Augsburger SPD nominiert Dirk Wurm als OB-Kandidaten

Zufrieden mit der Entscheidung (von links) Florian Freund, Dirk Wurm und Urike Bahr. (Foto: Hans Blöchl)

Was sich schon längere Zeit abgezeichnet hatte, ist jetzt Tatsache. Der Vorstand der Augsburger SPD hat den Augsburger Sport- und Ordnungsreferenten Dirk Wurm als Kandidaten für die Wahl des Oberbürgermeisters im März 2020 nominiert. Mit ihm hoffen die Sozialdemokraten nach zwölf Jahren unter CSU-Oberbürgermeister Kurt Gribl das Rathaus wieder erobern zu können.

Eine Findungskommission, bestehend aus der Parteivorsitzenden Ulrike Bahr und dem Stadtratsfraktionsvorsitzenden Florian Freund, hatte den Vorstand informiert und Wurm vorgeschlagen. Bei der turnusmäßigen Jahreshauptversammlung am Donnerstagabend wurde die Empfehlung für Wurm bekanntgegeben. Freund, der selbst als Kandidat gehandelt worden war, verwies darauf, dass die „Kommission einstimmig entschieden hat“. Für Wurm sprachen laut Ulrike Bahr seine Verwaltungserfahrung, seine erfolgreiche Arbeit als Referent und seine Bekanntheit und Bürgernähe. 

In den Mittelpunkt seiner politischen Ziele will Wurm den Kampf um bezahlbaren Wohnraum, ein Mobilitätskonzept unter Berücksichtigung von Kilmaschutz und Sicherheit, die Sicherung und den Ausbau zukunftsorientierter Arbeitsplätze und die Unterstützung von Familien und Senioren stellen. Der 39-jährige Familienvater sieht sich als „Teamspieler, der mit einer starken Mannschaft Augsburg voranbringen will. Wir wollen gestalten und nicht nur verwalten“.

Die Gestaltung der noch ausstehenden Stadtratsliste der Partei will er „begleiten, aber nicht leiten, das ist Aufgabe der Parteivorsitzenden“. Er wünscht sich jedoch eine Liste mit „Typinnen und Typen, die für etwas stehen und auch etwas darstellen.“

Seine Chancen, als Chef in das Rathaus einzuziehen sieht er als gut an. Er sei „zuversichtlich, weil niemand mit einem Bonus als Amtsinhaber antreten wird“.

Nachdem der Wahlkampf eröffnet ist, wird die Zusammenarbeit in der Rathauskoalition sicher nicht einfacher werden. Der Kandidat erwartet aber, dass alle noch das große Projekt in seinem Verantwortungsbereich, „den Umbau des Stadtmarktes und den Bau eines neuen Hallenbades“, gemeinsam auf den Weg bringen. Er will aber auch dort, wo es "Unterschiede gibt, diese benennen und Konflikte austragen". 

Die Meinungen zu Wurms Nominierung waren weitgehend positiv: Frank Löw aus Lechhausen sieht eine „starke Ansage der Partei“, für Peter Biet aus dem Herrenbach ist es „eine hervorragende Entscheidung“. Eckhard Rasehorn aus Pfersee findet "die Entscheidung gut“ und bezeichnet Wurm als „Sympathieträger“. Ein Delegierter war allerdings der Ansicht, dass der Kandidat zu abgehoben sei.

Vorgestellt wurde auf der Veranstaltung auch Kilian Krumm, der Wahlkampfleiter der Partei. Die offizielle Nominierung des OB-Kandidaten wird auf einem Sonderparteitag am 19. Juli erfolgen. Mit weiteren Bewerbern wird nicht gerechnet. Die Stadtratsliste soll dann im September beschlossen werden.
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