra Pagany. Foto Blöchl
Augsburg: Projektschmiede | Erinnerungen an die Schulzeit, ein wilder Ritt durch die deutsche Lyrik, wortgewaltige Interpretationen und eine mitreißende musikalische Begleitung mit Bassgitarre und Kontrabass – das war ein schönerr Abend mit dem Ensemble von Theater Pagany in der Lechhauser Kultureinrichtung. Sandra Pagany, Olaf Dröge und an den Instrumenten Peter Wachter brannten ein Feuerwerk deutscher und auch internationaler Gedichte und ihrer möglichen Interpretationen ab. Manches kannten zumindest die älteren Semester noch aus dem Schulunterricht wie z.B. Theodor Fontanes Geschichte vom Steuermann „John Meynard“ oder Goethes „Zauberlehrling“. Düster und beeindruckend die szenische Darstellung Heinrich Heines „Die sächsischen Weber“ die, den „dreifachen Fluch“ in das Leinenwebten. Neben diesen bekannten Gedichterzählungen überzeugten aber auch kleine, aber witzige oder nachdenkliche Geschichten wie „Die Made“ von Heinz Erhardt oder Christan Morgensterns “Wenn es Winter wir!“. Natürlich durfte auch Bert Brecht nicht fehlen, „Das Lied der liebenden Witwe“ anrührend interpretiert von Sandra Pagany. Unbekanntere Autoren wie Kurt Schwitters oder Mascha Kaleko wechselten sich ab mit Weltliteratur. So erinnerte die Interpretation des Klassikers „Ich bin so wild nach Deinem Erdbeermund“ nicht nur an den Dichter Francois Villon sondern sicher einige Besuchersicher auch an Klaus Kinski der es vor mehr als 30 Jahren dargestellt hatte. Wirklich mitreißend die musikalische Begleitung, die nicht nur die Gedichte untermalte, sondern eine bewegende Dramatik und Stimmung schuf Einfach ein vergnüglicher Abend mit mehr als 20 Gedichten aus der Weltliteratur – ein hoffentlich nicht einmaliges Erlebnis.
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