Akrobatik Masters des TSV Firnhaberau sind deutsche Spitze.

(Foto: Michaela Bihler)
 
(Foto: Michaela Bihler)
Freudentränen und viele kräftige Umarmungen bei der Siegerehrung des Bundesfinales Tuju-Stars. Die 46 Akrobatinnen und Akrobaten des TSV Firnhaberau hätten selbst niemals mit diesem Ergebnis gerechnet. Schon beim Vorentscheid am Nachmittag war die Anspannung groß. Die 19 besten Showgruppen der Deutschen Turnerjugend sind zu diesem Wettkampf ins niedersächsische Hatten-Sandkrug angereist. Zuvor mussten sie sich in ihrem jeweiligen Landesturnverband dafür qualifizieren. Die Akrobatikgruppe aus der Firnhaberau durfte Bayern zum dritten Mal in Folge auf dem Bundesfinale vertreten.
Ein erstes großes Zittern gab es am Nachmittag des Pfingstsamstags, als die beiden Moderatoren bekannt gaben, wer es ins Finale der besten Acht Gruppen geschafft hat. Die Firnhaberauer hatten zunächst nicht damit gerechnet, weiter zu kommen. Am Abend zeigten die Akrobatik Masters dann erneut einen fast fehlerfreien Auftritt. Während die Moderatoren bei der anschließenden Siegerehrung die Plätze von hinten nach vorne verkündeten war die Anspannung groß. Händchenhalten war angesagt. Bei jedem Platz hofften die Firnhaberauer, dass nicht ihr Gruppenname genannt wird. Anschließend frenetischer Jubel, dass sie es bis auf Platz 5 geschafft haben.
Seit Herbst vergangenen Jahres arbeitet die Gruppe von Trainerin Carmen Oharek an dem Auftritt „The Greatest Showman“. In Anlehnung an den gleichnamigen Kinofilm geht es thematisch um eine Zirkusshow. Saltos, Flick-Flacks und Elemente aus der Rhythmischen Sportgymnastik kommen zum Einsatz. „Es ist immer schwierig die Jury zu überzeugen, denn jeder Juror hat einen anderen Geschmack“, weiß die Trainerin und Choreografin aus ihrer Erfahrung. Doch es hat funktioniert. In diesem Jahr arbeitet die Gruppe stellenweise sogar mit Livegesang.
Lautstarke Unterstützung gab es wieder vom mitgereisten Fanclub. Viele der Eltern nutzten den Termin an Pfingsten um anschließend mit den Kindern einen Urlaub in Norddeutschland anzuhängen. Schon allein die Atmosphäre bei den Wettkämpfen ist für die Teilnehmer beeindruckend. Dafür wird eigens Licht- und Tontechnik in eine Sporthalle eingebaut. Übernachtet wird in Klassenzimmern einer benachbarten Schule. Es wird gemeinsam gegessen und nach dem Wettkampf in der Kinderdisco gefeiert. „Das stärkt unsere Gemeinschaft und das gegenseitige Vertrauen, das wir wiederum für unsere Auftritte brauchen“, so Assistenztrainerin Belinda Auer.


Einladung zum Probetraining.

Die Konkurrenz aus ganz Deutschland ist stark. Die Gruppen, die es regelmäßig auf die vorderen Plätze schaffen, trainieren zum Teil drei- bis viermal pro Woche mehrere Stunden. Die Akrobatik Masters stehen dagegen nur einmal pro Woche für zwei Stunden in der Firnhaberauer Schulturnhalle. „Umso mehr bin ich stolz auf meine Akrobaten und deren Leistung“, freut sich Carmen Oharek. Die 27-Jährige träumt schon seit Jahren von optimierten Trainingsbedingungen. Zum Beispiel einer Longe – einem Saltogürtel, der an der Decke befestigt wird. Mit dieser könnten hohe Würfe mit Doppelsalto und ähnlichen Elementen trainiert werden.
Auch für die nächste Choreografie haben Carmen Oharek und ihr Team schon Ideen. Zunächst aber geht es darum, neue Talente für die Gruppe zu finden. Dazu wird es am 1. und 8. Juli ab jeweils 18:15 Uhr ein Probetraining in der Firnhaberauer Schulturnhalle geben. Wer hier teilnehmen will, kann sich direkt bei den Trainern oder beim Verein dafür anmelden.
Fotos von Michaela Bihler
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